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Neuland für russische Premier-Liga

Veröffentlicht: Freitag, 20. Juli 2012, 9.10MEZ
Zenit St Petersburg, Spartak Moskva und CSKA Moskva dürften in dieser Saison die Meisterschaft in Russland unter sich ausmachen, aber Dinamo Moskva mit Kapitän Kevin Kuranyi möchte auch ein Wörtchen mitreden.
von Dmitri Rogovitski
Neuland für russische Premier-Liga
Superpokal-Sieger Rubin Kazan gehört in dieser Saison nur zu den Außenseitern ©Getty Images
Veröffentlicht: Freitag, 20. Juli 2012, 9.10MEZ

Neuland für russische Premier-Liga

Zenit St Petersburg, Spartak Moskva und CSKA Moskva dürften in dieser Saison die Meisterschaft in Russland unter sich ausmachen, aber Dinamo Moskva mit Kapitän Kevin Kuranyi möchte auch ein Wörtchen mitreden.

Nach einer hektischen 18-monatigen Übergangssaison startet die russische Premier-Liga an diesem Wochenende in ihre erste Herbst/Frühlingssaison. Trotz der ungewohnten Spielzeit hat sich die Liste der üblichen Verdächtigen in Hinblick auf die Meisterschaft kaum verändert. Doch die Konkurrenz scheint stärker und ausgeglichener. UEFA.com analysiert für Sie die kommende Spielzeit.

Titelfavoriten: FC Zenit St Petersburg, FC Spartak Moskva, PFC CSKA Moskva

Außer diesen drei Teams dürfte keine Mannschaft für den Titel in Frage kommen. Zenits sehnlichster Wunsch ist es, zu den zehn Topteams des Kontinents zu gehören, da ist die erfolgreiche Titelverteidigung eigentlich ein Muss für die Mannschaft von Trainer Luciano Spalletti. Doch schon im Duell um den russischen Superpokal gab es letzte Woche eine 0:2-Klatsche gegen den FC Rubin Kazan. Auf dem Transfermarkt hielt sich Zenit auffallend zurück, doch vor dem Start der Gruppenphase der UEFA Champions League wird der Meister vermutlich noch zuschlagen.

CSKA hat seine Schlüsselspieler gehalten, allerdings bis auf Außenverteidiger Mário Fernandes bisher noch keine neuen Spieler verpflichtet. Spartak beendete fünf der letzten sieben Wettbewerbe als Zweiter und möchte nun unter dem spanischen Trainer Unai Emery einen Schritt weitergehen. Vier solide Stürmer sind dafür eine gute Basis, in der Abwehr dürfte es noch die eine oder andere Verpflichtung geben.

Außenseiter mit Chancen auf das Treppchen: FC Dinamo Moskva, FC Lokomotiv Moskva, FC Rubin Kazan, FC Anzhi Makhachkala

Rubin setzt erneut auf seine gute Abwehr, die zudem noch mit Iván Marcano verstärkt wurde. Außerdem ist der Ex-Hoffenheimer Carlos Eduardo nach langer Verletzungspause wieder fit. Was noch fehlt, ist ein guter Stürmer. Den hat Anzhi zwar mit Ex-Barcelona- und Inter-Star Samuel Eto'o, doch noch fehlt es dem Team an der nötigen Konstanz für höhere Weihen. Großes Ziel ist die Teilnahme an der nächsten UEFA Champions League. "Wir müssen Schritt für Schritt machen und die traditionellen Topmannschaften in Russland ein bisschen ärgern", gibt Trainer Guus Hiddink die Devise aus.

Dinamo, mit Kapitän Kevin Kuranyi, muss die Abgänge von Aleksandr Samedov und Andriy Voronin verkraften und zeigte in der Vorbereitung durchwegs schwache Auftritte. Beim Lokalrivalen Lokomotiv setzt man vor allem auf den neuen Trainer Slaven Bilić, der seit seiner Ankunft schon einige viel versprechende Transfers getätigt hat.

Europapokalaspiranten: FC Kuban Krasnodar, FC Krasnodar

Bei seinem Antritt bei Kuban im Dezember 2009 versprach Dan Petrescu, innerhalb von drei Jahren den Sprung in den Europapokal zu schaffen. Momentan scheint für den Rumänen alles nach Plan zu verlaufen. In seiner ersten Saison führte er das Team in die Premier-Liga, in der zweiten Saison landete Kuban in der oberen Tabellenhälfte. Doch mit dem Abgang von Lacina Traoré zu Anzhi hat das Team seinen besten Torjäger verloren. Anders als Kuban hat Krasnodar, 2008 gegründet, keine Europapokal-Ambitionen verlauten lassen. Doch der neunte Platz hat den letztjährigen Aufsteiger selbstbewusst werden lassen, den Außenseiterstatuts hat die Mannschaft allerdings längst eingebüßt.

Abstiegskandidaten: FC Amkar Perm, PFC Krylya Sovetov Samara, FC Volga Nizhny Novgorod, Mordovia Saransk

Amkar, Krylya Sovetov und Nizhny Novgorod hatten zuletzt alle große finanzielle Probleme. Mordovia ist ein Neuling in der Premier-Liga. Saransk wird zumindest deshalb international Aufmerksamkeit erregen, weil die Stadt auf der provisorischen Liste der Gastgeberstädte für die FIFA-WM 2018 steht.

Letzte Aktualisierung: 23.07.12 9.27MEZ

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