
Der FC Basel 1893 kam zwar auch diesmal nicht über ein 1:1 beim FC Luzern hinaus, baute aber seine Erfolgsserie auf 21 Spiele ohne Niederlage aus. Der FC Sion schlug den FC Zürich 2:1.
Am 20. August 2011 war es, als der FC Basel seine letzte Meisterschaftspleite kassierte. Nach einer dürftigen Vorstellung unterlag er dem FC Luzern 1:3. Die Stimmung im Basler Lager war mies nach diesem Fehltritt. Doch so sehr in diesem Moment Zweifel aufkamen, ob der FCB stark genug sei für die Aufgaben in dieser Spielzeit, so souverän hat er sich seither präsentiert: 20 Mal blieb er in der Super League ungeschlagen, holte 52 Punkte und seine Auftritte in der UEFA Champions League trugen ihm europaweit Respekt ein. Das Spiel in der Swissporarena habe sie wachgerüttelt, haben inzwischen manche Basler zugegeben.
Nun, an diesem 7. April 2012, lief der FCB ein nächstes Mal auf Luzerner Rasen auf, und wieder musste er die Heimreise mit einem Punktverlust antreten, wieder hatten ihn die zweitplatzierten Luzerner am Ende in Verlegenheit und um den Sieg gebracht. Dennoch dürften diesmal grundsätzliche Zweifel an der Qualität des FCB ausbleiben. Dafür spielte er bei diesem 1:1 zu stark. Er war vor der Pause sehr konzentriert, spielte druckvoll und hatte mit Xherdan Shaqiri die überragende Figur auf seiner Seite.
Nach drei Minuten traf der "Kraftwürfel" mit einem Scherenschlag - eine Szene, wie sie selten auf Schweizer Plätzen zu sehen ist. Auch danach hielt der FCB das Tempo hoch und blieb Shaqiri auffällig: In der 16. Minute bediente er Marco Streller mit einer punktgenauen Flanke, die dieser nicht zu einem präzisen Kopfball nutzen konnte. Dann setzte er Fabian Frei mit einem Diagonalpass in Szene, dessen Abschluss David Zibung aber mit dem Fuß parierte. Und nach 31 Minuten versuchte es Shaqiri aus 18 Metern selbst - Zibung war jedoch wieder zur Stelle.
Hatten die Luzerner Angriffsbemühungen vor der Pause aus einem Distanzschuss und einem harmlosen Kopfball bestanden, ging die Mannschaft von Murat Yakin nach dem Seitenwechsel mit mehr Eifer zu Werke. Das Publikum erwachte ebenso, so dass plötzlich der FCB etwas unter Druck geriet und sich darauf konzentrieren musste, das eigene Tor zu verteidigen.
Die Luzerner Angriffe wurden zwar nicht mit der gleichen Klasse vorgetragen wie jene des FCB. Doch gefährlich waren sie - besonders jener in der 59. Minute, der mit einem Tor belohnt wurde: Nach einer Kopfballvorlage von Claudio Lustenberger drückte Dario Lezcano den Ball mit der Brust über die Linie - 1:1. Wenig später verpasste Lezcano das 2:1, auf das der FCL nach dem Ausgleich drängte, nur um eine Schuhspitze.
Sonst blieben die klaren Offensivaktionen trotz sehr hoher Intensität eine Ausnahme; auch der FCB, der sich langsam wieder fing, ließ nun die Geradlinigkeit in der gegnerischen Hälfte vermissen. Das 1:1 war die logische Folge. Der FCB verpasste es zwar, seinen Vorsprung auf die Luzerner auf satte 20 Zähler auszubauen. Dennoch dürfte er aufgrund des zweiten Durchgangs und des üppigen Vorsprungs mit dem Unentschieden leben können.
Im zweiten Spiel des Samstags setzte der neuntplatzierte FC Sion seine Aufholjagd fort. Gegen den FC Zürich drehte er einen 0:1-Pausenrückstand in ein 2:1, das ihn wieder auf fünf Punkte an den FC Lausanne-Sport heranrücken lässt. Yassine Chikhaoui hatte die Gäste vom Elfmeterpunkt in Führung geschossen (33.), ehe Geoffrey Serey Die (59.) mit einem Weitschusstor und Vilmos Vanczak (71.) per Kopf die Wende herbeiführten. Zürichs Übergangstrainer Harald Gämperle wartet somit noch immer auf einen Sieg.
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| Vereine | S | Pkt. | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | FC Basel 1893 | 27 | 59 | ||
| 2 | FC Luzern | 27 | 42 | ||
| 3 | BSC Young Boys | 26 | 39 | ||
| 4 | FC Thun | 26 | 34 | ||
| 5 | Servette FC | 26 | 34 | ||
| 6 | FC Zürich | 27 | 31 | ||
| 7 | Grasshopper-Club | 26 | 23 | ||
| 8 | FC Lausanne-Sport | 26 | 17 | ||
| 9 | FC Sion * | 27 | 12 | ||
| 10 | Neuchâtel Xamax FC | 18 | 26 |
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