Russland: FC Spartak Moskva - FC Lokomotiv Moskva (Samstag, 17.30 Uhr)
Der Tabellendritte Lokomotiv reist zum Fünften Spartak und möchte die Fünf-Punkte-Lücke auf den Spitzenreiter FC Zenit St Petersburg verkleinern. Die Gastgeber werden ohne den Toptorschützen Welliton, der sich in der Vorwoche beim 4:0-Sieg gegen den FC Tom Tomsk eine Rückenverletzung zuzog, auskommen müssen, dürfen sich aber über die Rückkehr des zuvor gesperrten Nicolás Pareja freuen. "Es ist ein Derby, daher macht es keinen Sinn, einen Favoriten zu suchen", sagte Lokomotiv-Verteidiger Roman Shishkin. "Spartak ist eine gute Mannschaft, aber sie sind nicht immer konstant. Sie haben viele fähige Spieler und sind sehr ambitioniert, also wird es ein interessantes Spiel."
England: Chelsea FC - Arsenal FC (Samstag, 13.45 Uhr)
Arsenal hat nur einen kurzen Weg innerhalb Londons zu den Blues vor sich und hofft darauf, erstmals seit Februar wieder drei Ligaspiele in Folge zu gewinnen. Für Trainer Arsène Wenger ist Stürmer Robin van Persie ein echter Torgarant, denn in den letzten beiden Ligaspielen gelangen ihm vier Tore, während Thomas Vermaelen nach zweimonatiger Verletzungspause an der Stamford Bridge in die Startelf zurückkehren wird. "Ich glaube nicht daran, dass man erst seinen Rhythmus finden muss", sagte der belgische Nationalspieler. "Man muss direkt da sein, und ich bin am Samstag verfügbar." Chelsea will sich dagegen nach der Überraschungsniederlage gegen Aufsteiger Queens Park Rangers FC am vergangenen Wochenende rehabilitieren - dort gab es auch Rote Karten für José Bosingwa und Didier Drogba.
Niederlande: FC Twente - PSV Eindhoven (Samstag, 20.45 Uhr)
Die beiden Teilnehmer an der UEFA Europa League haben aus zehn Spielen in der Eredivisie 21 Punkte gesammelt und liegen beide vier Punkte hinter Spitzenreiter AZ Alkmaar. PSV-Coach Fred Rutten verbrachte seine gesamte aktive Karriere bei Twente und weiß, dass es schon sechs Jahre her ist, dass die PSV zuletzt ein Ligaspiel in Enschede gewinnen konnte. Aus diesem Grund schonte er beim Pokalspiel unter der Woche mehrere Stammkräfte. "Ich bin glücklich, dass ich so austauschen konnte, wie ich wollte. [Georginio] Wijnaldum hat eine Halbzeit gespielt, ich habe [Kevin] Strootman runtergenommen, [Tim] Matavž geschont und [Dries] Mertens hat eine halbe Stunde gespielt - das war gut", sagte Rutten. Twente hofft, dass Mark Janko (Knie) und Peter Wisgerhof (Knöchel) rechtzeitig bis Samstag wieder fit werden.
Italien: FC Internazionale Milano - Juventus (Samstag, 20.45 Uhr)
Inter und Juventus gehen mit unterschiedlicher Stimmungslage ins Derby d'Italia. Nach dem 2:1-Sieg gegen ACF Fiorentina liegt die Vecchia Signora wieder auf Rang eins der Serie A und ist weiterhin ungeschlagen, während die Nerazzurri ihren schlechtesten Start jemals in eine Ligasaison eingestellt haben. Inter-Trainer Claudio Ranieri, der Juventus zwischen 2007 und 2009 trainierte, bleibt optimistisch: "Ich bin sicher, dass wir gegen Juve ein großartiges Spiel machen werden. Sie sind zurzeit die beste Mannschaft, aber ich mache mir keine Sorgen. Das ist nicht unsere letzte Chance auf einen Scudetto." Beide Mannschaften werden aber ohne ihre Stammtorhüter in die Partie gehen, denn Gianluigi Buffon leidet unter einer Schulterverletzung, während Júlio César sich beim 1:1 gegen Atalanta BC am Mittwoch eine Oberschenkelzerrung zuzog.
Frankreich: Olympique Lyonnais - AS Saint-Étienne (Samstag, 21.00 Uhr)
Lyon hofft darauf, in diesem Derby nach der Niederlage gegen Meister LOSC Lille Métropole am letzten Wochenende wieder auf die Siegerstraße zurückzukehren, steht aber gegen die Elf von Christophe Galtier vor einem schweren Gang, denn diese ist in den letzten fünf Spielen der Ligue 1 ungeschlagen. OL siegte am Mittwoch im Achtelfinale des Ligapokals sogar mit 2:1 bei St-Etienne. Trainer Rémi Garde warnte allerdings am Samstag, dass nun "ein komplett anderes Spiel" bevorstehe und der Gegner "noch mehr Kampfgeist" an den Tag legen werde. Das fünftplatzierte Lyon liegt vier Punkte vor seinen Gästen, die zurzeit Achter sind, und wird das Erlebnis der Vorsaison vermeiden wollen, als der Erzrivale nach 17 Jahren wieder bei OL siegen und an die Spitze der Tabelle springen konnte.
Polen: KKS Lech Poznań - Legia Warszawa (Sonntag, 17.00 Uhr)
Das "Derby Polens" ist in dieser Saison wohl vor allem das Duell zweier Topstürmer - der Lette Artjoms Rudņevs trifft auf den Serben Danijel Ljuboja. Rudņevs hat 14 Tore in elf Ligaspielen für Lech erzielt, darunter drei Dreierpacks. Ljuboja traf zwar "nur" sechs Mal, sein Einfluss bei Legia ist aber vergleichbar groß. "Ich habe einige Spieler im polnischen Pokal geschont, denn vor uns liegen wichtige Spiele", sagte Legias Trainer, Maciej Skorża. "Am Sonntag spielen wir gegen Lech, danach in der Europa League gegen Rapid Bucureşti. Das ist eine wichtige Phase unserer Saison, aber wir sind bereit für diese Herausforderung."
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