
Spieler: Roberto Soldado (Spanien)
Spaniens Trainer Vicente del Bosque nominierte Stürmer Roberto Soldado von Valencia CF auf Grund seiner aktuell bestechenden Form zum ersten Mal seit 2007 wieder für die Nationalmannschaft und bewies beim 5:0-Sieg gegen Venezuela ein glückliches Händchen. Nachdem der 26-Jährige zur Halbzeit eingewechselt worden war, erzielte er seine ersten drei Länderspieltore und verschoss zudem noch einen Elfmeter. "Das war eine der glücklichsten Abende meiner Fußballkarriere und ich hoffe, dass noch viele weitere solche folgen werden," so der Stürmer. "Es war toll, wieder dabei zu sein, aber ich hätte den Elfmeter verwandeln müssen."
Team: Frankreich
Nachdem Deutschland in der Qualifikation zur UEFA EURO 2012 in der Gruppe A alle Spiele gewonnen hatte und seit März 2011 ungeschlagen war, stand am Mittwoch für Laurent Blanc und Frankreich eine fast unlösbare Aufgabe in Bremen bevor. DochLes Bleus ließen sich davon nicht beeindrucken und Debütant Olivier Giroud brachte die Gäste Mitte der ersten Halbzeit in Führung. Florent Malouda sorgte dann 21 Minuten vor dem Ende für die Vorentscheidung, Cacau erzielte für den dreimaligen Europameister dann aber noch den Anschlusstreffer. Frankreich ist damit seit 18 Spielen ungeschlagen. "Wir haben eine tolle Leistung gegen ein starkes Team gezeigt", so Alou Diarra nach dem Spiel. "Wir haben gezeigt, dass wir auch gegen große Gegner bestehen können."
Tor: Cristiano Ronaldo (Real Madrid CF)
Der Stürmer von Real Madrid CF hat in seiner Karriere schon viele wichtige und spektakuläre Tore erzielt, doch der Siegtreffer gegen Rayo Vallecano de Madrid übertrifft dabei alle seine bisherigen Tore. In einem genialen Moment überwand Ronaldo die dicht gestaffelte Abwehr inklusive dem Torhüter mit einem sehenswerten Fallrückzieher und sicherte dem Team von José Mourinho damit die maximale Punkteausbeute. Damit liegen die Königlichen in der Tabelle weiterhin mit zehn Punkten Vorsprung vor dem FC Barcelona auf dem ersten Platz. "Es war ein tolles Tor, aber nicht das beste meiner Karriere", so der portugiesische Nationalspieler.
Zahl: 100
Am Mittwoch waren es noch 100 Tage, bis Co-Gastgeber Polen und Griechenland, der Europameister von 2004, die UEFA EURO 2012 in Warschau eröffnen. Im National Stadion fand Mitte der Woche das erste Spiel statt, Polen und Portugal trennten sich vor 55 000 Fans mit einem torlosen Unentschieden. Auch Dänemarks Torhüter Thomas Sørensen erreichte diese Zahl, nachdem er bei der 0:2-Heimniederlage gegen Russland sein 100. Länderspiel bestritt. "Wir haben noch genügend Zeit, um uns auf das Turnier vorzubereiten. Bei der EURO werden wir definitiv anders auftreten", so der Torhüter.
Zitat
"Es macht großen Spaß, in diesem Stadion hier zu spielen. Vielleicht sollte man hier einen Klub spielen lassen, FC Wembley oder so ..."
Der niederländische Stürmer Arjen Robben erzielte einen Doppelpack beim 3:2-Sieg gegen England.
Geburtstagskind: Dino Zoff
Dino Zoff feierte am Dienstag seinen 70. Geburtstag, 30 Jahre nach seinem Triumph bei der FIFA-Weltmeisterschaft und 44 Jahre nach dem Gewinn der UEFA-Europameisterschaft 1968. Der 112-malige Nationalspieler und ehemaliger Torhüter - auch als "Il monumento del calcio italiano" (Monument des italienischen Fußballs) bekannt - ist einer der berühmtesten Fußballer des Landes. "Ich habe Taten immer Worten vorgezogen", so Zoff, dessen Großmutter ihm einst acht rohe Eier pro Tag gab, um sein Wachstum zu fördern.
Theater der Träume: AS Saint-Étienne
Fußball und Kunst lassen sich nur schwer vereinen, doch der AS Saint-Étienne aus der Ligue 1 bietet seinen Fans nun zum zweiten Jahr in Folge Tickets für das Opéra-Théâtre de Saint-Étienne an. Jeder Fan, der sich ein Ticket für ein Fußballspiel kauft, kann zwischen fünf Aufführungen in der 1200 Plätze großen Halle wählen, darunter Igor Stravinskys Rake's Progress, Beethovens 3. Sinfonie und Glucks Orpheus und Eurydice. Opéra-théâtre-Direktor David Camus: "Das ist die Chance, das Theater besser kennenzulernen."
Familientreffen: Zlatan Ibrahimović
Zlatan Ibrahimovićs Besuch in Zagreb, als er mit Schweden in einem Freundschaftsspiel gegen Kroatien antrat, löste große Begeisterung aus. Nachdem der Stürmer vom AC Milan vier Minuten vor dem Ende beim Stand von 3:1 für Schweden ausgewechselt wurde, brannte Torwarttrainer Miralem Ibrahimović von NK Dinamo Zagreb eine bedeutende Frage auf den Lippen, schließlich könnte er mit dem 30-Jährigen verwandt sein. "Als Kind habe ich einige Verwandte in der Heimatstadt von Zlatans Vater, Bijeljina, besucht. Zlatan könnte mein Cousin sein." Doch leider gab es keine schnelle Lösung dieses Problems. "Ich habe ihn gefragt, aber er hat es nicht gewusst", so der 49-Jährige. "Er meinte, vielleicht weiß sein Vater Šefik mehr darüber."
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