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HatTrick II investiert in Verbände

Hattrick

Durch das ambitionierte HatTrick-Programm der UEFA ist der europäische Dachverband auch weiter in der Lage, seine 53 Mitgliedsverbände zu unterstützen. Mittlerweile läuft bereits der zweite Vier-Jahres-Zyklus.

Eine Szene aus dem Finale der UEFA EURO 2008™ zwischen Fernando Torres (Spanien) und Torsten Frings
Eine Szene aus dem Finale der UEFA EURO 2008™ zwischen Fernando Torres (Spanien) und Torsten Frings ©Getty Images

Durch das ambitionierte HatTrick-Programm der UEFA ist der europäische Dachverband auch weiter in der Lage, seine 53 Mitgliedsverbände zu unterstützen. Mittlerweile läuft bereits der zweite Vier-Jahres-Zyklus.

Gelder für Verbände
Bei ihrem vorigen Treffen - das gleichzeitig das letzte Treffen unter dem Vorsitz des ehemaligen UEFA-Vizepräsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder war - hat die HatTrick-Kommission alle 38 Projekte genehmigt und dafür fast 30 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Damit werden 60 Prozent der Gelder des HatTrick-II-Programms zwischen 2008 und 2012 an die Verbände ausgeschüttet. Unter anderem erhält jeder Verband eine Einmalzahlung in Höhe von 2,5 Millionen Euro.

EURO-Einnahmen
Die UEFA ist der Meinung, dass der Erlös aus den großen Wettbewerben wieder zurück in den Sport fließen soll. Das HatTrick-Projekt wurde Ende 2003 ins Leben gerufen und durch die Einnahmen aus der UEFA EURO 2004™ in Portugal finanziert. Als Ergebnis dieses erfolgreichen Turniers lag das ursprüngliche HatTrick-Budget bei mehr als 400 Millionen Schweizer Franken (250 Millionen Euro), mittlerweile ist es auf fast 500 Millionen Schweizer Franken angewachsen. Die zweite Phase von HatTrick läuft bis 2012, die finanziellen Mittel dafür kommen aus den Einnahmen der überaus erfolgreichen UEFA EURO 2008™ in Österreich und der Schweiz.

Solidaritätszahlungen
Die zweite HatTrick-Phase (von 2008 bis 2012) bietet finanzielle Unterstützung - inklusive der Einmalzahlung von bis zu 2,5 Millionen Euro pro Verband - sowie die jährlichen Solidaritätszahlungen, die bis zu 1,3 Millionen Euro betragen können. Über den Zeitraum von vier Jahren kann jeder nationale Verband um finanzielle Unterstützung zur Verbesserung der Infrastrukturen bitten (dazu gehören unter anderem der Bau von Stadien, Bau/Renovierung von Trainingszentren und Verbandsstützpunkten sowie Breitenfußball-/Sozialprojekte).

Beispiel Griechenland
Die Projekte, die beim letzten Treffen der HatTrick-Kommission genehmigt wurden, betreffen größtenteils nationale Trainingszentren, den Bau von Kunstrasen- und Rasenplätzen sowie die Renovierung von Stadien. Es gibt einige beeindruckende Projekte, wie etwa aus dem IT-Bereich. Zum Beispiel hat der griechische Fußballverband (EPO) einen medizinischen Plan aufgestellt, nach dem mehr als 250 000 Spieler und Trainer aus verschiedenen Regionen und Inseln über ein vom EPO entwickeltes Intranet-Programm regelmäßig untersucht werden. Die UEFA trägt 7,3 Prozent der Kosten dieses Projekts (eine Million Euro). Die restlichen finanziellen Mittel werden von den Klubs und dem griechischen Verband zur Verfügung gestellt.

Frauen-EM
Im Hinblick auf die UEFA-Europameisterschaft für Frauen, die in diesem Sommer in Finnland stattfinden wird, errichtet der finnische Fußballverband in den Städten Helsinki, Lahti, Tampere und Turku Mini-Spielfelder. Damit soll die Stimmung rund um die Endrunde zusätzlich angeheizt werden. Die UEFA wird 50 Prozent der Kosten übernehmen.

Breitenfußball
In Georgien versucht das Breitenfußball-Projekt, Kindern dieses Spiel über verschiedene Wege zugänglich zu machen. 27 Fußball-Schulen werden unterstützt, ebenso ein Schulfußball-Turnier, an dem 2 000 staatliche Schulen teilnehmen - das sind 80 Prozent der georgischen Schulen; außerdem gibt es Hilfe für das Fußball-Festival von Tiflis im Lokomotiv-Stadion, das in Kooperation mit dem regionalen Fußballverband organisiert wird. Die UEFA wird 74 Prozent der Kosten für dieses Projekt tragen.

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