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Der vergessene Torjäger

Veröffentlicht: Montag, 4. Februar 2013, 12.05MEZ
Auf der Suche nach dem Mann des 20. Spieltages muss man diesmal nicht lange diskutieren. Beim 2:0-Sieg der Frankfurter Eintracht beim Hamburger SV stach vor allem Neuzugang Srdjan Lakić in seinem ersten Spiel mit einem Doppelpack heraus.
von Felix Steuber
Der vergessene Torjäger
Die Eintracht gratuliert ihrem neuen Torjäger Srdjan Lakić ©AFP/Getty Images
Veröffentlicht: Montag, 4. Februar 2013, 12.05MEZ

Der vergessene Torjäger

Auf der Suche nach dem Mann des 20. Spieltages muss man diesmal nicht lange diskutieren. Beim 2:0-Sieg der Frankfurter Eintracht beim Hamburger SV stach vor allem Neuzugang Srdjan Lakić in seinem ersten Spiel mit einem Doppelpack heraus.

“Ich habe in meinem Leben gelernt, wenn es nicht sein soll, kannst du machen, was du willst. Und wenn der Moment kommen soll, wird er kommen.“ Was nach dem Dalai Lama klingt, kommt aus dem Munde von Frankfurts neuem Stürmer Srdjan Lakić. Der hatte seit dem 34. Spieltag der Saison 2010/11 nicht mehr getroffen, damals noch im Trikot des 1. FC Kaiserslautern. Es folgten Engagements beim VfL Wolfsburg und der TSG 1899 Hoffenheim, in denen er seinem Ruf als Knipser – vorsichtig formuliert – keine Ehre machte und zudem auch noch vom Verletzungspech verfolgt wurde.

Jetzt, in seinem ersten Spiel im Frankfurter Trikot, war auch Fortuna wieder einmal Seiten des Kroaten, der einmal genau richtig stand und 14 Minuten später den Kopf im richtigen Moment hinhielt.

“Ich freue mich, ein Teil dieser Mannschaft zu sein. Das ist ein fantastisches Gefühl. Aber die Mannschaft hat es mir auch leicht gemacht“, erklärte Lakić nach seinem exzellenten Debüt und versprach: “Aber das ist noch nicht das Ende des Wegs.“

Dort schien er nach 21 torlosen Monaten schon angekommen zu sein, als sich Frankfurts Trainer Armin Veh an den Lakić aus Lauterer Tagen erinnerte, der einmal 16 Tore in einer Saison erzielt hatte.

Mit seinen zwei Treffern gegen den HSV hat der kroatische Nationalspieler nun schon nach 82 Minuten Einsatzzeit ein Tor mehr erzielt als Olivier Occéan, der dafür allerdings 15 Spiele (892 Minuten) benötigte. Lakić fühlt sich wohl in Frankfurt. Und das nach nur knapp einer Woche. Das liegt wohl vor allem an dem in ihn gesetzte Vertrauen. Er findet es “klasse, dass die Leute an mich glauben.“

Allerdings kennt sich Lakić gut aus in der Traumwelt Fußball. “Im Fußball geht alles sehr schnell“, ist er sich bewusst und hätte dabei, wäre er ein Kenner der Eintracht-Historie, sicher an Martin Fenin gedacht.

Der Tscheche war der letzte Frankfurter, der in seinem Debütspiel so einen grandiosen Einstand feierte. 2008 traf der heute 25-Jährige gegen Hertha BSC Berlin gleich dreimal und wurde künftig an dieser Leistung gemessen. Das Ende vom Lied – Fenin scheiterte an dieser Erwartungshaltung, bekam private Probleme und spielt heute, nach einem Intermezzo beim FC Energie Cottbus, wieder in seiner Heimat bei SK Slavia Praha.

 

Letzte Aktualisierung: 04.02.13 12.24MEZ

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