
SL Benfica wartet seit drei Spielen auf einen Sieg und geht mit leicht angeknackstem Selbstvertrauen in die kommende Woche. Am Freitag steht zunächst das Schlagerspiel in der Liga gegen den FC Porto an, dann folgt am Dienstag das Achtelfinalrückspiel in der UEFA Champions League gegen den FC Zenit St Petersburg.
Vor dem Hinspiel gegen Zenit hatten die "Adler" elf Spiele in Folge gewonnen, doch in St. Petersburg gab es eine 2:3-Pleite. Es folgte am 20. Februar ein überraschendes 0:1 bei Vitória SC und auch das 0:0 bei A. Académica de Coimbra dürfte Trainer Jorge Jesus kaum getröstet haben.
Porto nutzte diese Ausrutscher und egalisierte in der Tabelle einen Fünf-Punkte-Rückstand. Benfica kann vor dem Showdown am Freitag in Lissabon immerhin auf eine beeindruckende Statistik verweisen, zuhause ist man seit 17 Spielen ungeschlagen, alle zehn Ligaspiele wurden gewonnen. Im Europapokal verlor Benfica nur eines der letzten 19 Heimspiele im Estádio Sport Lisboa e Benfica, gewann aber 15.
Nicht zuletzt deshalb sprüht Mittelfeldspieler Pablo Aimar vor Optimismus. "Klar glauben wir daran, dass wir Porto schlagen können", sagte der 32-jährige Argentinier, der gerade zu Benficas Spieler der Saison 2010/11 gewählt worden ist. "Mit unseren Fans im Rücken werden wir ein großes Spiel zeigen und gewinnen."
Zehn Spieltage vor Saisonende möchte Coach Jorge Jesus das Porto-Spiel nicht überbewerten. "Die Meisterschaft wird nicht hier entschieden", sagte der 57-Jährige. "Wir wissen, wie wichtig die nächsten beiden Spiele für uns sind. Aber die Mannschaft ist solche Szenarien gewöhnt
."
Im Falle eines Unentschiedens wäre vielleicht sogar der SC Braga – derzeit nur drei Punkte hinter dem Spitzenduo – lachender Dritter. Jorge Jesus warnt denn auch vor seinem Ex-Klub: "Benfica und Porto sollten Braga nicht außer Acht lassen." So sieht es auch Portos Trainer Vítor Pereira: "Braga hat bewiesen, dass man ein echter Titelanwärter ist."
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