
Der UEFA EURO 2016-Lenkungsausschuss ist in Paris, der Hauptstadt des Gastgeberlandes, zu seinem zweiten Treffen zusammengekommen.
Im April 2011 gegründet, besteht der Lenkungsausschuss für die Endrunde in vier Jahren aus vier großen Interessengruppen: UEFA, der Französische Fußballverband (FFF), die französische Regierung und die Ausrichterstädte. Dieses Forum soll dazu dienen, alle Beteiligten zwei- bis dreimal im Jahr über den aktuellen Stand der Vorbereitungen bei den Schlüsselprojekten zu informieren.
Der Lenkungsausschuss besteht aus: UEFA-Präsident Michel Platini; Jacques Lambert, Präsident der EURO 2016 SAS; UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino; dem stellvertretenden UEFA-Generalsekretär Theodore Theodoridis; Borislav Mihaylov, Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees und Präsident des Bulgarischen Fußballverbandes (BFS); Peter Gilliéron, Mitglied des UEFA-Exekutivkomitees und Präsident des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV-ASF); Noël Le Graët, Präsident des französischen Fußballverbandes; Valérie Fourneyron, Frankreichs Ministerin für Sport, Jugend und Erziehung; Maurice Vincent, Vorsitzender des Club des Sites (Verband der Ausrichterstädte) und Vorsitzender von Saint-Étienne Métropole. Martin Kallen, leitender Geschäftsführer der UEFA Events und CEO der EURO 2016 SAS, hat einen Beobachterstatus inne.
Die Endrunde der UEFA EURO 2016 wird von Mitte Juni bis zum 10. Juli in Frankreich ausgetragen – das Land ist damit zum dritten Mal Gastgeber einer UEFA-Europameisterschaft. Das Teilnehmerfeld wird dabei erstmals von 16 auf 24 Teams erweitert. Damit kommt es bei dieser Finalrunde zu 51 Spielen, 20 mehr als bei der UEFA EURO 2012 in Polen und der Ukraine. 52 Verbände nehmen an der Qualifikation teil, Frankreich ist als Gastgeber automatisch qualifiziert. Die Auslosung der Qualifikation findet am 9. März 2014 im Palais des Congres Acropolis von Nizza statt.
"Das Treffen ist sehr gut verlaufen", sagte Michel Platini. "Nach einem generellen Überblick über die verschiedenen Projekte haben wir beschlossen, dass die Auslosung der Endrunde im Dezember 2015 im Palais des Congrès de la Porte Maillot stattfinden und dass das International Broadcast Centre (IBC) im Parc des Expositions an der Porte de Versailles in Paris errichtet wird. Wir wurden auch über die jüngsten Entwicklungen in Sachen Stadionbau informiert und der französische Verband wird uns beim Treffen des UEFA-Exekutivkomitees am 24. Januar 2013 eine Liste der Ausrichterstädte präsentieren."
Die UEFA EURO 2016 wird auch mithelfen, die Infrastruktur der französischen Sportstätten zu modernisieren. "Die Regierung misst diesem Turnier eine enorme Bedeutung bei und wir sind sehr stolz darauf, die EURO 2016 ausrichten zu dürfen", betonte Sportministerin Valérie Fourneyron. "Wir wollen die gesamte Nation dazu bringen, das Turnier zu unterstützen. Die EURO bedeutet ein Vermächtnis für die Zukunft und die Jugend dieses Landes."
Die zehn Städte, in denen Spiele der UEFA EURO 2016 ausgetragen werden sollen, sind Bordeaux, Lens, Lille, Lyon, Marseille, Nizza, Paris, Saint-Denis, Saint-Etienne und Toulouse. Diese Städte haben den Club des Sites gegründet, eine Vereinigung der Gastgeberstädter. Rund 2,5 Millionen Zuschauer werden in den Stadien erwartet, bei der UEFA EURO 2012 waren es noch 1,4 Millionen.
In Hinblick auf die UEFA EURO 2016 wurde ein ambitioniertes Bau- und Renovierungsprogramm für die betroffenen Stadien aus der Taufe gehoben. "Aufgabe des Verbandes ist es, neun Stadien zu präsentieren", sagte FFF-Präsident Le Graët. "Im Moment haben wir noch zehn und liegen voll im Zeitplan. Ich bin sehr froh darüber, dass die Arbeit in Lyon begonnen hat und dass die Behörden in Lens grünes Licht für die Renovierung des Stadions gegeben haben."
Die UEFA – der Rechtehalter dieses Turniers – und der FFF haben ein Joint Venture gegründet, die EURO 2016 SAS. Dieses Unternehmen ist unter dem Dach eines gemeinsamen Direktorats zuständig für die operationelle Organisation des Turniers. EURO 2016 SAS unterliegt dem französischen Recht, Rechtsform ist eine vereinfachte Aktiengesellschaft, die zu 95 Prozent in Besitz der UEFA ist, weiterer Anteilseigner ist mit fünf Prozent der FFF.
Die UEFA hat zwei organisatorische Aufgaben – die sportliche Turnierorganisation (Spielplan, Disziplinarangelegenheiten, Schiedsrichter, Dopingkontrollen usw.) sowie das Marketing und Management der das Turnier betreffenden Rechte (audiovisuelle Rechte, Marketing, Lizenzen, Hospitality, Eintrittskarten). Der FFF ist für alle Sicherheitsfragen zuständig, die EURO 2016 SAS kümmert sich im Namen der UEFA und des FFF um alle anderen operationellen Aufgaben.
UEFA EURO 2016 Zeitplan
Frühjahr 2013: Präsentation des Turnierlogos und des Branding
9. März 2014: Auslosung der Qualifikation
September 2014: Start der Qualifikation
Juni 2015: “Noch ein Jahr“ Veranstaltungen
Dezember 2015: Auslosung der Endrunde
März 2016: Workshop der Endrundenteilnehmer
Mitte Juni 2016: Eröffnungsspiel
10. Juli 2016: Finale
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