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Wunderbare Wochen für Hødd, Bony und Rami

Veröffentlicht: Freitag, 30. November 2012, 9.37MEZ
IL Hødd, Wilfried Bony und Adil Rami stehen in UEFA.coms Rückblick auf die Woche im Mittelpunkt - außerdem gibt es schwierige Eltern und Europas ultimative Fußballfamilie.
Wunderbare Wochen für Hødd, Bony und Rami
Wilfried Bony feiert sein Tor gegen PSV ©Getty Images

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Veröffentlicht: Freitag, 30. November 2012, 9.37MEZ

Wunderbare Wochen für Hødd, Bony und Rami

IL Hødd, Wilfried Bony und Adil Rami stehen in UEFA.coms Rückblick auf die Woche im Mittelpunkt - außerdem gibt es schwierige Eltern und Europas ultimative Fußballfamilie.

Mannschaft: IL Hødd
Flügelspieler Pål André Helland meinte spaßeshalber, dass der Zweitligist Hødd, der gerade knapp dem Abstieg entronnen ist, im Endspiel des norwegischen Pokals gegen Tromsø IL einen kleinen Vorteil habe. "Wir sind jung und dumm", sagte er. Dumm, aber sicher keine Idioten, denn sie haben das Spiel am Sonntag nach einem 1:1 im Elfmeterschießen mit 4:2 für sich entschieden - Held der Begegnung war Torhüter Ørjan Håskjold Nyland. "Vor 14 Tagen haben wir noch damit gerechnet, in der dritten Liga zu spielen und das Pokalfinale wohl zu verlieren", freute sich Trainer Lars Arne Nilsen. Tromsøs Tageszeitung Nordlys machte am Montag mit einer schwarzen ersten Seite auf, auf der stand: "Hier wollten wir Tromsøs Pokalsieg feiern - wir hatten keinen Plan B."

Tor: Adil Rami (Valencia CF)
Eine nette Erwähnung gibt es für Jakub Błaszczykowski, dessen wuchtiger Volley beim 1:1 von Borussia Dortmund am Dienstag gegen Fortuna Düsseldorf 1895 sehr sehenswert war, doch diese Woche geht die Auszeichnung an Valencias Innenverteidiger Adil Rami. Der 26-jährige französische Nationalspieler erzielte am Mittwoch beim 3:1-Sieg Valencias in der vierten Runde des spanischen Pokals gegen UE Llagostera ein unglaubliches Tor von der Mittellinie aus. "Rami hat sein Tor sogar knapp hinter der Mittellinie erzielt, sowas kommt wahrscheinlich nie wieder vor", sagte sein Trainer Mauricio Pellegrino.

Spieler: Wilfried Bony (Vitesse)
Vitesses Hoffnungen, als kompletter Außenseiter vielleicht doch die Eredivisie zu gewinnen, stiegen in der letzten Woche, als der Tabellendritte mit 2:1 bei Spitzenreiter PSV Eindhoven siegte. Bony gelang dabei sein 15. Ligator in 14 Einsätzen dieser Saison - eine unglaubliche Bilanz für einen Spieler, der mit einfachsten Mitteln in das Fußballspiel eingeführt wurde. "Ich habe in Bingerville, nahe der Hauptstadt der Elfenbeinküste, Abidjan, das Fußballspielen gelernt. Jeder dort liebt Fußball", sagte der 23-jährige Ex-Stürmer des AC Sparta Praha. "Als Kinder haben wir auf sandigen Plätzen gespielt, es gab kaum Gras. Oft waren wir barfuß und hatten nur einen kaputten Ball. Erst als ich 13 war, bin ich in einen Verein gegangen und habe erstmals Fußballschuhe angehabt. Sie haben meinen Füßen wirklich wehgetan. Meine Technik habe ich vom barfuß spielen."

Zitat
"Die größte Leistung bisher ist es, dass das Turnier hier in Israel stattfindet. Alles andere ist ein Bonus und nach der Auslosung hat sich nichts geändert: Italien, Norwegen und England sind immer noch bessere Teams als wir und es wird fantastisch sein, unsere Spieler gegen sie spielen zu sehen."

Turnierbotschafter Avi Nimni freut sich darüber, dass Israel im kommenden Jahr erstmals Ausrichter eines großen Fußballturniers ist. Am Mittwoch fand in Tel Aviv die Auslosung der Endrunder der UEFA-U21-Europameisterschaft statt.

Zahl: 77
Das Alter von Miroslav 'Ćiro' Blažević, der nun den NK Dinamo Zagreb trainiert und aktuell nach Recherchen von UEFA.com der älteste Trainer in einer ersten Liga auf dem ganzen Kontinent ist. "Ich war nie ein besserer Trainer, als ich es gerade bin", sagte der ehemalige kroatische Nationaltrainer. "Ich bin nur 77 und ich bin glücklich."

