
Während der Grasshopper Club zu einem 2:2 gegen den FC Luzern kam, musste der BSC Young Boys eine weitere empfindliche Niederalge einstecken – 1:2 bei Servette FC.
Nach dem 0:0 beim FC Thun in seinem ersten Spiel als GC-Trainer hatte Uli Forte geglaubt, seine Mannschaft habe Fortschritte in der Defensive gemacht. "Die Abwehr macht mir gegen Luzern keine Sorgen", sagte Forte vor seinem ersten Heimspiel. Vielmehr gehe es nun darum, auch das Offensivspiel zu verbessern.
Was Forte zur Pause gedacht hat, ist zwar nicht überliefert, zufrieden dürfte er aber nicht gewesen sein: Weder hatten die Grasshoppers bis zu diesem Zeitpunkt besser nach vorne gespielt, noch waren sie sicher gestanden – im Gegenteil. Die GC-Abwehr geriet nach einer ereignisarmen Anfangsphase rasch unter Druck, als die Gäste das Tempo anzogen.
Zuerst erwischte Jahmir Hyka GC-Torwart Roman Bürki mit einer Direktabnahme auf dem falschen Fuß (26.). Dann enteilte Adrian Winter nach einem Steilpass, um sicher einzuschieben (29.). Die Gäste lagen 2:0 vorn – und hätten bis zur Pause gar noch weitere Treffer erzielen könnten, wären sie mit letzter Konsequenz aufgetreten.
Nach der Pause aber steigerte sich GC, war mehr von der Leidenschaft zu sehen, die Forte angekündigt hatte. Spielerisch war die Leistung zwar weiterhin verbesserungswürdig, aber immerhin kämpfte sich GC in die Partie.
Auftrieb erhielten sie in der 50. Minute, als Steven Zuber eine Flanke Taulant Xhakas für einen direkten Abschluss nutzte – 1:2. GC blieb am Ausgleich dran, auch weil der FCL zu wenig unternahm, um mit einem dritten Treffer die Partie vorzuentscheiden.
So durften sie sich nicht beschweren, dass GC in der 76. Minute für seinen zumindest läuferisch nun einwandfreien Einsatz belohnt wurde: David Zibung, Luzerns Schlussmann, schaffte es nicht eine Flanke sicher abzufangen, die Abwehr befreite nur ungenügend, sodass Zuber vor der Strafraum an den Ball kam – und ihn in die rechte hohe Ecke schlenzte, noch ehe Zibung wieder richtig im Tor stand (76.).
In den Schlussminuten mussten die zur Pause so siegesgewissen Luzerner gar noch um den einen Punkt bangen; GC war einem dritten Tor mehrfach nahe.
In Genf verspielte derweil der BSC Young Boys eine Führung. Zwar gingen die Berner durch einen Treffer Moreno Costanzos in der 50. Minute in Führung, doch weil sie sich danach zu sehr zurückzogen, ermöglichten sie den immer besser werdenden Genfern zunächst den Ausgleich durch Marcos De Azevedo, der vom Elfmeterpunkt traf. Und dann, in der 90. Minute, gar das 2:1 durch Ishmael Yartey. Inzwischen trennen die Berner bereits sieben Punkte vom angestrebten zweiten Platz, auf dem trotz schwacher zweiter Hälfte der FCL liegt.
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