
Die UEFA gibt weiterhin alles, um dem Frauenfußball in ganz Europa frische Impulse zu verleihen. Dies zeigte auch jüngst der Dachverband in seinem Workshop, der vom "Knowledge & Information Sharing Scenario" (KISS) der UEFA veranstaltet wurde. Bei diesem wurden Wege gesucht, um den Frauenfußball auf ein höheres Niveau zu bringen.
Die Frauenfußballwoche bei der UEFA, in der die Viertel- und Halbfinals der UEFA Women's Champions League und die Qualifikation für die UEFA-U17- und U19-Europameisterschaft ausgelost wurden, brachte nicht nur die Repräsentanten der führenden UEFA-Verbände im Bereich Frauenfußball zusammen, sondern gab den acht Klubs, die im Viertelfinale vertreten sind, auch die Chance, über ihren Sport intensiv zu diskutieren.
Das Ziel des Workshops war klar. Der Klubfußball fungiert als Basis für die Entwicklung des Frauenfußballs in Europa, und die Delegierten debattierten, wie die Topligen der nationalen Verbände unterstützt werden können, um den Frauenfußball weiter voranzubringen. Das KISS-Programm ist ein Teil des HatTrick-Unterstützungsprogramms, mit dem die UEFA unschätzbare Unterstützung leistet, um den Verbänden zu helfen, sich auf und außerhalb des Platzes zu entwickeln.
"Es ist wichtig für die Spitzenverbände und -Klubs, sich zu treffen und Ansichten darüber auszutauschen, wie man den Frauenfußball in Europa auf das nächste Niveau heben kann", sagte Karen Espelund, Mitglied auf Einladung des UEFA-Exekutivkomitees. Dazu wurden verschiedene Maßnahmen beim Workshop vorgeschlagen, die der Qualitätserhöhung dienen; effiziente Lizenzierungsmaßnahmen und angemessene Bereitstellung von Mitteln sind nur zwei Beispiele.
So wurden minimale Anforderungen für die drei Entwicklungsstufen ausgearbeitet. Kriterien wie die Steuerung sowie Marekting- sportliche Angelegenheiten gehören zu den Dingen, die für die drei Entwicklungsstufen unterteilt werden in jene, die man haben muss und jene, bei denen es schön wäre, wenn man sie hätte. Diese drei Entwicklungsstufen sind: die führenden nationalen Verbände im Frauenfußball, die Nationen, die sich dahinter befinden und höhere Ziele anstreben, und die Nationen, deren Entwicklung sich noch ganz am Anfang befindet. Gewisse Elemente, wie es auf dem Workshop hieß, können jetzt eingeführt werden, während Ziele, die Mindestanforderungen entsprechen, bis 2016 erreicht werden sollen.
Die Herangehensweise der UEFA an den Klubfußball, der ein Schlüsselfaktor ist für UEFA für die Entwicklung des Frauenfußballs, sollte sich auf die Perspektiven der Klubs und der Ligen konzentrieren", sagte Espelund. "Die Rolle der UEFA ist es, ihre momentanen und künftigen Ausblicke mit der Strategie in Linie zu bringen, und die nationalen Verbände zu unterstützen bei der Stärkung der Klubstrukturen."
"Dieser UEFA-KISS-Workshop hat den nationalen Verbänden eine Plattform geboten, zusammen zu arbeiten und zu beginnen, einen Weg zu schaffen für die Entwicklung der Vereine in Europa", fügte sie hinzu.
Drei nationale Verbände - Deutschland, Finnland und England - machten bei diesem Ereignis Präsentationen. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) - zweifellos der führende Verband in Europa auf dem Gebiet des Frauenfußballs - sprach, neben anderen Dingen, über die Notwendigkeit, Visionen, klare Ziele und effektive Konzepte zu haben, um den Frauenfußball nach vorn zu bringen. Der Fußballverband von Finnland (SPL-FBF) zeigte, wie die Visionen und Strategien über viele Jahre den Frauenfußball zum populärsten Frauenmannschaftssport im Lande gemacht haben, in dem es 26 000 registrierte Spielerinnen und 300 Klubs gibt. Der Englische Fußballverband (FA) hob den Erfolg der FA Women's Super League bei der Entwicklung des Frauenfußballs hervor.
Das Treffen der Klubs und Verbände in Nyon wurde herzlich willkommen geheißen. "Es ist eine sehr gute Idee, Klubs und Verbände zusammen zu haben - es ist fantastisch, von anderen Ländern zu lernen, wie sie die Dinge entwickeln. Und wir in Deutschland nehmen ebenfalls eine Menge an Ideen von den anderen Ländern mit", sagte Heike Ullrich, Vorsitzende der Frauen- und Mädchenfußballabteilung des DFB. "Ich hoffe, jeder kann sehen, wie wichtig es ist, starke Klubs aufzubauen", fügte die Schwedin Susanne Erlandsson hinzu, erste Vizechefin der UEFA-Frauenfußball-Kommission. "Wen man starke Klubs hat, hat man eine gute Situation für junge Spielerinnen, die dort spielen. Ich hoffe auch, dass sich die Verbände der Wichtigkeit bewusst sind, starke Ligen und starke Klubs aufzubauen. Hier in Europa machen wir alles für die Klubs. Wir werden Klublizenzierung haben, sodass wir sicherstellen können, dass die Umgebung für die Spielerinnen, die Trainer und die Marketingleute gut in den Klubs ist - andernfalls könnten wir das nächste Niveau nicht erreichen."
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