Strafstoß: Felipe Melo (Galatasaray AŞ)
Galatasarays Mittelfeldspieler Felipe Melo sollte vielleicht über einen Positionswechsel nachdenken, nachdem er am letzten Samstag beim 1:0-Sieg bei Elazığspor in der türkischen Super League einen Elfmeter parierte. Da der reguläre Torhüter Fernando Muslera kurz vor Ende der Partie einen Strafstoß verursachte und dafür vom Platz musste, schnappte der 29-Jährige sich die Handschuhe und konnte erstaunlicherweise den Elfmeter von Göksu Türkdoğan halten. "Ich habe in Göksus Augen geschaut - er sah so aus, als ob er nicht sicher sei, wohin er ihn schießen soll", sagte Felipe Melo, der 2006/07 unter ähnlichen Umständen für den Real Racing Club schon mal einen Elfmeter halten wollte, doch damals ließ sich Ronaldinho nicht aus dem Konzept bringen und traf für den FC Barcelona. "Ich bin nicht zu früh abgetaucht und habe bis zur letzten Sekunde gewartet. Ich bin nicht gut in die Saison gekommen, aber diese Parade ist für mich eine Extra-Motivation."

Bring die Tochter mit zum Arbeitsplatz: Die Klaksteins (Färöer Inseln)
Für die Faröer Inseln spielten am Mittwoch beim 6:0-Testspielsieg in Luxemburg sowohl die 39-jährige Bára Klakstein als auch ihre 17-jährige Tochter Eydvør Klakstein. "Ich hätte nie geglaubt, dass das möglich wäre", sagte Bára. "Vor ein paar Jahren habe ich gehofft, dass wir einmal gemeinsam für KÍ Klaksvík spielen würden und es war wirklich toll, als das geklappt hatte, aber dass es auch bei der Nationalmannschaft geklappt hat, ist wirklich fantastisch." Das Spiel fiel zufällig auch noch mit dem 40. Geburtstag von Eydun Klakstein - Báras Ehemann und Eydvørs Vater - der einst für KÍ in der ersten Liga der Färöer spielte, wie es nun bei seinem Sohn Hedin (19) der Fall ist - zusammen. Ist das vielleicht Europas ultimative Fußballfamilie?

Vater feuert (und folgt auf) Sohn: Valeri Gazzaev (FC Alania Vladikavkaz)
Auch in Russland sorgte eine Vater-Kind-Geschichte für Schlagzeilen. Valeri Gazzaev, Präsident von Alania Vladikavkaz, sah sich dort gezwungen, seinen Sohn Vladimir als Trainer des Premier-Liga-Vereins vor die Tür zu setzen und sich selbst als neuen Coach zu ernennen. Der 58-Jährige, einst Trainer von PFC CSKA Moskva, konnte Alania 1995 zur bisher einzigen Meisterschaft in der Vereinsgeschichte führen und bedauert es sehr, dass seinem Sohn das Glück fehlte. "Wir waren in einer ganz schwierigen Situation. Uns haben die Ergebnisse gefehlt und wir mussten etwas verändern. Ich habe meinem Sohn für seine gute Arbeit gedankt. Vladimir ist ein sehr verantwortungsbewusster Mensch, er weiß, wenn es an der Zeit ist, eine Pause einzulegen."

Strenger Vater: Dmitri Cheryshev
Denis Cheryshev hat am Dienstag beim 3:0-Sieg gegen CD Alcoyano in der vierten Runde des Pokals als erster russischer Spieler einen Einsatz für Real Madrid CF bestritten. "Von diesem Moment habe ich schon als Elfjähriger bei meiner Ankunft hier geträumt", so der 21-Jährige, der im Jahre 1996 nach Spanien kam, weil sein Vater Dmitri vom FC Dinamo Moskva zu Real Sporting de Gijón gewechselt war. Der 43-jährige Ex-Stürmer, ein zehnmaliger Nationalspieler, sah seinem Sohn voller Stolz zu, will ihn aber weiter mit harter Hand fördern: "Er hat für sein Debüt sehr viel Arbeit investiert, doch er muss besser als sein Vater werden, deshalb werde ich für ihn unangenehm und sehr anspruchsvoll bleiben."

Liebling der Presse: Joey Barton (Olympique de Marseille)
Nach nur 22 Minuten während seines Ligue-1-Debüts sah Joey Barton im Spiel gegen LOSC Lille am 25. November die Gelbe Karte und gab damit auch erstmals in Frankreich seine Visitenkarte ab. Aber auch abseits des Platzes weiß er, wie man es ins Rampenlicht schafft und sorgte mit einem improvisierten französischen Akzent während der Pressekonferenz für reichlich Lacher. Dann sagte er aber auch: "Meine einzige Kritik an der französischen Liga ist, dass der Fußball hier manchmal etwas langweilig ist", ob diese Aussage des 30-Jährigen ebenfalls gut angekommen ist, wurde bisher nicht überliefert.

Letzte Aktualisierung: 30.11.12 11.38MEZ

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