
Tschechische Republik: FC Slovan Liberec - FC Viktoria Plzeň (Samstag, 17.30)
Zum ersten Mal in der Geschichte des tschechischen Oberhauses kommt es zu einer Entscheidung im direkten Duell und die Anspannung ist riesig. Die Gastgeber brauchen nur einen Punkt, also muss Viktoria Plzeň unbedingt auf Sieg spielen. Plzeň hat elf der letzten 14 Partien gewonnen und blieb 546 Minuten ohne Gegentor.
Liberec konnte acht der letzten zehn Spiele gewinnen und ist voller Selbstvertrauen. "Es wird für beide eine nervenaufreibende Angelegenheit. Wenn sie den Titel wollen, müssen sie uns schlagen", so Tomáš Janů, der im Alter von 38 Jahren nach seinem dritten Titel greift. Plzeňs Kapitän und Spielmacher Pavel Horváth fügte hinzu: "Es wird ein echtes Meisterschaftsendspiel und es könnte spektakulär werden."
Türkei: Fenerbahçe SK - Galatasaray AŞ (Samstag, 18.00)
Als Belohnung für den Sieger dieser mit Spannung erwarteten Play-off-Partie winkt der Super-League-Titel, aber eigentlich hat Galatasaray dabei viel mehr zu verlieren. Zum Ende der regulären Saison hatten sie einen Vorsprung von neun Punkten auf Fenerbahçe, doch in vier Spielen der Play-off-Phase haben sie sieben Punkte liegen lassen und somit beträgt das Polster lediglich noch einen Zähler.
Ein Remis würde der Elf von Fatih Terim reichen, doch mehr ist vielleicht auch gar nicht drin, schließlich haben sie seit zwölf Jahren nicht mehr im Şükrü-Saracoğlu-Stadion von Fenerbahçe gewonnen. "Das Saison-Endspiel wartet, es ist ein Spiel und man hat eine Chance. Ein Punkt reicht, aber wir haben noch nie auf Unentschieden gespielt. Wir peilen drei Zähler an. Es wird ein hartes Spiel in einer hitzigen Atmosphäre, wir müssen kühlen Kopf bewahren", sagte Galatasarays Torwart Fernando Muslera.
England: Manchester City FC - Queens Park Rangers FC (Sonntag, 16:00)
Manchester City steht kurz vor Gewinn der ersten Meisterschaft seit 1968. Am letzten Spieltag treffen die Citizens, die in dieser Saison kein Heimspiel verloren haben und 17 von 18 Partien vor eigenen Fans siegreich gestalten konnten, auf die nunmehr seit dreizehn Auswärtsspielen erfolgslosen Queens Park Rangers. Punktgleich mit Stadtrivale Manchester United FC verfügt City über einen komfortablen Vorsprung beim Torverhältnis. Ein Sieg vor heimischer Kulisse würde somit aller Voraussicht nach zum Titelgewinn reichen.
Die Gäste befinden sich jedoch noch im Abstiegskampf und sind somit ein gefährlicher Gegner. Ein Unentschieden würde den Londonern wohl reichen, da Bolton Wanderers FC als einziger derzeitiger Abstiegskandidat noch Chancen hat, QPR in der Tabelle einzuhole, diese sind jedoch mit zwei Punkten und neun Toren Rückstand relativ gering.
Italien: S.S. Lazio - FC Internazionale Milano (Sonntag, 20:45)
Sowohl S.S. Lazio als auch FC Internazionale Milano müssen am letzten Spieltag einen Sieg einfahren, um die Möglichkeit auf den Qualifikationsplatz zur UEFA Champions League offen zu halten. Sie bräuchten jedoch Schützenhilfe von Calcio Catania, die zeitgleich den derzeitigen Drittplatzierten Udinese Calcio empfangen. "Wir haben es nicht mehr selbst in der Hand, aber wir wollen gewinnen und dann sehen wir, was in dem anderen Spiel passiert", so Inter-Stürmer Diego Milito, der am vergangenen Sonntag im Mailander Derby einen Dreierpack schnürte. Die Nerazzurri haben drei Punkte Rückstand auf Udinese und lediglich einen auf Lazio. "Wir müssen uns keine Gedanken um das Spiel in Catania machen", meinte Lazio-Trainer Edoardo Reja. "Wir brauchen nur gewinnen, am Ende wird zusammengerechnet."
Frankreich: Montpellier Hérault SC - LOSC Lille Métropole (Sonntag, 21:00)
Zwei Tage vor der Amtseinführung des neuen französischen Staatspräsidenten hofft Montpellier auf einen Machtwechsel in der Ligue 1. Vor dem vorletzten Spieltag der Saison haben sie einen Vorsprung von drei Punkten vor Paris Saint-Germain FC. Sollte die Überraschungsmannschaft also mehr Zähler einfahren als die gleichzeitig spielenden Hauptstädter, wäre die erste Meisterschaft ihrer Vereinsgeschichte perfekt.
Nach zuletzt fünf Siegen in Folge hat sich jedoch auch Lille wieder in die Reihe der Titelkandidaten eingefügt. Der Drittplatzierte könnte mit einem Sieg den Rückstand auf Montpellier auf zwei Punkte verringern. "Wir haben uns bereits für die nächste Champions League qualifiziert", erklärte Lilles Angreifer Túlio De Melo. "Jetzt wollen wir auch noch Zweiter werden und somit direkt in die Gruppenphase kommen. Deshalb müssen wir dort gewinnen."
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