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Girard preist seine Montpellier-Meistermacher

René Girard zollte seinen Spielern mächtig Anerkennung, nachdem Montpellier Hérault SC allen Erwartungen zum Trotz erstmals in seiner Geschichte französischer Meister wurde: "Es zeigt, dass man niemanden fürchten muss."

Montpelliers Fans feiern den Titelgewinn
Montpelliers Fans feiern den Titelgewinn ©AFP/Getty Images

Der Paris Saint-Germain FC, der vor der Saison mächtig investiert hatte, war als Topfavorit in die Saison gegangen, doch der krasse Außenseiter Montpellier Hérault SC war es schlussendlich, der die Meisterschaft in der Ligue 1 gewinnen konnte. René Girards Mannen holten den Titel zudem erstmals nach Montpellier.

Der Klub, der letzte Saison gerade mal drei Punkte Vorsprung vor den Abstiegsplätzen gehabt hatte, ging mit bescheidenen Erwartungen in die Saison. An die Meisterschaft hatte vor der Saison überhaupt keiner gedacht. Vor dem letzten Ligaspiel bei AJ Auxerre war die Anspannung dementsprechend groß, die Truppe wusste, ein Zähler würde für den Titelgewinn reichen. John Utaka war dann beim 2:1-Erfolg der Mann des Spiels mit zwei Treffern und schickte die mitgereisten Fans sowie die 20 000 Zuschauer, die die Partie auf dem völlig durchnässten Place de la Comedie verfolgten, in den Wahnsinn.

Tausende von Fans werden erwartet, wenn die Spieler und die Belegschaft am Abend im Zentrum von Montpellier die Trophäe erhalten werden. Es war der erste Titelgewinn seit 1992, als Montpellier im französischen Ligapokal triumphieren konnte. Girard sagte: "Ich denke, es ist belebend. Es ist gut. Das ist eine Wiederbelebung für unseren Fußball. Es zeigt, dass man niemanden fürchten muss und dass Geld nicht alles ausmacht. Wir sind ein Klub, der aus Freunden besteht, grundsätzlich eine Akademie, und schlussendlich haben wir es mit einem ausgeglichenen Team geschafft."

Für die meisten Spieler und den 58-jährigen Trainer, der mit dem FC Girondins de Bordeaux dreimal französischer Meister wurde, ist diese herausragende Saison der größte fußballerische Moment in ihrer Karriere. Nach dem wichtigen Sieg am vergangenen Wochenende gegen LOSC Lille Métropole, den Meister von 2011, waren bereits Tränen über das Gesicht von Girard geflossen, und die heutige Zeremonie dürfte erneut viele emotionale Momente hervorrufen.

Verteidiger Henri Bedimo sagte: "Es ist unglaublich, Meister mit 82 Punkten zu werden. Ich hoffe, wir werden noch mehr Momente wie diesen erleben." "Wir haben es geschafft, das ist unglaublich", fügte Olivier Giroud, französischer Nationalstürmer und bester Torschütze der Ligue 1, hinzu. "Nach all dem, was wir in dieser Saison geleistet haben, ist es hochverdient."

Diese Geschichte ist wirklich ein Märchen und hat die Herzen einer stolzen Nation berührt. Präsident Louis Nicollin gründete den Klub 1977 und konnte jetzt mit ansehen, wie Montpellier aus dem Nichts kam und sich für die Gruppenphase der UEFA Champions League qualifizierte. "Ich empfinde nur Stolz", sagte Nicollin. "Es ist noch nicht richtig angekommen, aber ich denke, wir haben es voll und ganz verdient."

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