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Gattuso kommt, Muñoz bleibt

Veröffentlicht: Montag, 25. Februar 2013, 19.38MEZ
Der FC Sion hat Trainer Víctor Muñoz die Verantwortung für die erste Mannschaft entzogen. Der Spanier bleibt aber und stellt seinem Nachfolger seine Diplome zur Verfügung: Weltmeister Gennaro Gattuso.
von Michael Schifferle
Gattuso kommt, Muñoz bleibt
Kapitän Gennaro Gattuso ist jetzt bei Sion eine Art Spielertrainer ©Getty Images
Veröffentlicht: Montag, 25. Februar 2013, 19.38MEZ

Gattuso kommt, Muñoz bleibt

Der FC Sion hat Trainer Víctor Muñoz die Verantwortung für die erste Mannschaft entzogen. Der Spanier bleibt aber und stellt seinem Nachfolger seine Diplome zur Verfügung: Weltmeister Gennaro Gattuso.

Zur Pause kündigte sich das Unheil an in der Arena Thun: Der FC Sion lag 0:3 zurück, und Christian Constantin, der umtriebige Präsident des Walliser Vereins, begab sich von der Tribüne auf die Bank neben Trainer Víctor Muñoz, auf den er während der ganzen zweiten Halbzeit einredete. Die Sittener verloren letztlich 0:4, und wer Constantin kennt, wusste da bereits, welche Konsequenzen die Leistung haben würde, die selbst auf der Vereinshomepage als "desaströs" betitelt wurde: Muñoz wird die Verantwortung für die Mannschaft nach nur drei Meisterschaftsspielen entzogen – für ihn übernimmt Gennaro Gattuso bis auf weiteres die Leitung des Super-League-Vierten.

Entlassen wird Muñoz zwar nicht – doch das liegt einzig daran, dass der Spanier über die nötigen Trainerdiplome verfügt, die Gattuso fehlen; denn noch hat der italienische Weltmeister keinen einzigen Trainerkurs absolviert, was die zwingende Voraussetzung ist, um einen Super-League-Klub zu trainieren.

"Das Team muss sich nun ganz alleine anstrengen und sich seiner Nicht-Leistungen bewusst werden", sagte Constantin, der die Mannschaft "in die Verantwortung zwingen" wolle, wie er sich zitieren ließ. Wie lange die jetzige Lösung gelte, ist offen, sagte der Sittener Präsident. Gewiss aber ist sie erfolgsabhängig. Und es überraschte nicht, wenn Constantin in den kommenden Wochen einen neuen Übungsleiter präsentieren würde.

Dann gäbe es auch keinen Grund, Muñoz weiterzubeschäftigen. Und dass der 60-fache spanische Nationalspieler neuerlich als Cheftrainer fungieren wird, gilt als ausgeschlossen. Dabei war der Spanier erst im Dezember ins Amt gehoben worden – wohlgemerkt als vierter Trainer der Saison. Vor ihm hatten sich bereits Sébastien Fournier, Michel Decastel und Pierre-André Schürmann versucht. Fournier arbeitet nur bei Liga-Konkurrent Servette, Decastel trainiert die U21, und Schürmann ist vereinslos.

 
Letzte Aktualisierung: 25.02.13 20.08MEZ

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