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Borussen-Duell im Zeichen Europas

Veröffentlicht: Freitag, 21. April 2017, 14.15MEZ
Wenngleich es keine offizielle Rivalität zwischen Mönchengladbach und Dortmund gibt, so steht am Samstagabend im direkten Borussen-Duell trotzdem für beide Mannschaften viel auf dem Spiel.
von Alex Markow
Borussen-Duell im Zeichen Europas
Mahmoud Dahoud, hier im Duell mit Sokratis Papastathopoulos, trifft auf seinen neuen Arbeitgeber ©Getty Images

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Veröffentlicht: Freitag, 21. April 2017, 14.15MEZ

Borussen-Duell im Zeichen Europas

Wenngleich es keine offizielle Rivalität zwischen Mönchengladbach und Dortmund gibt, so steht am Samstagabend im direkten Borussen-Duell trotzdem für beide Mannschaften viel auf dem Spiel.

Am 11. September 1965 beobachteten 34 000 Zuschauer ein besonderes Spiel der Bundesliga: Das erste Borussen-Duell der Bundesliga. Borussia Dortmund reiste als DFB-Pokalsieger zum ersten Mal zum Aufsteiger Mönchengladbach. Das Spiel endete 4:5 aus Sicht der Heimmannschaft. Doch nicht das hohe Ergebnis war das Erstaunliche, sondern fünf gepfiffene Elfmeter – bis heute Bundesligarekord.

Auch im Hinspiel in Dortmund gab es für die Fohlen nichts zu ernten – mit einem 1:4 im Gepäck wurden sie wieder nach Hause geschickt. Seit Dieter Hecking jedoch den Trainerposten im Winter übernommen hat, läuft es wieder besser für die Gladbacher, aber aus den letzten fünf Spielen konnten sie nur sieben von 15 möglichen Punkten mitnehmen. "Es schmeckt uns allen nicht, wenn wir in einem Spiel fünf Gegentore bekommen, wie in Hoffenheim", sprach Hecking die zuletzt wackelige Leistung in der Defensive an.

Auch der BVB zeigt sich in dieser Saison alles andere als konstant. In der Liga nur auf Platz vier, mit bereits acht Punkten Rückstand auf den Tabellenzweiten Leipzig, schieden sie am Mittwoch zudem aus der UEFA Champions League gegen Monaco aus. "Wir jungen Spieler werden daran wachsen", sagte Julian Weigl nach dem Spiel.

Aufgrund des Anschlags auf den Mannschaftsbus vor dem Hinspiel in der Vorwoche hält sich die Enttäuschung des Ausscheidens jedoch in Grenzen. Größer wiegt das Verständnis für die Spieler, sich von dem Schock erst mal erholen zu müssen. "Es verdient größten Respekt vor den Dortmundern, dass sie trotz der Vorfälle zum Champions-League-Hinspiel angetreten sind", lobte Gladbach-Manager Max Eberl.

Im Fokus wird auch Gladbachs Mahmoud Dahoud stehen, der im Sommer zum BVB wechseln wird. Hecking kritisierte diese Entscheidung sogar öffentlich. "Ich finde, dass der Schritt zum BVB nicht der beste für ihn ist – das habe ich ihm auch persönlich gesagt", so Hecking, der die Kritik weiter begründete: "Mo ist ein toller Fußballer, aber er hat keine gute Vorrunde gespielt und sich jetzt mal stabilisiert. Es wäre gut gewesen, dies zunächst konstant zu bestätigen."

Doch der Deutsch-Syrer verspricht weiterhin vollen Einsatz: "Ich konzentriere mich nur auf Gladbach. Was im Sommer kommen wird, damit beschäftige ich mich jetzt nicht. Ich werde bis zum Schluss alles für meinen jetzigen Verein geben." In Mönchengladbach gab es diese Woche allerdings auch gute Neuigkeiten: Tony Jantschke verlängerte seinen Vertrag vorzeitig bis 2021. "Bei Borussia passt einfach alles für mich", kommentierte er seine Entscheidung.

Am Samstag wird man wohl damit rechnen dürfen, dass beide Teams auf Sieg spielen werden, denn für beide Borussen geht es noch um viel. Dortmund will mindestens noch Platz drei erobern, um die Play-offs zur Champions League zu vermeiden, während ein verletzungsgeplagtes Gladbach weiterhin die UEFA Europa League im Blick hat. "Die Liga ist in dieser Saison sehr eng", so Eberl, der im Hinblick auf das Spiel noch anfügte: "Die Liga hat bislang gezeigt, dass jedes Wochenende etwas Außergewöhnliches möglich ist."

Letzte Aktualisierung: 21.04.17 14.30MEZ

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