
Heute beginnt das Achtelfinale mit vier Paarungen – mit dem VfB Stuttgart, dem 1. FC Köln und dem BV Borussia Dortmund sind drei Erstligisten im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale dabei.
Schicksalsspiel für Babbel?
Der in der Bundesliga und in der UEFA Champions League angeschlagene VfB Stuttgart tritt beim Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth an – von einigen Beobachtern wird dieses Spiel schon zum Schicksalsspiel für Trainer Markus Babbel gemacht. "Es wird Zeit, dass wir für unsere Arbeit wieder mit einem Sieg belohnt werden. Ich bin mir sicher, dass wir in Fürth auch wieder mehr Glück haben, als zuletzt", sagte Babbel. Manager Horst Heldt weiß aber auch, dass sich Stuttgart in den bisherigen Runden gegen Sonnenhof Großaspach (4:1) und den VfB Lübeck (3:1) nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat. "Bisher haben wir uns im Pokal sehr schwer getan", so Heldt. "Aber ich bin überzeugt davon, dass sich das Team in Fürth so präsentiert, dass wir unserem großen Ziel Berlin einen Schritt näher kommen." Die Schwaben müssen dabei aber auf Cacau (Muskelfaserriss), Georg Niedermeier (Bänderdehnung), Sami Khedira (Überlastungsreaktion im Fuß) und Martin Lanig (Reha nach Kreuzbandriss) verzichten.
Keine Pokal-Sensation in Osnabrück
Der BV Borussia Dortmund reist zum Drittligisten VfL Osnabrück, und Trainer Jürgen Klopp schließt eine Überraschung von vornherein aus. "Es wird auch in Zukunft Pokal-Sensationen geben - aber nicht am Dienstag in Osnabrück. Wir haben große Ziele in diesem Wettbewerb. Und meine Mannschaft neigt nicht dazu, einen Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Dafür ist sie noch zu jung." Der Einsatz von Nelson Valdez und Jakub Blaszczykowski ist fraglich, nachdem sie beim 1:1 bei Bayer 04 Leverkusen aufgrund muskulärer Beschwerden frühzeitig vom Feld mussten. Auch Sven Bender muss eventuell mit einer Prellung auf dem Spann passen. "Wir müssen unsere Qualität durchbringen. Auch für uns ist es ein Highlightspiel", so Klopp weiter, der sehr wohl weiß, das am Ende ein Platz in der UEFA Europa League winkt.
"Köln wird uns unterschätzen"
Dagegen baut Mario Basler darauf, dass der 1. FC Köln seinen SV Eintracht Trier unterschätzen wird – schließlich ist Baslers Truppe nur in der Regionalliga beheimatet. "[B]eim FC liegt das Hauptaugenmerk bestimmt eher auf der Bundesliga. Der Verein will um jeden Preis die Liga halten. Der Pokal hat dabei sicher nicht allerhöchste Priorität", spekuliert Basler. "Ich habe es in meiner aktiven Karriere selbst häufig genug erlebt, dass gegen vermeintlich schwächere Gegner ein paar Prozent gefehlt haben. Das ist Kopfsache. Da kann Kölns Trainer Zvonimir Soldo machen, was er will. Er wird das nicht aus den Köpfen seiner Spieler heraus bekommen." In Köln ist man zurzeit etwas besorgt darüber, dass das vermeintliche Traumduo im Sturm, Lukas Podolski und Milvoje Novakovič, nicht so recht sticht. Doch für Soldo ist das nur ein temporäres Problem: "Lukas und Nova haben lange nicht mehr miteinander trainiert. Das liegt an den Verletzungen der beiden und den Länderspielen. Es dauert noch ein bisschen, dann wird es laufen."
Zweitligaduell
Das vierte Dienstagsspiel ist ein reines Zweitligaduell: Der FC Augsburg empfängt den MSV Duisburg. Die beiden Mannschaften liegen in der aktuellen Zweitligatabelle gerade einmal einen Punkt auseinander: Augsburg ist Siebter, der MSV Neunter. "Wir haben die Chance, erstmals unter denletzten acht Mannschaften im DFB-Pokal zu sein und damit den Verein in Deutschland noch mehr in den Fokus zu rücken", fordert FCA-Trainer Jos Luhukay.
Mittwochsspiele
Am Mittwoch stehen die verbliebenen vier Spiele auf dem Plan: Eintracht Frankfurt empfängt im einzigen Bundesligaduell den FC Bayern München, der TSV 1860 München ist Gastgeber für den FC Schalke 04, der 1. FC Kaiserslautern reist zu Werder Bremen und die TSG 1899 Hoffenheim ist Gastgeber für TuS Koblenz.
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