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Dialog zahlt sich aus

Veröffentlicht: Mittwoch, 26. September 2012, 14.29MEZ
Trainer, Spieler und Schiedsrichter haben ihren Beitrag zum Erfolg der UEFA EURO 2012 geleistet - das war ein Thema bei der UEFA-Konferenz für europäische Nationaltrainer in Warschau.
Dialog zahlt sich aus
Die Teilnehmer der UEFA-Konferenz für europäische Nationaltrainer in Warschau ©UEFA
Veröffentlicht: Mittwoch, 26. September 2012, 14.29MEZ

Dialog zahlt sich aus

Trainer, Spieler und Schiedsrichter haben ihren Beitrag zum Erfolg der UEFA EURO 2012 geleistet - das war ein Thema bei der UEFA-Konferenz für europäische Nationaltrainer in Warschau.

Trainer, Spieler und Schiedsrichter haben durch ihre positive Herangehensweise ihren Beitrag zum Erfolg der UEFA EURO 2012 geleistet – ein weiteres Thema bei der UEFA-Konferenz für europäische Nationaltrainer in Warschau war der Einfluss der zusätzlichen Schiedsrichter-Assistenten in Polen und der Ukraine auf das Gelingen der Endrunde.

Der oberste Schiedsrichter-Verantwortliche der UEFA, Pierluigi Collina, erklärte den anwesenden Nationaltrainern und Technischen Direktoren der UEFA-Mitgliedsverbände, dass die verstärkte Kommunikation zwischen den Spielern und der UEFA-Schiedsrichterkommission im Vorfeld der EURO ein wesentlicher Bestandteil dafür war, dass der Fußball bei der Endrunde in ausgesprochen positivem Licht erschienen ist. "Das, was wir vor der EURO getan haben, hat die Zusammenarbeit zwischen Spielern, Trainern und Schiedsrichtern verbessert", sagte er.

Das Verhalten von Spielern und Trainern gegenüber den Spiel-Offiziellen war generell sehr positiv. "Wir haben versucht, sicherzustellen, dass alle dieselbe Sprache sprechen – die Ergebnisse waren offensichtlich, Fairplay war dabei ein Schlüsselfaktor", fügte Collina hinzu. Die Tatsache, dass es 20 Prozent weniger Fouls gab als bei der UEFA EURO 2008 unterstreicht diese veränderte Verhaltensweise.

Der ehemalige italienische Spitzenschiedsrichter betonte auch, dass der Einsatz von zusätzlichen Schiedsrichter-Assistenten bei der UEFA EURO 2012 – damals noch Teil eines vom International Football Association Board (IFAB) abgesegneten Experiments – sich als sehr wichtig erwiesen habe. "Sie waren bei der EURO ein großer Erfolg", sagte Collina. "Die zusätzlichen Schiedsrichter-Assistenten haben den Schiedsrichter bei seiner schwierigen Aufgabe unterstützt." Es gab bei der Endrunde besser Einschätzungen von Zwischenfällen im Strafraum, vor allem hinsichtlich solcher Vergehen wie Ziehen oder Stoßen. Im Anschluss an die EURO hat ja das IFAB, der oberste Regelhüter des Fußballs, den Einsatz von zusätzlichen Schiedsrichter-Assistenten dauerhaft genehmigt, so dass sie auch in den kommenden Europapokalspielzeiten zum Einsatz kommen werden.

Collina erläuterte den Anwesenden auch, dass man weiterhin hart daran arbeiten werde, das Niveau der Schiedsrichter zu steigern, die UEFA werde auch weiterhin alles Erdenkliche tun, um die Spiel-Offiziellen physisch und technisch auf den neuesten Stand zu bringen. Der Schiedsrichter von heute, so Collina, müsse zu 100 Prozent fit sein, um der Intensität eines Fußballspiels gerecht werden zu können, zudem lege man großen Wert darauf, dass die Unparteiischen auch taktisch stets auf dem neuesten Stand seien und genau wüssten, wie die Mannschaften spielen. "Die Vorbereitung ist entscheidend", betonte er.

Die Trainer der vier EURO-Halbfinalisten – Vicente del Bosque (Spanien), Joachim Löw (Deutschland), Cesare Prandelli (Italien) und Paulo Bento (Portugal) stellten sich anschließend den Fragen der Workshop-Teilnehmer und erklärten, wie sie den Erfolg ihrer Teams begründeten – die Faktoren reichten vom Setzen auf die nationale Spielkultur und einem verbesserten Selbstvertrauen bis hin zur Vermittlung klarer Ziele und dem Nutzen einer langfristigen Fußball-Entwicklung im jeweiligen Land.

Vier erfolgreiche Trainer – Fabio Capello, Jerzy Engel, Gérard Houllier und Lars Lagerbäck – waren während der UEFA EURO 2012 Teil des Technischen Teams der UEFA. Sie erläuterten den Delegierten ihre Beobachtungen während des Turniers. Das Quartett lobte die Qualität des gezeigten Fußballs, die nahezu perfekte Organisation und die großartige Stimmung in beiden Ländern sowie die offensive Herangehensweise der Teams. Besondere Erwähnung fand auch der unstillbare Siegeshunger der Spanier nach ihren Triumphen von 2008 und 2010 sowie die friedlichen Fans und das gezeigte Fairplay.

Letzte Aktualisierung: 27.09.12 12.00MEZ

http://de.uefa.com/uefa/footballfirst/footballdevelopment/coachingeducation/news/newsid=1867158.html#dialog+zahlt+sich

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