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Gute Neuigkeiten aus Brüssel

Veröffentlicht: Montag, 26. April 2010, 15.03MEZ
Dialogbereitschaft und ein größeres gegenseitiges Verständnis definiere heute die Beziehungen zwischen UEFA und der Europäischen Union, erklärte UEFA-Präsident Michel Platini in uefadirect.

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Veröffentlicht: Montag, 26. April 2010, 15.03MEZ

Gute Neuigkeiten aus Brüssel

Dialogbereitschaft und ein größeres gegenseitiges Verständnis definiere heute die Beziehungen zwischen UEFA und der Europäischen Union, erklärte UEFA-Präsident Michel Platini in uefadirect.

UEFA-Präsident Michel Platini hat die Dialogbereitschaft und das gute Klima gelobt, das inzwischen die Beziehungen zwischen der UEFA und der Europäischen Union prägt.

In der jüngsten Ausgabe der offiziellen UEFA-Publikation uefadirect beschreibt Michel Platini, wie gegenseitige Missverständnisse - kulminierend im Bosman-Urteil von 1995 -  abgelöst wurden durch eine neue Atmosphäre, die von dem Bewusstsein getragen wird, dass eine konfrontative Haltung beiden Seiten nur schade.

"Der Beginn der Beziehungen zwischen der UEFA und der Europäischen
Union (EU) bzw. zuvor der Europäischen Gemeinschaft (EG) verlief holprig", schreibt der UEFA-Präsident. "Die eine Seite hielt die Sportorganisation für arrogant und verdächtigte diese, sich unter dem Vorwand einer vermeintlichen 'Besonderheit' dem Gemeinschaftsrecht entziehen zu wollen, wobei diese Besonderheit für Aussenstehende umso weniger offensichtlich war, als die Sportwelt selten genug mit einer Stimme sprach. Vielmehr vertrat sie je nachdem, ob es sich um Klubs, Ligen, Nationalverbände oder Spieler handelte, häufig unterschiedliche Meinungen."

"Die UEFA auf der anderen Seite, war irritiert über die ständig wachsende Einmischung der europäischen Institutionen in die Angelegenheiten des Fußballs, die dieser eigenständig und nach bewährten Grundsätzen zu regeln gewohnt war", schrieb der UEFA-Präsident. "Bedauert wurde auch die Tatsache, dass der Sport wie jede andere wirtschaftliche Tätigkeit behandelt wurde, wo doch der Profibereich lediglich die Spitze einer Pyramide bildete, deren einzelne Elemente nicht voneinander zu trennen sind."

Im Dezember 1995 verkündete der Europäische Gerichtshof das so genannte Bosman-Urteil - benannt nach dem belgischen Fußballprofi Jean-Marc Bosman - , das laut Michel Platini "das System der Transferentschädigungen kippte und jegliche Beschränkung aufgrund der Nationalität von Spielern innerhalb der EU untersagte".

Der UEFA-Präsident schreibt weiter, dass die politischen Entscheidungsträger in Europa und der Fußball jedoch nach dem Bosman-Urteil ihre Positionen verändert hätten. "Der Fußball hat seither seine Überzeugungen nicht aufgegeben. Er hat jedoch eingesehen, dass er in einem Kräftemessen nichts zu gewinnen hätte und dass die Lösung nur im Dialog und in einem besseren gegenseitigen Verständnis liegen kann."

"Die Europäische Union ist ihrerseits zum selben Schluss gekommen und hat erkannt, dass der Fußball und der Sport im Allgemeinen nicht nur aus dem Profibereich bestehen, sondern auch eine wichtige soziale Funktion erfüllen und insbesondere in Sachen Integration eine bedeutende Rolle spielen können."

Nun, so Michel Platini weiter, herrsche ein ganz anderes Klima zwischen dem Fußball und der EU. "Dieses freundlichere Klima hat bereits Früchte getragen und die Anerkennung der Besonderheit des Sports im Vertrag von Lissabon bildet mit Sicherheit einen wesentlichen Meilenstein in der Geschichte der Beziehungen zwischen der Europäischen Union und den Sportverbänden."

"Ein weiteres sehr positives Signal kommt aus Luxemburg, wo der Europäische Gerichtshof zum einen Ausbildungsentschädigungen für Vereine, die einen Nachwuchsspieler am Ende seiner Ausbildung an einen anderen Klub verlieren, für legitim erklärt und zum anderen entschieden hat, dass die Höhe der Entschädigung anhand der Gesamtausbildungskosten des Klubs und nicht anhand der Kosten für den betreffenden Spieler zu berechnen sei."

Die Europäische Kommission hat zudem die UEFA gebeten, den Europäischen Pavillon bei der Weltausstellung im Mai 2010 in Schanghai mitzugestalten. "Diese Einladung kommt einer Anerkennung der gesellschaftlichen Rolle des Fußballs gleich, auf die wir nur stolz sein können", schloss der UEFA-Präsident.

Letzte Aktualisierung: 19.04.12 3.22MEZ

http://de.uefa.com/uefa/aboutuefa/organisation/president/news/newsid=1481368.html#gute+neuigkeiten+brussel

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