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Amateurmannschaften aus ganz Europa wollen sich für den UEFA-Regionen-Pokal qualifizieren, einen der heimlichen Höhepunkte im UEFA-Kalender.
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Braga gewann den UEFA-Regionen-Pokal 2010/11 ©Sportsfile

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Amateurmannschaften aus ganz Europa wollen sich für den UEFA-Regionen-Pokal qualifizieren, einen der heimlichen Höhepunkte im UEFA-Kalender.

Der UEFA-Regionen-Pokal ist einer der heimlichen Höhepunkte im UEFA-Kalender. Er ist Europas führender Wettbewerb für Amateurfußballer.

Da Amateurfußballer 95 Prozent aller organisierten Spieler in ganz Europa ausmachen, will das Turnier die Leistungen von Fußballern anerkennen, die noch nie auf professioneller Ebene gespielt haben. Das sportliche Niveau bei den bisherigen Endrunden war stets äußerst hoch und hat eindeutig bewiesen, dass es viele talentierte Spieler gibt, die aus Liebe zum Fußball, und nicht für Geld spielen.

Zwischen 1966 und 1978 gab es noch den UEFA-Amateurpokal, der jedoch aufgrund mangelnden Interesses seitens der Öffentlichkeit und der Mitgliedsverbände abgeschafft wurde. 1996 wurde dann aber von der neu gegründeten UEFA-Kommission für Amateurfußball die Idee von einem europaweiten Amateurturnier wieder aufgenommen.

Das neue, alle zwei Jahre ausgetragene Turnier ist für alle 54 UEFA-Mitgliedsverbände offen, wenn diese über eine nationale Meisterschaft verfügen. Generell qualifizieren sich die Teams auf nationaler Ebene über regionale Ausscheidungen - daher der Name Regionen-Pokal. Kleinere Verbände dürfen auch ein nationales Team entsenden.

Der erste UEFA-Regionen-Pokal fand 1999 statt. Nach einer Qualifikationsrunde mit 32 Teams trafen die acht Gewinner der Miniturniere im Veneto im Norden Italiens aufeinander. Die Gastgeber gewannen das Finale mit 3:2 gegen ein Team aus Madrid.

Seitdem ist das Format des Wettbewerbs nahezu gleich geblieben, die acht Teilnehmer der Endrunde werden durch eine Serie von Miniturnieren bestimmt. Da das Interesse an dem Turnier immer größer wurde, musste 2005 eine Ausscheidungsrunde eingeführt werden.

Bei der Endrunde werden die acht teilnehmenden Teams in zwei Vierergruppen aufgeteilt. Die vier Teams in jeder Gruppe spielen im Ligaformat gegeneinander, die beiden jeweiligen Erstplatzierten nach den Gruppenspielen bestreiten das Finale gegeneinander.

Wie bei Profiturnieren, geht es bei Unentschieden nach 90 Minuten in eine Verlängerung, wenn diese auch keine Entscheidung bringt, dann gibt es Elfmeterschießen. Von den fünf bisherigen Endspielen wurden nur zwei in der regulären Spielzeit entschieden - ein Zeichen dafür, dass es auch im Amateurfußball wie auf höchster Profiebene äußerst knapp und umkämpft zugeht.

http://de.uefa.com/regionscup/season=2017/competitionformat/index.html#wettbewerbsformat