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Europa staunt wieder einmal über Ibrahimović

Veröffentlicht: Freitag, 16. November 2012, 11.00MEZ
Eine Woche nach dem vermeintlichen Tor des Jahres von Taison hat Zlatan Ibrahimović mehr als nur einen drauf gesetzt. Auch sonst gab es in der Welt des europäischen Fußballs einiges zu bestaunen.
Europa staunt wieder einmal über Ibrahimović
Zlatan Ibrahimović ... einfach nicht von dieser Welt ©Getty Images

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Veröffentlicht: Freitag, 16. November 2012, 11.00MEZ

Europa staunt wieder einmal über Ibrahimović

Eine Woche nach dem vermeintlichen Tor des Jahres von Taison hat Zlatan Ibrahimović mehr als nur einen drauf gesetzt. Auch sonst gab es in der Welt des europäischen Fußballs einiges zu bestaunen.

Spieler: Zlatan Ibrahimović (Schweden)
"Magisch, magisch", so der Kommentar des Stürmers von Paris Saint-Germain FC über das Tor. Der unfassbar spektakuläre Fallrückzieher des 31-Jährigen war allein das Eintrittsgeld wert und machte einen gelungenen Abend richtig rund. Beim 4:2-Sieg gegen England hatte Ibrahimović nicht nur ein Jahrhunderttor, sondern auch drei weitere Treffer erzielt und dem neuen Nationalstadion, der Friends Arena in Solna, so ein unvergessliches erstes Spiel geschenkt. Englands Mittelfeldspieler Steven Gerrard sprach von einem "der besten Tore, das ich jemals gesehen habe" und Ibrahimović’ Teamkollege Martin Olsson sagte: "Ich glaube, kein anderer Spieler hätte so etwas überhaupt versucht. Schon gar nicht aus der Distanz, es ist einfach unmöglich."

Anderes Tor: Rauf Aliyev (Aserbaidschan)
Da ein Spieler bei uns nicht gleichzeitig zum Spieler und Torschützen der Woche gewählt werden kann, bekommt Aliyev auch sein verdientes Rampenlicht. Ein grandioser Volleytreffer hätte der Mannschaft von Berti Vogts fast den erst zweiten Auswärtssieg in einem Pflichtspiel überhaupt beschert, doch Nordirland kam im Qualifikationsspiel zur FIFA-Weltmeisterschaft spät zum 1:1-Ausgleich. "Vielleicht mag jemand glauben, dass ich mit dem Tor Glück hatte, aber ich wollte den Ball tatsächlich so treffen", so der 23-jährige Stürmer von Qarabağ FK. Hut ab!

Und noch ein anderes Tor: Ayanda Patosi (KSC Lokeren OV)
In jeder "normalen" Woche hätte dieser Treffer wahrscheinlich locker zum Sieg gereicht, manchmal aber gibt es für herausragende Leistungen nur die Bronzemedaille. Mit dieser muss sich der südafrikanischen Stürmer zufrieden geben, auch wenn ihm beim 2:1-Erfolg von Lokeren gegen R. Standard de Liège ein geniales Tor gelang. Da auch die Vorarbeit der Teamkollegen wirklich sehenswert war, gibt es Sondernoten in Sachen Ästhetik.

Mannschaft: Molde FK
Durch den 1:0-Erfolg am Sonntag gegen Hønefoss BK bei einer gleichzeitigen Niederlage des ärgsten Verfolgers Strømsgodset IF hat sich Molde FK zum zweiten Mal in Folge die norwegische Meisterschaft geholt. Das Team von Ole Gunnar Solskjær setzte damit einen starken Trend fort und das Interesse am Trainer, der seit Monaten immer wieder bei großen Teams gehandelt wird, wird dadurch ganz bestimmt nicht verflachen. Solskjær macht bisher aber keine Anstalten Molde zu verlassen und kündigte an, sein Team weiter verstärken zu wollen.

