UEFA Studiengruppen-Programm schaut nach vorne
Donnerstag, 31. März 2011
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Nach der Bestätigung durch das UEFA Exekutiv-Komitee und die Verbände wird das UEFA Studiengruppen-Programm zu einem permanenten technischen Austausch zwischen den Verbänden führen.
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Ein Eckpfeiler der Aktivitäten der UEFA war seit ihrer Gründung vor sechs Jahrzehnten die Beziehung zu den Nationalverbänden Europas. Europas Fußballdachverband hilft seinen 53 Mitgliedsverbänden durch eine ganze Reihe von Programmen oder bringt sie zusammen, so dass diese dann Ideen und Erfahrungen austauschen können, wodurch der gesamte Fußball in Europa weiterentwickelt wird.
Das UEFA Studiengruppen-Programm ist eines dieser erfolgreichen und ambitionierten Programme. Das Programm wurde 2008 auf Initiative von UEFA-Präsident Michel Platini ins Leben gerufen und bereitet den Boden für technischen Austausch auf vielen Gebieten zwischen den europäischen Verbänden, wobei ein produktiver Austausch von technischem Wissen entstehen soll. Delegierte der Verbände mit besonderen Interessen - etwa an Trainerausbildung, Jugend-, Frauen- und Breitenfußball - besuchen andere Verbände oder Vereine innerhalb dieser Verbände, um so ihr technisches Wissen auszubauen.
Nun wird das Programm zu einer langfristigen Einrichtung, nachdem durch das UEFA Exekutiv-Komitee hierfür grünes Licht erteilt wurde. Durch solch eine Bestätigung wird das Programm sicher weiter gedeihen.
Die UEFA Kommission für Entwicklung und technische Unterstützung ist gemeinsam mit der UEFA-Verwaltung zuständig für die Kontrolle des UEFA Studiengruppen-Programms. Die Qualität des Programms wird von den Kommissionsmitgliedern bewertet, indem sie die Rückmeldungen von sowohl den gastgebenden als auch den besuchenden Nationalverbänden auswerten. Prinzipiell kann jeder Verband pro Jahr drei Studienbesuche ausrichten, wobei jeder dieser Besuche bis zu drei fremde teilnehmende Verbände haben kann.
Vitaly Mutko, der Vorsitzende der Kommission für Entwicklung und technische Unterstützung, legte einen begeisterten Bericht über den Erfolg der Initiative vor. "Ich bin erfreut, dieses populäre Programm gemeinsam mit meinen Kommissionskollegen kontrollieren zu dürfen und dabei Hand in Hand mit der UEFA-Verwaltung zu arbeiten", sagte er. "Ich hatte die Chance, einige der in Russland abgehaltenen Seminare zu besuchen und ein sehr positives Feedback von den besuchenden Nationalverbänden zu erhalten, die sich sehr über die Möglichkeit freuten, an diesen Veranstaltungen teilzunehmen."
"Ich bin außerdem glücklich, dass das UEFA Exekutiv-Komitee die Entscheidung getroffen hat, das Programm zu einer langfristigen Einrichtung werden zu lassen und dadurch den dauerhaften technischen Austausch der Verbände in den Bereichen Breiten-, Elite-Jugend- und Frauenfußball sowie der Trainerausbildung zu garantieren."
Zuletzt gab es Seminare in Schottland zur Trainerausbildung mit Nordirland, Wales und Island als Gast. Im März dann hieß der englische Verband Deutschland, Belgien und Armenien zum Elite-Jugendfußball willkommen; die Niederlande begrüßten die Tschechische Republik, Bosnien und Herzegowina und Spanien (Frauenfußball); Dänemark war Gastgeber für Bosnien und Herzegowina, Litauen und Estland (Trainerausbildung), während Italien zum Thema Breitenfußball die Verbände aus Armenien, Andorra und Georgien geladen hatte.
"Wir danken den Verbänden für ihre Kooperation und zählen auf ihr andauerndes Engagement in den kommenden Jahren", sagte der Nationalverbandsdirektor der UEFA, Theodore Theodoridis. "Sie sind ein integraler Teil des Erfolges des Konzepts und die Hauptprofiteure desselben. Wir ermutigen die Verbände, die bisher noch keine Veranstaltung ausgerichtet oder besucht haben, dies zu tun, da wir glauben, dass jeder in der Fußballfamilie wertvolle Erfahrungen weiterzugeben hat."
Die Entscheidung, das Studiengruppen-Programm zu einer dauerhaften Fortbildungseinrichtung zu machen, ist das Resultat aus dem Engagement der Verbände innerhalb dieses Programms. Bisher haben mehr als 4 500 Fachleute an 130 Veranstaltungen in ganz Europa teilgenommen, wobei die Rückmeldungen sowohl von Ausrichtern als auch Besuchern extrem positiv waren. Daher werden die UEFA und ihre Mitgliedsverbände diesen Weg weiterverfolgen und das Programm jährlich verbessern.