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Michel Platini unterstreicht Schlüsselwerte der UEFA

Veröffentlicht: Mittwoch, 14. April 2010, 14.09MEZ
Die Anerkennung der besonderen Natur des Sports, finanzielles Fair Play und der Schutz jugendlicher Fußballer - das waren nur einige der Themen, die UEFA-Präsident Michel Platini in seiner Rede vor dem Ausschuss der Regionen in Brüssel ansprach.
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Veröffentlicht: Mittwoch, 14. April 2010, 14.09MEZ

Michel Platini unterstreicht Schlüsselwerte der UEFA

Die Anerkennung der besonderen Natur des Sports, finanzielles Fair Play und der Schutz jugendlicher Fußballer - das waren nur einige der Themen, die UEFA-Präsident Michel Platini in seiner Rede vor dem Ausschuss der Regionen in Brüssel ansprach.

Die Anerkennung der besonderen Natur des Sports, die Wahrung des europäischen Sportmodells, finanzielles Fair Play, der Kampf gegen Spielmanipulationen und der Schutz jugendlicher Fußballer - das waren nur einige der Schlüssel-Themen, die UEFA-Präsident Michel Platini am Mittwoch in seiner Rede vor dem Ausschuss der Regionen (CoR) in Brüssel ansprach.

Zudem unterstrich der UEFA-Präsident die ungeheure Popularität und wichtige Rolle als soziales Bindeglied des Fußballs, der über die einzigartige Macht verfügt, Grenzen niederzureißen und Menschen zusammenzuführen.

Der CoR ist die Versammlung der Regional- und Kommunalvertreter der Europäischen Union. In seiner Ansprache hob Michel Platini die Notwendigkeit einer Anerkennung der besonderen Rolle des Sports und der Autonomie der Sportverbände hervor. "Nur autonome Verbände können der Sportbewegung die Freiheit garantieren, die sie im Verhältnis zu politischen Organen benötigt", sagte er.

"Die europäische Sportbewegung ist um nationale Verbände herum aufgebaut, die gemeinsam ihre europäischen Vertreter wählen. Als Präsident der UEFA repräsentiere ich 53 Nationalverbände, die sich selbst in regionale und lokale Kommissionen und Verbände gegliedert haben. Die europäischen Institutionen müssen sich vordringlich und uneingeschränkt zu einem Dialog mit den demokratisch gewählten Sportverbänden Europas bereit erklären."

Der UEFA-Präsident betonte seine Unterstützung für das europäische Sportmodell - "weil es perfekt auf unser modernes Europa abgestimmt ist". Platini verglich das Modell mit einer Pyramide und erklärte, ein Hauptmerkmal sei, dass es auf der finanzieller Solidarität aller Beteiligten auf allen Ebenen basiere, von den Amateurklubs bis hin zur UEFA und ihren wichtigsten Wettbewerben. "Es ist deshalb wichtig, die Integrität des Modells zu bewahren, um so sicher zu stellen, dass die Regeln klar sind, seine sozialen und erzieherischen Werte anerkannt werden und die Eigenart des Sportmodells auch in der freien Marktwirtschaft geschützt wird."

Michel Platini erläuterte auch, der Grund für das UEFA-Konzept des finanziellen Fair Plays sei es, eine größere Ausgewogenheit und Stabilität im europäischen Fußball zu gewährleisten. "Kurz gesagt, man sollte nicht mehr Geld ausgeben als man verdient! Wir mussten also den Wechsel vollziehen von einem System, das auf der Großzügigkeit der großen Klubs basierte, hin zu einem System, das auf (...) den Prinzipien finanzieller Rechtmäßigkeit, ausgewogenen Budgets und Selbstständigkeit ruht."

Weiter erklärte der UEFA-Präsident, die europäischen Vereine hätten sofort verstanden, dass der Fußball an einem Scheidepunkt angekommen sei, und man die Gelegenheit ergreifen sollte, ein tragfähigeres Wirtschaftsmodell zu entwickeln. Neue Regeln würden bald vorgestellt, die die finanziellen Elemente des UEFA-Klublizenzierungssytems stärken werden. "Der Erhalt einer Lizenz wird künftig eine unumgängliche Bedingung sein, um an unseren Wettbewerben teilzunehmen", sagte der UEFA-Präsident.

Zum Thema Spielmanipulationen sagte Michel Platini, dass das Geld, das durch den Profisport generiert werde, die organisierte Kriminalität auf den Plan rufe und stimuliere. "Kurz gesagt befindet sich der Sport in Lebensgefahr, und auf dem Niveau des Fußballs müssen wir reagieren", sagte er. "Wir haben ein Frühwarnsystem eingeführt, das ganz Europa abdeckt. Wir kooperieren aktiv mit den nationalen Behörden, besonders mit Politik und Justiz." Dieses System, fügte Platini hinzu, sollte von der europäischen Gesetzgebung geschützt werden. "Lassen Sie uns die Spiele für die organisierte Kriminalität nicht zu attraktiv machen", sagte er.

Gewalt, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, so Michel Platini weiter, die in der Gesellschaft existierten, beeinträchtigten auch den Fußball. Dennoch gebe es dank der Zusammenarbeit zwischen der UEFA, den europäischen Institutionen und den nationalen Regierungen Fortschritte. "Wir sind auf dem richtigen Weg. Nicht nur die Gewalt befindet sich in den wichtigen europäischen Wettbewerben im Rückzug – wir haben auch zwei EUROs (EM-Turniere) in Portugal und Österreich/Schweiz erlebt, wo es praktisch keine Zwischenfälle gab. Wir haben sogar einen Punkt erreicht, wo wir in einer ausreichend positiven Art und Weise daran denken können, dieses große Fußball-Rendezvous in die touristischen und kulturellen Schaufenster der Gastgeberstädte stellen zu können."

Michel Platini bat die Europäischen Union dringend, Minderjährige zu schützen, wobei er Nachwuchsfußballer ansprach, die für Geld ihre Heimatländer verließen, dann ohne Schulausbildung blieben und im Falle, dass sie es nicht schafften, fallen gelassen würden.

Der UEFA-Präsident informierte zum Schluss die Anwesenden darüber, dass die Europäische Kommission die UEFA gebeten habe, Teil des europäischen Pavillons bei der Expo 2010 in Schanghai zu werden. Im September werden europäische Ex-Stars bei einer Partie dabei sein, in der es bei der Expo auf einem Kleinfeld gegen eine chinesische Mannschaft geht. Die Kommission, sagte er, habe eine höchst symbolische Wahl getroffen, weil es wahrscheinlich keinen stärkeren, gemeinsamen, europäischen Nenner gebe als den Fußball.

Michel Platini schloss mit dem Verweis auf die Philosophie von Nelson Mandela, dass der Sport die Kraft habe, die Welt zu verändern, weil er die Kraft habe, andere zu inspirieren und selbst stärker sein könne als Politik oder Regierungen, wenn es darum gehe, Rassenschranken niederzureißen und Diskriminierung und Vorurteile zu bezwingen.

Letzte Aktualisierung: 19.04.12 3.23MEZ

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http://de.uefa.com/uefa/aboutuefa/organisation/president/news/newsid=1476672.html#michel+platini+unterstreicht+schlusselwerte+uefa

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