
Die dritte Saison des UEFA-Studiengruppen-Programms, bei dem sich die europäischen Mitgliedsverbände über technische Standards zum Wohle des Fußballs austauschen, kommt zu einem Ende. Die 53 Mitgliedsverbände und die UEFA selbst sind auch nach dieser Saison mehr denn je von der Wichtigkeit dieses Projekts überzeugt.
Das Projekt, welches auf Initiative von UEFA-Präsident Michel Platini ins Leben gerufen wurde, zielt darauf ab, die technischen Standards im europäischen Fußball durch Austausch nachhaltig zu verbessern. Hierbei besuchen sich die Verbände untereinander, damit Wissen, Erfahrungen und bewährte Methoden bei der Trainerausbildung sowie dem Breiten-, Jugend- und Frauenfußball ausgetauscht werden können. Außerdem sollen die Standards in ganz Europa dadurch erhöht werden, dass beispielsweise Spezialisten der Landesverbände sich durch finanzielle Hilfen der UEFA auf Gastbesuche bei anderen Verbänden und insbesondere deren Klubs begeben können, um so gemeinsam Wissen auszutauschen.
Zum Abschluss dieser Saison wird es noch ein Trainerausbildungs-Seminar in Norwegen geben sowie ein Seminar zur Situation des Frauenfußballs in Schottland. Beim Seminar in Schottland werden neben Vertretern des schottischen Verbands auch Delegationen aus Finnland, Polen und von den Färöer Inseln zugegen sein. Wie schon im Verlauf des Jahres sollen auch hier wieder erfolgreiche Gespräche und ein reger Austausch an Informationen stattfinden.
Seit Einführung der Initiative im Jahr 2008 war das Feedback sehr positiv. Im Dezember 2010 entschied das UEFA-Exekutivkomitee, das Bildungsprogramm langfristiger zu regeln. Insgesamt wurden bisher 156 Seminare abgehalten - 46 im Jugendfußball, 44 bei der Trainerausbildung, 35 beim Breitenfußball und 31 im Frauenfußball. Sie wurden von 30 verschiedenen Verbänden ausgetragen und es waren rund 5.000 Delegierte aus ganz Europa daran beteiligt, sowie alle Mitglieder der UEFA-Kommission für Entwicklung und technische Unterstützung.
Nun wird eine vierte Saison der Initiative mit Spannung erwartet. Die Planung für 2011/12 ist abgeschlossen. Es sind 55 Seminare in 30 Verbänden geplant und etwa 1.800 Trainer werden daran teilnehmen. Trainerausbildung, Jugendfußball, Breitenfußball und Frauenfußball werden hierbei wieder die Hauptthemen sein.
"Darüber hinaus freuen wir uns auf ein neues Element im System", sagte Frank Ludolph, UEFA-Vorstand für Fußballausbildung, zu UEFA.com. "Es wurde beschlossen, vier Pilotseminare speziell für Pädagogen und Torwarttrainer einzuführen. Drei Delegierte aus allen UEFA-Mitgliedsverbänden werden eingeladen, an diesem Pilotprojekt im Jahr 2011/12 teilzunehmen."
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