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Unspektakulär, aber erfolgreich

Veröffentlicht: Donnerstag, 17. Januar 2013, 15.38MEZ
Drei Mannschaften teilten sich in der Bundesliga das Etikett als das "Überraschungsteam der Vorrunde": Frankfurt, Freiburg und Mainz. Im dritten Teil unserer kleinen Serie widmen wir uns heute den Mainzern.
von Felix Steuber
Unspektakulär, aber erfolgreich
Der Vater des Mainzer Erfolges: Thomas Tuchel ©Getty Images
Veröffentlicht: Donnerstag, 17. Januar 2013, 15.38MEZ

Unspektakulär, aber erfolgreich

Drei Mannschaften teilten sich in der Bundesliga das Etikett als das "Überraschungsteam der Vorrunde": Frankfurt, Freiburg und Mainz. Im dritten Teil unserer kleinen Serie widmen wir uns heute den Mainzern.

Nach einer schweren Vorsaison mit vielen Neuzugängen startete der 1. FSV Mainz 05 auch dieses Jahr mit einem Punkt aus den ersten drei Spielen eher gemächlich. Doch mit dem Sieg gegen den FC Augsburg am vierten Spieltag kam die Wende. Vor allem daheim überzeugten die 05er. In acht Heimspielen ging man sechs Mal als Sieger vom Platz.

Auffälligster Spieler der Vorrunde war Ádám Szalai. Mit neun Treffern ist der Ungar zu einer Art Lebensversicherung für die Rheinhessen geworden, hat sich allerdings auch für andere Vereine interessant gemacht. Nicht mehr zu haben ist dagegen Jan Kirchhoff, denn der 22-jährige wechselt in der kommenden Saison zum FC Bayern München. Seit dem Derby gegen Eintracht Frankfurt hat sich mit dem erst 19-jährigen Shawn Parker ein weiteres junges Gesicht in den Fokus gespielt.

Dennoch besteht der Trainer darauf, dass das Team der Star ist – nicht ganz zu Unrecht. Denn effektives Gegenpressing, auf das das Mainzer Spiel ausgelegt ist, funktioniert nur im Team. Bei Ballgewinn schaltet die Mannschaft geschlossen schnell um und agiert mit Tempogegenstößen. Offensive und Ballbesitz sind das höchste Gut unter Tuchel. Und trotzdem ist wohl der wichtigste Unterschied zur Vorsaison in der stabilen Defensive der Mainzer zu suchen.

Selbst bei den sieben Niederlagen hatte Mainz fast immer die Chance, zu punkten. “Es bleibt eine Qualität, kein einziges Mal chancenlos gewesen zu sein“, sagt denn auch Trainer Tuchel. Und deshalb wird man den Kader im Winter auch kaum verändern. Die Mannschaft ist eingespielt, die Räder greifen ineinander. Laut Tuchel hat die Mannschaft bewiesen, “dass sie in dieser Konstellation sehr gut funktioniert“.

Kein Wunder, dass es bei dieser Bilanz nur wenig etwas zu meckern gibt. “Ich finde, acht Siege sind ein Wahnsinnswert für uns. Für die Leistungen, die wir gebracht haben, sind sieben Niederlagen aber zu viel“, so der Trainer fast schon trotzig. “Der Platz entspricht schon der wahren Leistung. […] Wir zeigen schon lange, dass wir eine gute Qualität in der Mannschaft haben. Genauso wollen wir auch weitermachen“, ergänzt ein selbstbewusster Szalai. Allerdings ist sich Tuchel durchaus bewusst, “dass es in der Tabelle sehr eng ist. Man braucht sich nicht so viel darauf einbilden“.

Sollte es in der Liga am Ende nicht zur Europapokal-Qualifikation reichen, bliebe noch die Hintertür DFB- Pokal. Und da wartet mit dem SC Freiburg im Viertelfinale eine lösbare Aufgabe – übrigens derselbe Gegner, gegen den man am Samstag mit einem Sieg in die Rückrunde starten möchte.

Die Hausaufgaben sind jedenfalls gemacht. Die letzten Vorbereitungsspiele entlockten dem Trainer sogar ein Lob. “ Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Wir haben zweimal zu Null gespielt, fleißig verteidigt, mutig gespielt und zweimal gewonnen“, blickt Tuchel der Rückrunde positiv entgegen.

 

Letzte Aktualisierung: 18.01.13 9.15MEZ

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