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1962-1978: Jahre der Entwicklung

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Artemio Franchi (UEFA)Artemio Franchi (UEFA) (©UEFA)

Entwicklung in den 50er und 60er Jahren

Diesen ersten Schritten folgten Erweiterungen in den späten 50er und frühen 60er Jahren. Zunächst war das UEFA-Exekutivkomitee das einzige Entscheidungsorgan der UEFA, doch nach und nach wurden verschiedene Komitees mit entsprechenden Experten eingeführt, die sich um die verschiedenen Aspekte zu kümmern begannen, die der Fußball und seine Begleiterscheinungen erforderten. Zu dieser Phase waren die wichtigsten Leute der UEFA: Präsident Ebbe Schwartz (bis 1962) und der ihm folgende Gustav Wiederkehr (Schweiz). Außerdem war am 1. April 1960 Hans Bangerter (Schweiz) auf Pierre Delaunay (Frankreich) als Generalsekretär gefolgt - eine Position, die er fast drei Jahrzehnte begleiten sollte.

Aktivitäten
Gleichzeitig mit den Aktivitäten der UEFA wuchs auch die Anzahl der Wettbewerbe. Der UEFA-Pokal der Pokalsieger (der dann in Europapokal der Pokalsieger umbenannt wurde) wurde 1960/61 zum ersten Mal ausgespielt. Außerdem wurde 1960 der Europa/Südamerika-Pokal eingeführt, bei dem Sieger der Landesmeisterpokale beider Kontinente gegeneinander antraten. Die Aufgaben der UEFA wuchsen auch in den 60er Jahren rapide an. Neben zahlreichen neuen Experten-Kommissionen (z.B. 1963 die Technische Kommission und 1968 die Schiedsrichterkommission) baute die UEFA auch ihre Strukturen aus und führte stete Diskussionen über weitere Verbesserungen. Es wurden regelmäßige Fortbildungskurse für Trainer und Schiedsrichter eingeführt und Konferenzen mit den Generalsekretären und Präsidenten der nationalen Verbände abgehalten. Der europäische Nationen-Pokal wurde bei der Endrunde 1968 in Europameisterschaft umbenannt. Mehr und mehr rückte auch die Talentförderung in den Mittelpunkt, so dass U23-Länderspiele eingeführt wurden. Da sich die Finanzen der UEFA über die Jahre stabilisierten, konnte der Europäische Fußballverband auch beginnen, Fördermittel zu stiften (um Turniere zu unterstützen, die organisatorischen Kosten zu decken, wie z.B. Anreisekosten und Ähnliches). Zu dieser Zeit steigerte sich auch der Einfluss und das Interesse der Medien für den Fußball, so dass Abmachungen mit den Printmedien und TV-Sendern essenziell wurden, vor allem was die Übertragungsrechte für Fußballspiele anbelangte.

Schritt halten mit Entwicklungen
In den 70er Jahren zog der Fußball ein breites Interesse auf sich, so dass die UEFA mit dieser Entwicklung erneut Schritt halten musste. Der alte Messepokal wurde abgeschafft und der UEFA-Pokal - unter kompletter Regie des Europäischen Fußballverbands - 1971 eingeführt. 1973 wurde der UEFA-Superpokal ins Leben gerufen, wobei der Sieger des Pokals der europäischen Meistervereine auf den Gewinner des Pokals der Pokalsieger traf. Drei Jahre später ersetzte das U21- das U23-Format und 1977 wurde die Anzahl der Endrundenteilnehmer an der Europameisterschaft von vier auf acht Länder erweitert (der Beschluss galt für die EM 1980 in Italien). Auf administrativer Seite wurden ebenfalls wichtige Entscheidungen getroffen. Für die Stadien wurden Auflagen eingeführt (1976), die Gerichtsorgane (Kontroll- und Disziplinarkomitee sowie Berufungssenat) wurden vom Rest der administrativen Seite der UEFA getrennt, um die Unabhängigkeit dieser Gerichte zu garantieren (1972); für alle UEFA-Wettbewerbe wurden Standardbestimmungen eingeführt (1972); außerdem wurden erstmals Fördermittel an Vereine gezahlt, die schon früh aus einem Vereinswettbewerb ausgeschieden waren (1971).

Präsidenten
UEFA-Präsident Gustav Wiederkehr verstarb am 7. Juli 1972. Nachfolger wurde Artemio Franchi (Italien), der im Sommer 1983 bei einem tragischen Autounfall ums Leben kam. Jacques Georges (Frankreich) übernahm bis 1990 das Präsidentenamt der UEFA, ehe Lennart Johansson (Schweden) 17 Jahre lang eine Ära als UEFA-Oberhaupt prägte. 2007 wurde dann der ehemalige französische Nationalspieler Michel Platini neuer UEFA-Präsident.

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