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Lazio fasst den Scudetto ins Auge

Veröffentlicht: Montag, 14. Januar 2013, 9.58MEZ
"Wir legen jetzt die Karten auf den Tisch", sagte Sergio Floccari nachdem S.S. Lazio nur drei Punkte hinter Meister Juventus liegt und endgültig zum Titelkandidaten wurde.
von Fabio Balaudo
Lazio fasst den Scudetto ins Auge
Sergio Floccari (rechts) spricht offen vom Scudetto ©Getty Images
Veröffentlicht: Montag, 14. Januar 2013, 9.58MEZ

Lazio fasst den Scudetto ins Auge

"Wir legen jetzt die Karten auf den Tisch", sagte Sergio Floccari nachdem S.S. Lazio nur drei Punkte hinter Meister Juventus liegt und endgültig zum Titelkandidaten wurde.

S.S. Lazio zeigte sich zuletzt in der Serie A so raublustig wie der Adler auf ihrem Wappen und liegt nach dem 2:0-Heimsieg am Sonntag gegen Atalanta BC nur noch zwei Punkte hinter Tabellenführer Juventus.

Es war im Stadio Olimpico ein hart erkämpfter Sieg in einem nicht unbedingt hochklassigen Spiel. Für die Römer ging es aber natürlich vor allem um die drei Punkte, mit denen sie ihre Ambitionen auf den Scudetto unterstrichen, vor allem, da Juventus nur 1:1 bei Parma FC spielte.

Der Schlüssel zu Lazios Sieg lag in der Entschlossenheit und Flexibilität. Es war ein Spiel, in dem Miroslav Klose seine übliche Torgefahr vermissen ließ, so dass die taktischen Fähigkeiten von Trainer Vladimir Petković gefragt waren. In der Pause stellte er seine Mannschaft mit zwei Wechseln komplett um, nachdem die ersten 45 Minuten nicht gerade befriedigend gelaufen waren – der einstige Mittelfeldspieler zeigte einmal mehr, welchen Wert er mittlerweile für den Verein hat.

"Wir haben vor der Pause sehr schlecht gespielt", kommentierte der 49-jährige Trainer, der letzten Sommer vom FC Sion zu Lazio wechselte, nach dem Spiel. "Manchmal ist es wichtig, den Spielern einen Impuls zu geben und eine andere Herangehensweise zu wählen. Ich denke, das ist mir in der Halbzeit gelungen und ich bin mit der zweiten Hälfte und dem Ergebnis sehr zufrieden, auch wenn wir besseren Fußball spielen müssen, wenn wir ganz nach oben wollen."

Petković ist bewusst, dass es schwierig sein wird, am amtierenden Meister der Serie A dranzubleiben, aber er ist stolz auf seine Spieler, die nun in den letzten neun Ligaspielen und 14 Pflichtspiele lang ungeschlagen sind. Nur Delio Rossi (15 Partien in der Saison 2006/07), Roberto Mancini (18 in der Saison 2002/03) und Sven-Göran Eriksson (24 Spiele in der Saison 1999/00, als Lazio seinen zweiten und letzten Scudetto holte) gelangen bessere Serien. Nicht schlecht für einen Trainer, dem vor sechs Monaten bei seiner Verpflichtung eine Menge Zweifel entgegengebracht wurden und der nun als der Architekt des jüngsten Erfolgs Lazios gilt.

Das Selbstvertrauen ist mittlerweile sogar so groß, dass Stürmer Sergio Floccari, der gegen Atalanta für das erste Tor sorgte, offen von ganz großen Zielen spricht. "Juventus ist eine große Mannschaft und trotz einiger schlechter Resultate spielen sie immer noch guten Fußball", sagte der Angreifer. "Aber der Weg zum Scudetto ist sehr steinig und auch wenn es noch sehr früh in der Saison ist, darüber zu sprechen, wollen wir die Karten auf den Tisch legen."

Diese Worte mögen in Turin wie eine Warnung ankommen, wo Juventus dringend nach seiner Form sucht. Zwar stehen die Bianconeri immer noch an der Spitze der Tabelle, aber aus den ersten beiden Spielen im Jahr 2013 gab es nur einen Punkt, so dass man langsam nervös nach hinten blickt – auf den hungrigen Adler, der auf Beutefang ist.

Letzte Aktualisierung: 14.01.13 11.07MEZ

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