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Technischer Austausch hilft Europas Fußball

Studiengruppe

Der Isländische Fußballverband (KSÍ) war Gastgeber für eine Veranstaltung innerhalb des Studiengruppen-Programms der UEFA zum Thema Frauenfußball.

Delegierte aus Österreich, den Färöer Inseln und Portugal besuchten Island
Delegierte aus Österreich, den Färöer Inseln und Portugal besuchten Island ©KSÍ

Das ehrgeizige Studiengruppen-Programm der UEFA basiert darauf, dass die europäischen Mitgliedsverbände technisches Wissen in einer ganzen Reihe von Angelegenheiten miteinander teilen – dahinter steht das gemeinsame Ziel, den Fußball auf dem ganzen Kontinent zu verbessern. Dieses Programm, das auf Initiative von UEFA-Präsident Michel Platini hin ins Leben gerufen wurde, befindet sich nun in seiner zweiten Saison und erweist sich als großer Erfolg.

Als Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit kann genannt werden, dass der Fußballverband Islands (KSÍ) die Verbände aus Österreich, den Färöer Inseln und Portugal zu einem Besuch innerhalb des Studiengruppen-Programms mit dem Fokus auf Frauenfußball eingeladen hatte. In den in ganz Europa stattfindenden Treffen geht es auch um Breitensportfußball, Trainerausbildung und Elite-Jugendfußball.

KSÍ-Repräsentanten profitierten bei diesem Treffen von kürzlich erst gemachten Erfahrungen im Frauensektor. So konnte sich Islands Frauennationalmannschaft für die UEFA-Frauen-Europameisterschaft 2009 in Finnland qualifizieren, wo sie in der Gruppenphase ein gutes Bild abgab und nur mit einem Tor Unterschied gegen den späteren Titelträger Deutschland unterlag.

Außerdem wurde die Vereinsarbeit von Breidablik und Valur Reykjavík dargestellt, so konnten die Besucher Trainingseinheiten der beiden Vereine begutachten. Auch die Weiterentwicklung von Fußballerinnen stand auf der Tagesordnung, als Katrin Jonsdottir – Islands Nationalmannschaftsspielführerin und ehemalige Jugendbetreuerin bei Breidablik – von ihren persönlichen Erfahrungen darüber berichtete, wie viel Arbeit und Hingabe notwendig sind, um als Frauenfußballerin Erfolg zu haben.

Solche Veranstaltungen werden außerdem von Mitgliedern der UEFA Kommission für Entwicklung und technische Unterstützung besucht. Ísak Mikladal vom Fußballverband der Färöer Inseln (FSF) war begeisterter Beobachter der Ereignisse in Island. "Dieses Programm macht es Menschen aus allen Verbänden möglich, ihre Kollegen in anderen Ländern erstmals zu besuchen und so eine Basis für zukünftige Zusammenarbeit zu schaffen", sagte er. "Gute Freundschaften werden sich so entwickeln, von denen der europäische Fußball profitieren wird. Wir werden in der Zukunft auf allen Stufen der technischen Entwicklung Fortschritte sehen."

Das UEFA-Studiengruppen-Programm gibt uns die Möglichkeit, unsere Erfahrungen auszutauschen und voneinander zu lernen", sagte Gudrun Inga Sivertsen, die Mitglied der UEFA-Kommission für Frauenfußball und Vorsitzende des Nationalmannschaftskomitees des KSÍ ist. "Es ist ein wertvoller technischer Austausch, der die Entwicklung im Fußball voranbringt. Hoffentlich können die teilnehmenden Ländern einige Ideen mit nach Hause nehmen und sie anwenden, um den Frauenfußball weiterzuentwickeln."

"Wir hoffen, dass Österreich, Portugal und die Färöer Inseln von dem Programm, das wir für sie zusammengestellt haben, etwas mitnehmen konnten und sie in ihren Ländern ein oder zwei gute Ideen aus Island anwenden können", fügte Siggi Eyjolfsson, Technischer Direktor des KSÍ und Cheftrainer der isländischen Frauennationalmannschaft hinzu. "Wir freuen uns außerdem, dass das UEFA-Studiengruppen-Programm die Kommunikation zwischen den Nationalverbänden verbessert und die Verbindungen zwischen uns verstärkt."

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