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Technischer Bericht der UEFA Champions League veröffentlicht

Veröffentlicht: Montag, 17. September 2012, 9.33MEZ
Trends, Gesprächsthemen und Statistiken ergeben den Technischen Bericht der UEFA Champions League 2011/12 - eine faszinierende Lektüre für Trainer wie auch die Fans.
von Mark Chaplin
aus Nyon
Technischer Bericht der UEFA Champions League veröffentlicht
Chelseas Didier Drogba köpft im Endspiel gegen die Bayern den Ausgleich ©Getty Images
Veröffentlicht: Montag, 17. September 2012, 9.33MEZ

Technischer Bericht der UEFA Champions League veröffentlicht

Trends, Gesprächsthemen und Statistiken ergeben den Technischen Bericht der UEFA Champions League 2011/12 - eine faszinierende Lektüre für Trainer wie auch die Fans.

Taktische Trends und die Spieler sowie Trainer, die letzte Saison in der UEFA Champions League für die Höhepunkte sorgten, stehen im Technischen Bericht der UEFA Champions League 2011/12 im Mittelpunkt.

Der Bericht wirft einen Blick auf die denkwürdigen Momente und Schlüsselereignisse der Königsklasse durch die Augen der Technischen Beobachter der UEFA: Andy Roxburgh (Technischer Direktor der UEFA), der durch die erfahrenen Trainer Massimiliano Allegri, Fabio Capello, Roy Hodgson, Gérard Houllier, György Mezey, Holger Osieck, Thomas Schaaf, Jozef Venglos und Howard Wilkinson unterstützt wird.

"Der vorliegende Bericht gibt einen Rückblick auf die UEFA Champions League 2011/12, die 20. Ausgabe des Wettbewerbs. Neben statistischen Daten, die ihn zu einem wertvollen Referenzwerk machen, enthält der Bericht Analysen, Überlegungen und

Diskussionspunkte, die den Trainern Denkanstöße liefern sollen. Die Hervorhebung von Trends an der Spitze des Profifußballs soll auch den auf der Entwicklungsebene tätigen Trainern Informationen vermitteln, die ihnen bei der Ausbildung der UEFA-Champions-League-Stars von morgen nützlich sein könnten", heißt es.

Der Bericht betont, dass mentale Stärke auf dem höchsten Level ein immer wichtigerer Faktor wird. "Schnelle Bewegungsabläufe und hohes Spieltempo sind wichtig", steht dort, "doch spielt sich das hohe Tempo größtenteils im Kopf ab – gerade in der UEFA Champions League. Neben einer schnellen Auffassungsgabe sind natürlich auch physische Schnelligkeit und mentale Belastbarkeit vonnöten. In großen Spielen braucht man große Spieler, die ihre Emotionen im Griff haben."

"Die Saison 2011/12 hat gezeigt, dass eine überdurchschnittliche mentale Stärke eine Grundvoraussetzung ist. Die Spieler müssen mit Druck und brenzligen Spielsituationen jeglicher Art umgehen können. Für den Trainer besteht die Herausforderung darin, seinen Spielern die nötige Siegermentalität einzuimpfen und sie auf alle Unwägbarkeiten eines Wettkampfs auf höchstem Niveau einzustellen. Chelsea, der Champion von 2012, hat auf eindrucksvolle Weise gezeigt, was Kampfgeist und mentale Stärke ausmachen können."

Es gibt jede Menge Lob für Chelsea FC, den Sieger der Saison 2011/12, und ihren Trainer Roberto Di Matteo. "Auf europäischer Bühne kam Di Matteos italienische Herkunft im Spielstil des FC Chelsea zum Ausdruck. Es war zwar kein eigentliches Catenaccio, aber es ging in diese Richtung. Wie José Mourinhos Taktik mit Inter Mailand 2010 fußte auch seine Formel für den Sieg auf einer soliden Defensive, Konterfußball und Standardsituationen."

Insgesamt wurde in der letzten Saison der UEFA Champions League 345 Tore erzielt - zehn weniger, als 2010/11, aber 25 mehr als 2009/10. Rund 78 Prozent wurden aus dem laufenden Spiel heraus erzielt. Es gab etwas weniger Treffer nach Spielzügen und Pässen in die Gasse. Flanken und ihre Verwertung sowie öffnende Pässe führten zu den meisten Torchancen. Für die dritte Saison in Folge gab es einen Anstieg für Tore, die von der Grundlinie aus zurückgelegt und dann von einem Mitspieler eingeschossen wurden - oft als Resultat aus effektivem Flügelspiel.

Tore aus Standardsituation gingen gering zurück, auf 76 in der Saison 2011/12 gegenüber 82 in den letzten beiden Spielzeiten. Beachtlich ist auch, dass es 2009/10 noch 14 Elfmetertore gab, 2011/12 dagegen 28. "Diese Entwicklung fiel zusammen mit der Einführung zusätzlicher Schiedsrichterassistenten an jedem Tor, was durchaus gewisse Auswirkungen auf diesbezügliche Schiedsrichterentscheidungen gehabt haben könnte", heißt es im Bericht. Eckbälle waren generell eher uneffektiv, durchschnittlich waren 46 Ecken notwendig, um ein Tor zu erzielen. Im Endspiel hatte der FC Bayern München 20 Ecken und konnte daraus kein Kapital schlagen.

Der Bericht sieht auf dem höchsten Level ein "Duell" zwischen positivem Spiel auf Ballhalten und außerordentlichen Kombinationen - wie etwa beim FC Barcelona - und Philosophien, die eher auf "Eindämmen und Kontern" aus sind. "Der FC Internazionale Milano vor zwei Jahren und der Chelsea FC in der vergangenen Saison haben gezeigt, dass neben ballbesitzorientiertem Spiel auch andere Philosophien zum Erfolg führen können."

Außerdem finden sich im Bericht zahllose weitere Statistiken, die Mannschaft der UEFA Champions League 2011/12 der Technischen Beobachter und die besten Tore der Saison. Den Technischen Bericht der UEFA Champions League 2011/12 muss man als Trainer und Fußballverrückter einfach gelesen haben.

Letzte Aktualisierung: 18.09.12 9.14MEZ

http://de.uefa.com/uefa/footballfirst/footballdevelopment/coachingeducation/news/newsid=1859888.html#technischer+bericht+uefa+champions+league+veroffentlicht

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