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Luzern und Servette patzen

Veröffentlicht: Sonntag, 16. September 2012, 20.01MEZ
In der ersten Runde des Schweizer Pokals scheiterten mit Servette FC und dem FC Luzern sensationell zwei Erstligisten, die anderen acht Favoriten kamen weiter.
von Michael Schifferle
Luzern und Servette patzen
Servette-Traiiner João Alves hat derzeit eine Menge Sorgen ©AFP/Getty Images
Veröffentlicht: Sonntag, 16. September 2012, 20.01MEZ

Luzern und Servette patzen

In der ersten Runde des Schweizer Pokals scheiterten mit Servette FC und dem FC Luzern sensationell zwei Erstligisten, die anderen acht Favoriten kamen weiter.

Acht Super-League-Klubs haben die erste Hauptrunde des Schweizer Pokals überstanden. Servette FC und der FC Luzern scheiterten jedoch.

Dass Servette in der ersten Hauptrunde des Schweizer Pokals scheitern könnte, hatte man befürchten müssen – trotz Sébastien Fournier, dem neuen Trainer. Dass dem Super-League-Letzten aber nicht einmal eine Führung reichte, um den SC Cham aus der vierthöchsten Schweizer Liga zu schlagen, muss den Genfern zu denken geben.

Denn nach dem vermeintlich beruhigenden 1:0 durch einen 15-Meter-Schuss Geoffrey Tréands machten die Genfer falsch, was sie falsch machen konnten. Sie verteidigten nur noch, taten das aber auch noch derart fehlerhaft, dass Cham plötzlich zu Chancen und letztlich zu zwei Treffern kam – beide Male durch einen direkten Freistoß: Zunächst traf Dejan Jakovljevic (82.), dann Stefan Budmiger (89.). Servette hat nun wenigstens Zeit, sich ganz auf den Klassenerhalt zu konzentrieren.

Erwischt hat es auch den FC Luzern: Der Drittligist SR Delémont erwies sich als zu hohe Hürde für den Vorjahresfinalisten. Einiges lief an diesem Nachmittag schief für den FCL: Schon früh verschoss Dimitar Rangelov einen Elfer, dann gelang Sene Bardara mit dem ersten Angriff des Underdogs das 1:0 (11.).

Zwar köpfte Daniel Gygax kurz darauf das 1:1 (15.). Doch dass es nicht der Tag des FCL werden würde, zeichnete sich rasch ab. Er bot eine schwache Partie, war dem Drittligisten kaum je überlegen und musste nach Elfmeterschießen seine Niederlage hinnehmen: Dario Lezcano, Jerôme Thiesson und Tomislav Puljic vergaben – 4:3 nach Elfern für Delémont.

Ohne jegliche Schwierigkeiten setzten sich die beiden UEFA-Europa-League-Starter durch: Der FC Basel 1893 gewann beim Sechstligisten FC Amriswil 6:1, der BSC Young Boys beim Fünftligisten FC Wettswil-Bonstetten 5:1.

Der FCB lag bereits zur Pause uneinholbar vorne: Jacques Zoua Daogari (15. und 31.), die Namensvetter Fabian (30.) und Alex Frei (44.) hatte die Tore erzielt, die dem Außenseiter zeitig den Glauben an die Überraschung nahmen. Nach der Pause erhöhten Alex Frei, mit seinem 100. Basler Pflichtspieltor, und Mohamed Salah auf 6:1. Zwischendurch war Michele Contartese der Ehrentreffer gelungen (75.).

YB ging früh durch einen Elfmeter Raúl Bobadillas in Führung (3.); Alexander Farnerud (31.) und erneut Bobadilla (34.) hießen die weiteren Berner Torschützen bis zur Pause. YB hatte alles im Griff, konnte aber das 1:3 durch Nico Buchmann nicht verhindern (36.). Dass der Sieg doch noch standesgemäß ausfiel, verdankten die Berner Toren von Matias Vitkieviez (67., Elfmeter) und Farnerud (88.).

Ungefährdete Siege fuhren auch die beiden führende Super-League-Klubs ein: Der FC St. Gallen, der Tabellenführer, bezwang den FC Altstetten, einen Sechstligisten, 7:0. Der Grasshopper Club, der Super-League-Zweite, freute sich über ein 5:0 beim Tessiner Sechstligisten Vedeggio Calcio.

Andere hatten mehr Mühe: Etwa der FC Sion, der beim FC Richemond aus der sechsthöchsten Klasse zu einem kargen 1:0 kam; der FC Thun, der beim Viertligisten SC Düdingen einen Drei-Tore-Vorsprung preisgab, kurz vor Schluss aber 4:3 gewann; oder der FC Luzern, der sich beim Drittligisten SR Delémont erst nach Verlängerung durchsetzte.

Überdurchschnittlich viel Aufmerksamkeit wurde dem Auftritt des FC Zürich beim Viertligisten FC Echallens geschenkt: Nicht weil der FCZ letztlich 6:0 gewann oder Mario Gavranović drei Tore schoss, sondern weil Ludovic Magnin sein letztes Profispiel bestritt – ausgerechnet bei Echallens, seinem Stammverein, wo vor 16 Jahren alles angefangen hatte.

Vor einem Monat erklärte er seinen Rücktritt, nun lief er ein letztes Mal für den FCZ auf. In der 62. Minute wurde der ehemalige Linksverteidiger der Schweizer Nationalmannschaft eingewechselt – tiefe Spuren hinterließ er aber nicht mehr.

Letzte Aktualisierung: 17.09.12 8.15MEZ
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