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Könige des Comebacks und ein polnisches Rätsel

Veröffentlicht: Freitag, 13. Januar 2012, 9.17MEZ
Unsere wöchentliche Zusammenfassung kehrt mit furchtsamen kleinen Fischen, einem heimgekehrten Helden von Arsenal FC und einem Kandidaten für das Amt des französischen Präsidenten zurück.
Könige des Comebacks und ein polnisches Rätsel
Thierry Henry bejubelt ein Arsenal-Tor - eine bekannte Szenerie ©AFP

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Veröffentlicht: Freitag, 13. Januar 2012, 9.17MEZ

Könige des Comebacks und ein polnisches Rätsel

Unsere wöchentliche Zusammenfassung kehrt mit furchtsamen kleinen Fischen, einem heimgekehrten Helden von Arsenal FC und einem Kandidaten für das Amt des französischen Präsidenten zurück.

Spieler: Lionel Messi (FC Barcelona)
Er ist so unglaublich talentiert, dass man schon fast gar nicht mehr darüber schreiben möchte und der wunderbare Argentinier ist so oft ein Kandidat als Spieler der Woche in dieser Rubrik hier, dass die UEFA daran dachte, ihn aus dieser Sektion zu verbannen. In dieser Woche sorgte er dadurch für Gerede, dass er zum dritten Mal in Folge den Ballon d'Or gewann. " Ich möchte das mit Xavi teilen", sagte er. "Wir sind jetzt zum vierten Mal hier in Zürich und es ist eine große Freude, mit ihm zusammen zu spielen. Xavi, Du verdienst die Trophäe genauso wie ich. Ohne Dich hätte ich sie nicht gewonnen und ich möchte Dir danken, dass Du so ein guter Freund bist." Brillant und bescheiden. Der Fairness halber ist er von jetzt an aber definitiv verbannt.

Tor: Thierry Henry (Arsenal FC)
Rein von der Ästhetik her gab es diese Woche wohl schönere Treffer als das Henry-typische Siegtor gegen Leeds United FC im FA Cup, aber von der dahinter stehenden Geschichte her konnte kein anderes Tor mithalten. Der 34-Jährige saß erstmals, nachdem man sich auf eine zweimonatige Ausleihe von den New York Red Bulls geeinigt hatte, bei seinem alten Verein auf der Bank, wurde eingewechselt und sorgte mit seinem 227. Arsenaltor für die Entscheidung. "Ich hätte nie gedacht, dass ich nochmals für Arsenal spielen und ein Siegtor schießen würde", sagte ein emotionaler Henry nach dem Spiel. "Ich liebe den Klub und kann hoffentlich noch mehr leisten. Ich hoffe, dass es nicht mein letztes Tor gewesen ist." Da blieb kein Auge trocken...

Mannschaft: CD Mirandés

Nachdem man in der Runde zuvor schon Villarreal ausschaltete, setzte sich der Drittligist diesmal sogar erstmals bis ins Viertelfinale der Copa del Rey durch. Ein 1:1 im Rückspiel war nach dem 2:0-Sieg im Hinspiel genug, um die Pokalhoffnungen des Real Racing Clubs zu beenden. Pedro Munitis hatte den Favoriten in der ersten Halbzeit in Front gebracht, doch der Außenseiter schlug zurück, als Bank-Manager Pablo Infante einen späten Strafstoß im Netz unterbrachte - es war sein viertes Tor im diesjährigen Pokalwettbewerb. "Wir trainieren täglich außer dienstags, das sind eine Menge Kilometer zwischen Training, Arbeit und Zuhause", sagte Infante. "Aber in diesem wirtschaftlichen Klima einen Job zu haben, ist ein Privileg."

Zitat
"Ich darf nicht sagen, wie wir es machen werden. Ich werde unsere Erfolgsformel nicht verraten, nicht einmal gegenüber UEFA.com. Es ist wie bei Coca-Cola - niemand außerhalb der Firma kennt das Rezept."
Sebastian Mila, der Kapitän von WKS Śląsk Wrocław, weigert sich, UEFA.com zu erzählen, wie seine Mannschaft die polnische Meisterschaft gewinnen will

Zahl: 8
Acht Mannschaften haben europaweit in ihren Ligen noch keinen einzigen Punkt im eigenen Stadion abgegeben - ganz oben auf der Liste steht Manchester City FC, obwohl man die beiden letzten Pokalspiele im City of Manchester Stadium verloren hat. Auch Auswärtsreisen zu AZ Alkmaar, GNK Dinamo Zagreb, PFC Levski Sofia, PFC Lokomotiv Plovdiv, FK Partizan, SL Benfica und Panathinaikos FC sind zurzeit keine angenehmen Aufgaben.

