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Trainerberuf im Fokus

Veröffentlicht: Dienstag, 15. April 2008, 9.00MEZ
Beim 17. UEFA-Kurs für Trainerausbilder wurde deutlich gemacht, dass der Beruf des Trainers größere Anerkennung braucht.
Trainerberuf im Fokus
Paul Gludovatz beschäftigt sich mit Tempo und Rhytmus während des Spiels ©Sportsfile
Veröffentlicht: Dienstag, 15. April 2008, 9.00MEZ

Trainerberuf im Fokus

Beim 17. UEFA-Kurs für Trainerausbilder wurde deutlich gemacht, dass der Beruf des Trainers größere Anerkennung braucht.

Beim 17. UEFA-Kurs für Trainerausbilder in Portugal stand die wichtige Arbeit der Experten im Vordergrund, die für die Ausbildung von Fußballtrainern sorgen - außerdem wurde deutlich gemacht, dass der Beruf des Trainers größere Anerkennung braucht.

Beitrag zur Entwicklung
"Sie tragen Ihren Teil zur Entwicklung des Spiels und der einzelnen Trainer bei - egal, ob Sie mit U12-Mannschaften, Junioren-Auswahlteams, Amateuren oder als einer von wenigen mit Profis arbeiten", sagte Andy Roxburgh, der technische Direktor der UEFA, am Ende der Veranstaltung in Cascais nahe der portugiesischen Hauptstadt Lissabon. "Außerdem tragen Sie Ihren Teil zur Entwicklung des Trainerberufs bei - denn in einigen Gebieten wird dieser nicht als richtiger Beruf angesehen."

Beruf des Trainers
Er fügte hinzu: "Ich denke, es gehört zu Ihrem Job und zum Job Ihrer Kollegen aus dem Profibereich, dass Sie sich dafür einsetzen, damit dieser Beruf das gleiche Ansehen erhält wie der Beruf des Lehrers oder Arztes, denn Sie bieten ein professionelles Training, Sie benötigen eine Ausbildung und Qualifikationen und haben Vorgaben, die Sie erfüllen müssen."

Diskussion und Resonanz
Die Resonanz der Teilnehmer an den UEFA-Kursen für Fußballentwicklung hilft dem europäischen Dachverband, wichtige Informationen für alle Bereiche des Fußballs in Europa zu bekommen. Die Trainerausbilder setzten sich in Portugal zu Diskussionsgruppen zusammen, um eine Reihe von offenen Fragen zu besprechen - wie etwa die Probleme, die Trainerausbilder heute haben, Innovationen in diesem Sektor und spezielle Programme für Trainerausbilder innerhalb der Verbände.

Wichtige Arbeit
Die Trainerausbilder betonten unter anderem, dass Schwierigkeiten bei der Anwerbung und fehlende Fachliteratur für die Ausbildung von Trainern große Probleme in diesem Bereich sind. Gleichzeitig stellten sie aber auch die Bedeutung ihrer Arbeit in den Vordergrund, wie etwa im Bereich des Breitenfußballs, der als Werkzeug im Kampf gegen Übergewicht und andere soziale Probleme dient. Dazu überwachen sie die Entwicklung von jungen Trainern, damit auch die nächste Generation auf dem bestmöglichen Niveau ist. Außerdem nutzen sie moderne Technologien, wie etwa das Internet, um ihre Trainings- und Ausbildungsmethoden zu verbessern.

Auf dem neuesten Stand
"Neben der Ausbildung der nächsten Trainergeneration ist es eine weitere entscheidende Aufgabe der Trainerausbilder, die aktuelle Generation immer auf dem neuesten Stand zu halten", meinte Roxburgh bei der Konferenz. Trainerausbilder müssen immer die neuesten Trends kennen und darauf achten, wie sich das Spiel im Bereich Geschwindigkeit und Taktik entwickelt. Dazu müssen sie neue Technologien anwenden, nach neuen Lehrmethoden suchen und innovative Wege finden, um das Beste aus ihren Trainer-Schülern herauszuholen.

Trainingseinheiten
In den drei Tagen in Lissabon stand auch die praktische Arbeit auf der Agenda. Bei einer Einheit mit Jorge Castelo, dem Trainerausbilder des Portugiesischen Fußballverbandes (FPF), und Rui Jorge, dem Trainer von CF Os Belenenses, lag das Hauptaugenmerk auf dem Technik-Training. Paul Gludovatz, der beim Österreichischen Fußball-Bund verantwortlich für die Trainerausbildung ist, untersuchte die Veränderungen beim Tempo und Rhythmus während eines Spiels.

Mittel und Inhalt
Am Nachmittag standen die Mittel und der Inhalt der Trainerausbildung auf dem Programm. Nico Romeijn, der Trainerausbilder des Niederländischen Fußballverbandes, betrachtete Bewertungskonzepte, Peter Rudbaek, der Technische Direktor des Dänischen Fußballverbandes, untersuchte den Aufbau von Auffrischungskursen, und Takeshi Ono, der Chef der Abteilung Trainerausbildung im Japanischen Fußballverband, erörterte Beispiele, wie junge Trainer in Japan gefördert werden. "Die Arbeit bei diesem Kurs hat uns für unsere Arbeit in Portugal ermutigt", sagte Gilberto Madaíl, der FPF-Präsident und Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees ist, zum Abschluss. "Gute Trainer und qualifizierte Ausbilder werden dem Fußball in Portugal dabei helfen, in Europa einen Schritt nach vorne zu machen."

Letzte Aktualisierung: 19.04.12 6.36MEZ

http://de.uefa.com/uefa/footballfirst/footballdevelopment/coachingeducation/news/newsid=684377.html#trainerberuf+fokus

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