
Durch die Anregung zweier umwälzender Beschlüsse im europäischen Fussball auf Wunsch zahlreicher Verbandsspitzen konnte das Programm für Verbandsspitzen (TEP) bereits sehr konkrete Veränderungen für die Nationalverbände herbeiführen:
Die Erweiterung der UEFA-Europameisterschaftsendrunde von 16 auf 24 Länder ab 2016. Dieser historische Entscheid wird dazu beitragen, den Fußball in zahlreichen Verbänden in sportlicher, gesellschaftlicher und finanzieller Hinsicht weiterzuentwickeln.
Die Zentralisierung der Medienrechte an den europäischen EM- und WM-Qualifikationsspielen ab 2014. Bevor dieser Entscheid gefallen war, unterstützte das TEP bereits zahlreiche Verbände, indem es ihnen Informationen über den tatsächlichen Wert ihrer Medienrechte zur Verfügung stellte und ihnen somit eine bessere Verhandlungsbasis verschaffte. Dies war ein wichtiger Beitrag im Hinblick auf den Entscheid, alle diese Rechte zu zentralisieren, um die Sichtbarkeit und den Wert des Nationalmannschaftsfußballs weiter zu optimieren.
Beide Entscheide werden deutlich höhere und garantierte Einnahmen für die Verbände mit sich bringen und es ihnen erlauben, noch mehr in Fußball- und Breitensportentwicklung, Good Governance sowie Aktivitäten im Bereich der sozialen Verantwortung zu investieren.
Neben höheren Einnahmen trug das UEFA-Programm für Verbandsspitzen auch dazu bei, wie folgt Kosten zu sparen.
• UEFA-Ausrüstungs-Unterstützungsprogramm: Dreizehn der kleinsten Verbände erhielten eine kostenlose Fußballgrundausrüstung für ihre A- und U21-Nationalmannschaften sowie ihre Spitzenschiedsrichter. Dank dem Programm können sie in zwei Jahren bis zu EUR 300 000 sparen.
• Projekt Fußballmanagementsysteme (FMS): 18 Verbände haben diese kostenlose UEFA-Dienstleistung beantragt, die darin besteht, den aktuellen Stand und potenzielle Bedürfnisse hinsichtlich ihrer IT/FMS-Lösungen zu analysieren. Einige Verbände verwendeten die Ergebnisse für interne Lösungen, andere nahmen an einer vom TEP organisierten zentralisierten Ausschreibung teil, um den geeignetsten Provider für ihr neues FMS-System zu finden. Die zentralisierte Ausschreibung half diesen Verbänden, die besten Systeme zu finden und Kosten zu sparen. Bis Ende 2013 werden alle UEFA-Mitgliedsverbände über gute FMS-Systeme verfügen, um ihre nationalen und internationalen Operationen effizient und effektiv abwickeln zu können.
Ein weiteres bemerkenswertes Ergebnis des Programms ist die Schaffung des ersten grenzüberschreitenden Wettbewerbs mit einer direkten Verbindung zu den UEFA-Wettbewerben. Das TEP spielte eine Schlüsselrolle in der Entwicklung der BeNe-Liga, einer grenzüberschreitenden Meisterschaft zwischen Teams der höchsten Frauen-Spielklassen Belgiens und der Niederlande, die im August 2012 ihren Betrieb aufnahm. Dieselbe Dienstleistung wird auch anderen Verbänden mit ähnlichen Bedürfnissen angeboten.
Alle diese Errungenschaften sind kein Zufall. Sie entspringen einer klar faktenbasierten und ergebnisorientierten Strategie, die 2005 aufgenommen wurde. Die Vision hinter dem UEFA-Programm für Verbandsspitzen besteht darin, Führungskräfte in ihrer Rolle als Entscheidungsträger zu unterstützen. Dies wird getan, indem ihnen unter anderem anhand von Datenbanken relevante Fakten und Zahlen zur Verfügung gestellt werden und ihnen aufgezeigt wird, wie diese Informationen für die Weiterentwicklung des Fussballs, der Verbandsstrukturen und des Tagesgeschäfts genutzt werden können. Die wichtigsten Erfolgsfaktoren des Programms sind: faktenbasiert ("den lokalen Kontext der Verbandsspitzen kennen"), nachfrageorientiert ("wir gehen, wohin uns der Verband führt"), ergebnisorientiert (im Gegensatz zu mittelorientiert) und auf die konkrete Umsetzung statt auf Ausbildung fokussiert.
Das TEP organisiert auch kleine Diskussionsplattformen (TEP-Rundtischgespräche), bei denen die Bedürfnisse und Wünsche der Verbandsspitzen aufgenommen sowie Feedback zu den Ergebnissen gegeben und entgegengenommen werden. Diese informellen Treffen laufen anders ab als üblich, da die UEFA keine Tagesordnung mit einseitigen Präsentationen vorgibt. Alle Teilnehmer können sich zu Wort melden und der Inhalt wird nicht von der UEFA bestimmt. An diesen Rundtischgesprächen nehmen Präsidenten und Generalsekretäre der UEFA-Mitgliedsverbände teil und der Schwerpunkt lag bisher insbesondere auf individuellen und kollektiven Möglichkeiten, die Einnahmen zu erhöhen und/oder Kosten zu sparen sowie die Governance und die Bemühungen im Bereich der sozialen Verantwortung zu verbessern. Dadurch werden natürlich Diskussionen über die jüngsten Trends und Entwicklungen in der Welt des Fußballs ausgelöst.
Die vielversprechenden Ergebnisse haben die UEFA dazu ermutigt, diese erfolgreiche Philosophie auf alle Bereiche auszuweiten, in denen die Verbandsspitzen Entscheidungen zu treffen haben. Dieser Ansatz wird es am Ende ermöglichen, Verbände individuell beratend zu unterstützen.
Das UEFA-Programm für Verbandsspitzen wird von Marc Esselink geleitet. Die Berater Tom Gorissen und Simon Patrik sowie die Assistentin Elena Guiguiiak vervollständigen das TEP-Team. Das TEP gehört der Division Nationalverbände unter der Leitung ihres Direktors und stellvertretenden Generalsekretärs Theodore Theodoridis an. Sowohl Marc Esselink als auch Theodore Theodoridis bringen langjährige Verbandserfahrung in ihren jeweiligen Ländern, den Niederlanden und Griechenland, mit.
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