Vive le president
2012 ist nicht nur das Jahr der UEFA-Europameisterschaft sondern auch der Präsidentschaftswahlen in Frankreich, bei denen, wie sich herausstellte, auch Eric Cantona kandidieren wird. Obwohl er zurzeit als Schauspieler, Beach-Soccer-Organisator und Manager von New York Cosmos arbeitet, hat der Ex-Stürmer von Manchester United FC anscheinend das Gefühl, nicht ganz ausgelastet zu sein, so dass im Kalender noch etwas Platz dafür ist, das Land zu regieren, für das er 45 Länderspiele bestritt. "Als ein engagierter Bürger kontaktiere ich Sie und bitte um Ihre Unterschrift, damit ich an der politischen Debatte teilnehmen kann, in die das Land verwickelt ist", schrieb Cantona. "Mein Ziel ist es, mindestens 500 Unterstützer zu gewinnen." Würde er sich als Bürgermeister von Manchester bewerben, wäre er sicher der absolute Favorit.

Busfahrer Helguson
Für Queens Park Rangers FC läuft es in der englischen Premier League zurzeit nicht rund, am Wochenende tauschte man gar den Trainer, doch eine gute Neuigkeit gibt es auch: Stürmer Heidar Helguson ist in seinem Heimatland Island zum Sportler des Jahres gewählt worden. Der 34-Jährige, der seinen Nachnamen zu Ehren seiner Mutter Helga umschreiben ließ, führte seine Familie als Grund dafür an, auf dem Boden geblieben zu sein. Er sagte: "Ich habe drei Söhne, die mir einen festen Halt zu Hause geben. Mir ist wichtig, dass, egal was im Fußball passiert, mein Leben zu Hause gleich bleibt. Ich muss morgens aufstehen und sie in die Schule bringen und das lässt mich am Boden bleiben. Manche Spieler sind immer in den Medien, von mir gibt es keine Schlagzeilen - niemand interessiert sich dafür, dass ich meine Jungs in die Schule fahre."

Mädchen (und Jungs) hereinspaziert
Nachdem das Spiel der Eredivisie vom 21. Dezember zwischen AFC Ajax und AZ Alkmaar abgebrochen wurde, nachdem ein Zuschauer Gästetorwart Esteban Alvarado attackiert hatte, wurde der Verein aus Amsterdam dazu verurteilt, das Wiederholungsspiel am 19. Januar hinter geschlossenen Türen auszutragen. Dann allerdings erinnerte man sich an das Spiel in der Türkei, das kürzlich nur vor Frauen ausgetragen wurde, und der Königlich-Niederländische Fußballverband (KNVB) stimmte dem Antrag von Ajax zu, dass nur Kinder zu diesem Spiel zugelassen sein sollen - die Karten werden kostenlos an Schulen und Sportvereine verteilt. 14 000 Kinder haben sich schon für Tickets registriert und Ajax-Kapitän Jan Vertonghen freut sich über diese Begeisterung für das Angebot. "Ich hoffe, dass viele Kinder, und vor allem laute, in die ArenA kommen werden. Besonders aus Amsterdam."

Der göttliche Hristo

Bulgariens Fußballlegende Hristo Stoichkov kehrte diese Woche ins Rampenlicht zurück, als er als neuer Trainer bei PFC Litex Lovech vorgestellt wurde. Der amtierende bulgarische Meister hat wohl kaum noch Titelchancen in der bulgarischen Liga und geht ein kleines Risiko mit dem Engagement Stoichkovs ein, der bei seinen bisherigen Trainerstationen als Nationaltrainer Bulgariens, bei RC Celta de Vigo und Mamelodi Sundowns FC (Südafrika) nicht überzeugen konnte. Wenn der 45-Jährige allerdings Druck empfunden haben sollte, zeigte sich das nicht. "Ich muss niemandem etwas beweisen", sagte er am Freitag bei seiner Vorstellung. "Vielleicht nur Gott gegenüber."

Ausgezeichnete Leistung
Zum Abschluss folgt an dieser Stelle noch ein Gruß an David Jeffrey, der am letzten Wochenende sein 15-jähriges Jubiläum als Trainer von Linfield FC feierte. In dieser Zeit wurde er acht Mal zum Trainer des Jahres in Nordirland gewählt, holte acht Mal die Meisterschaft und sechs Mal den Pokal. "Ich habe zehn Jahre als Spieler und Kapitän im Windsor Park gespielt und war nun 15 Jahre lang dort Trainer", sagte der 49-Jährige. "Ich habe mehr als mein halbes Leben damit verbracht, für diesen Verein zu arbeiten, aber es ist eine riesige Ehre und ein Privileg für mich." Bequemlichkeit dagegen liegt nicht in seinem Naturell. "Wenn man ein Spiel verliert, reden die Leute von einer 'Krise im Windsor Park'", fügte er hinzu. "Die Leute bewerten dich nicht nach dem letzten Titel, den du gewonnen hast, sondern dem nächsten und dem danach. Der Job wird nicht einfacher."

Letzte Aktualisierung: 14.01.12 1.12MEZ

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