Zitat
"Ein fantastisches Tor! Ich bin ganz ehrlich, ich glaube sogar, dass dieses besser als meins ist. Denn er trifft den Ball mit dem Außenrist, während ich meinen Knöchel im Treffmoment gedreht hatte. Beide Treffer sind natürlich wunderbar anzuschauen."
Marco van Basten lobt den tollen Treffer von Taison beim Sieg vom FC Metalist Kharkiv gegen Rosenborg BK in der UEFA Europa League und schätzt ihn sogar besser ein, als sein eigenes Traumtor im Endspiel der UEFA-Europameisterschaft 1988 beim Sieg der Niederlande gegen die Sowjetunion.

Zahl: 300
Aleksandr Sulima vom FC Dinamo Minsk hat als erster Torwart in der weißrussischen Liga 300 Spiele absolviert. Kurios ist dies vor allem, weil er in der Zeit auch exakt 300 Gegentreffer kassiert hat. Wichtiger ist dem 33-Jährigen aber die Zahl 113 - denn in genau dieser Anzahl von Partien konnte er seinen Kasten seit seinem Debüt im Jahre 1997 sauber halten. "Fühle ich mich wie ein Oldie? Auf gar keinen Fall. Ich bin noch jung und hungrig", so der Torwart.

Die Unbezwingbaren: Spanien und Montenegro
Durch den 5:1-Erfolg in Panama bleibt Spanien im ganzen Jahr ungeschlagen (16 Spiele), aber auch Montenegro beendete 2012 ohne eine einzige Niederlage. In sieben Spielen holten sie fünf Siege und zwei Unentschieden, den Schlusspunkt setzten sie beim 3:0 in der WM-Qualifikation gegen San Marino am Mittwoch.

Wieder auf dem Boden der Tatsachen: Viktor Fischer (Dänemark)
Der 18-jährige Stürmer vom AFC Ajax hat in den letzten sieben Tagen mehrere Höhepunkte, aber auch einen eher bitteren Moment erlebt. Am Wochenende markierte er bei seinem Startdebüt in der Eredivisie zwei Tore und legte ein weiteres auf, der 4:2-Erfolg bei PEC Zwolle war also zu großen Stücken ihm zu verdanken. Am Mittwoch fand er sich plötzlich in der A-Nationalmannschaft von Dänemark wieder und hatte gegen die Türkei in Istanbul auch eine riesige Torchance. Allerdings versagten ihm die Nerven und er traf mit dem Abschluss fast die Eckfahne. "Es war vielleicht nicht so klug, den Ball 17 Meter am Tor vorbei zu schießen, da auch noch ein Mitspieler neben mir stand." Lektion gelernt.

Top-Joker: Javier Hernández (Manchester United FC) & Edin Džeko (Manchester City FC)
Zum wiederholten Male in dieser Saison ließen sich Manchester United FC und Manchester City FC nicht von einem Rückstand aus der Spur bringen und krönten ihre jeweilige Aufholjagd mit drei Punkten. Javier Hernández bescherte United einen 3:2-Sieg gegen Aston Villa FC und Edin Džeko avancierte beim 2:1 von City gegen Tottenham Hotspur zum Matchwinner. Für beide war es nicht das erste Mal, dass sie in dieser Saison als Joker stachen. Hernández hatte schon gegen Chelsea FC den 3:2-Siegtreffer markiert und Džeko erzielte fünf seiner sechs Premier-League-Tore als Einwechselspieler.

Unter Beschuss: Juanjo (Spanien)
Bei der FIFA-Futsal-Weltmeisterschaft verhalf Torhüter Juanjo seinem Team zu einem Halbfinaleinzug, wo der amtierende Europameister auf Italien treffen wird. Der 3:2-Erfolg gegen Russland am Mittwoch in Thailand war jedoch alles andere als ein Spaziergang, wie Juanjo nach dem Spiel verriet. "Ich war noch nie so müde, in meinem ganzen Leben noch nicht", meinte der Akteur von Interviú Madrid, der gegen Ende des Spiels eine Parade nach der anderen zeigen musste. "Ich habe gesehen, wie sie anrannten und mir nur gedacht: 'Hoffentlich machen sie kein Tor'. Aber heute war es mein Tag und ich konnte viele Bälle halten. In anderen Spielen ist es normalerweise so, dass ich meinen Teamkollegen zuschauen kann, wie sie viele Tore erzielen."

Letzte Aktualisierung: 16.11.12 10.07MEZ

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