

Miroslav Pelta, der neue Präsident des Fußballverbandes der Tschechischen Republik (FAČR), hat heute das Haus des Europäischen Fußballs in Nyon besucht.
Pelta, der im November zum FAČR-Präsidenten gewählt worden war, unterhielt sich mit UEFA-Präsident Michel Platini und weiteren führenden UEFA-Offiziellen. Die Gespräche konzentrierten sich vor allem auf die Entwicklung des Fußballs in der Tschechischen Republik und die Unterstützung seitens der UEFA durch ihr HatTrick-Hilfsprogramm.
Die Tschechische Republik hat sich seit der einvernehmlichen Trennung von der Slowakei einen exzellenten Ruf erarbeitet. Die Nationalmannschaft war bei der EURO '96 in England Zweiter und gewann die UEFA-U21-Europameisterschaft 2002 in der Schweiz. Viele ausgezeichnete Spieler - darunter Pavel Nedvěd, Karel Poborský, Petr Čech, Milan Baroš und Jan Koller - haben ihre Spuren im fußballerischen Ausland hinterlassen und den sportlichen Status des Landes aufgewertet.
Im Sommer haben die tschechischen Fans eine weitere Gelegenheit, ihre Nationalmannschaft zu feiern, wenn es bei der UEFA EURO 2012 in Polen und der Ukraine einmal mehr um den europäischen Thron geht. Eine neue Generation von Spielern hat in einer schweren Qualifikationsgruppe hinter Titelverteidiger Spanien Platz zwei erreicht und in den Play-offs Montenegro mit einem Gesamtergebnis von 3:0 ausgeschaltet.
Deshalb war es für Pelta der ideale Moment, das Haus des europäischen Fußballs zu besuchen. "Die Tschechische Republik ist ein Land, das es genießt, Teil dieser Fußballfamilie zu sein, und ich bin sehr glücklich, dass ich die Einladung annehmen konnte", erklärte er gegenüber UEFA.com. "In der Tschechischen Republik herrscht eine sehr gute Atmosphäre, weil wir uns für die EURO qualifiziert haben, und wir sind sehr zufrieden über die gute Arbeit, die wir zusammen mit der UEFA geleistet haben."
Pelta glaubt, dass das HatTrick-Programm ein fantastisches Beispiel für das Solidaritätsprinzip innerhalb des europäischen Fußballs ist. "Wir haben über die weiteren Möglichkeiten bezüglich der Zusammenarbeit des Verbandes und der UEFA innerhalb des HatTrick-Programms gesprochen", fügte er hinzu. "Wir haben einen neuen Sitz und werden mit der Hilfe der UEFA ein neues Trainingszentrum bauen - diese Hilfe ist für das Bestehen des tschechischen Fußballs extrem wichtig."
Pelta und der Verband sind wildentschlossen, dass die Tschechische Republik ihren Entwicklungsprozess fortsetzen und auch in Zukunft hervorragende Spieler herausbringen wird. "Wir werden noch mehr Akzente auf die Jugendarbeit setzen", versprach er. "Wir haben eine großen Konkurrenz, was andere Sportarten in der Tschechischen Republik anbetrifft, zum Beispiel Eishockey, und wir brauchen die Unterstützung der Schulen - und wir brauchen die Kinder, die Fußball auf ihren Computern spielen, aber nicht auf dem Feld!"
"Wir haben gute Jugendmannschaften, die U19 hat [2011] das Endspiel der Europameisterschaft erreicht, aber jetzt muss sich eine neue Generation durchsetzen. Es ist sehr wichtig, dass wir aus sportlicher und aus finanzieller Sicht regelmäßig EURO- und FIFA-Weltmeisterschaftsendrunden erreichen." Die letzte EM-Qualifikation war schon mal ein guter Anfang. "Die Qualifikation war nicht so leicht", sagte Pelta, "aber wir haben uns über die Play-offs durchgesetzt, und ich denke, dass das Team jetzt einen neuen Elan hat."
Zusätzlich hat die Tschechische Republik in dieser Saison auch auf Klubebene glänzen können. "In der UEFA Champions League gab es einen wichtigen Moment für den tschechischen Klubfußball", erklärte der FAČR-Präsident. "Bis jetzt waren immer nur [AC] Sparta [Praha] und [SK] Slavia [Praha] in der Champions League vertreten - und dieses Mal war mit dem FC Viktoria Plzeň ein anderes Team dabei. Sie haben sich wacker geschlagen. Sie haben sich für die UEFA Europa League qualifiziert und spielen jetzt gegen den FC Schalke 04. Dieses Beispiel verdeutlicht, dass es auch andere Klubs in die UEFA Champions League schaffen können."
Pelta hat wie die komplette Gemeinde des tschechischen Fußballs große Hoffnungen auf eine rosige Zukunft. "Es ist mein Wusch, dass der tschechische Fußball in Zukunft weitere Erfolge feiern kann und mehr Zuschauer in die Stadien strömen. Ich hoffe auch, dass der komplette europäische Fußball in Zukunft glücklich sein wird - die UEFA-Familie ist eine gute Familie."
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