Die offizielle Website des europäischen Fußballs
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HatTrick

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Das erfolgreiche UEFA-HatTrick-Programm hat auf den Fußball einen positiven Einfluss – es stärkt die Wurzeln des Sports auf dem gesamten Kontinent, indem es die europäischen Nationalverbände unterstützt.

Wie der Name schon vermuten lässt, ist das Programm auf drei Säulen aufgebaut: Investment-Plan, Erziehung (jetzt das KISS-Projekt) und finanzielle Unterstützung. Oberste Prämisse ist es, Einnahmen aus den wichtigsten UEFA-Wettbewerben dem Sport zurückzuführen und die nationalen Verbände dazu zu ermutigen, ihre Infrastrukturen zu verbessern und den Fußball damit weiterzuentwickeln.

Der Anfang
Das HatTrick-Programm wurde Ende 2003 ins Leben gerufen, um das Motto des Europäischen Verbands - "Wir kümmern uns um den Fußball" - in die Tat umzusetzen.

Mit den Einnahmen der UEFA EURO 2004 betrug der Etat des HatTrick-Programms für die ersten vier Jahre zunächst knapp über 400 Millionen Schweizer Franken (250 Millionen Euro). Diese Summe wurde anschließend auf über 330 Millionen Euro angehoben und durch die Einnahmen aus der UEFA EURO 2008 um weitere 40 Prozent gesteigert. 

HatTrick startete 2004 mit einer Einmalzahlung pro Verband von 1,66 Millionen Euro plus jährlichen Solidaritätsbeiträgen in Höhe von 667.000 Euro. Der Vierjahresplan sah vor, dass Verbände um finanzielle Unterstützung ersuchen konnten, um Bereiche wie Stadionbau, Errichtung/Erneuerung von Trainingszentren, Bau von Verbandszentralen sowie Breitenfußball- und Sozialprojekte zu finanzieren.

Der Etat für die zweite Vierjahresperiode (2008–12) ist auf fast 500 Millionen Schweizer Franken angehoben worden. In diesem Zeitraum des HatTrick-II-Projekts kann jeder Nationalverband bis zu 1,3 Millionen Euro an Solidaritätszahlungen erhalten – 500.000 Euro für die Deckung laufender Kosten und 800.000 Euro als Entwicklungs- und Anschubfinanzierung.

Das Vorhaben muss eines der folgenden Merkmale aufweisen:
• Verbesserung der Verbandsführung 
• Teilnahme an der UEFA-Breitenfußball-Charta, der UEFA-Trainingskonvention und an Jugend-Turnieren für Jungen und Mädchen
• Entwicklung des Futsals
• Einführung des UEFA-Klublizenzierungssystems

Die Verbände können während des Vierjahreszyklus' 2,5 Millionen Euro für Investment-Projekte erhalten. 20 Prozent davon müssen für Sozial- oder Breitenfußball-Projekte verwendet werden.

Kleinfelder
Als Teil des ursprünglichen Programms initiierte die UEFA ein Kleinfeld-Projekt zum Anlass des Goldenen Jubiläums 2004. Sie finanzierte jedem Verband damit ein Muster-Fußballfeld. Jedes UEFA-Mitglied erhielt bis zu 650.000 Euro, um damit so viele Kleinfelder wie möglich zu bauen. Damit wurde den Menschen die Möglichkeit gegeben, in einer sicheren Umgebung "Straßenfußball" zu spielen. Das Konzept war so erfolgreich, dass es über die ursprüngliche Vierjahres-Periode hinaus fortgesetzt wurde.

• In vier Jahren wurden im Schnitt 40 Kleinfelder pro Nationalverband gebaut. Das höchste befindet sich in Andorra auf 2100 Metern Höhe, das nördlichste steht auf der Svalbard-Halbinsel auf halber Strecke zwischen Norwegen und dem Nordpol. 
• In Slowenien wurden über 40 Prozent der HatTrick-Unterstützung für den Bau von 40 Kleinfeldern ausgegeben. Lokale Gemeinden steuerten mehr als 50 Prozent dazu bei.
• In Deutschland wurden mit Hilfe von 3,6 Millionen Euro an HatTrick-Geldern und einer beträchtlichen Unterstützung eines Sponsors 1000 20x13-Meter große Kleinfelder errichtet. Neben ihrer Bestimmung für den Sport, werden sie auch dazu genutzt, die Integration von Migranten-Kindern und die Beweglichkeit der Jugendlichen zu verbessern. 

Wissensvermittlung
Ein weiterer wichtiger Eckpfeiler der HatTrick-Aktivitäten ist das Projekt "Knowledge and Information-Sharing Scenario" (KISS). Ziel ist es, für mehr Professionalität in den Verbänden zu sorgen, was die Schlüsselbereiche TV- und Internet-Rechte, die Bewerbung von Events, die Medienarbeit, Sicherheit und Ticketing anbelangt.

Beim UEFA-Kongress 2009 in Kopenhagen wurde bekannt, dass das Angebot der HatTrick-Aktivitäten breiter ist als je zuvor.

Zusammenfassung
• HatTrick startete 2004, um den europäischen Fußball weiterzuentwickeln und den Nationalverbänden zu helfen, ihre Infrastrukturen auf und abseits des Rasens zu verbessern.
• Das HatTrick-Programm wird aus Einnahmen der UEFA EURO 2008 zunächst bis 2012 fortgesetzt
• Jeder Verband erhält maximal 1,3 Millionen Euro im Jahr.
• Verbände können außerdem Subventionen von bis zu 2,5 Millionen Euro für ein singuläres Investment-Projekt bekommen.

Von 2012 an mehr Mittel
Im Dezember 2010 hat das UEFA-Exekutivkomitee einer Erhöhung der Solidaritätszahlungen an die 53 Nationalverbände durch das HatTrick-Programm zugestimmt.

Unter dem neuen HatTrick-III-Programm, das von 2012 bis 2016 laufen wird, erhält jeder Nationalverband drei Millionen Euro als Teil der Investitionen des Gesamtprogramms und dann weitere 1,5 Millionen Euro pro Jahr über vier Jahre als Solidaritätszahlungen, die an bestimmte Verpflichtungen gebunden sind – etwa die Realisierung des Klublizenzierungsprogramms, die Teilnahme an den kleineren Wettbewerben und die Mitgliedschaft in der UEFA-Trainer-Konvention und der UEFA-Breitenfußball-Charta. Folglich beträgt die Gesamtsumme, die per HatTrick III an die Nationalverbände geht, neun Millionen Euro, was eine Steigerung von über 15 Prozent im Vergleich zu HatTrick II ist.

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