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Frankfurts gute "Veh"

Veröffentlicht: Dienstag, 15. Januar 2013, 12.22MEZ
Armin Veh hat in den letzten Monaten in Frankfurt Großartiges geleistet. Nicht zuletzt dank der glücklichen Hand ihres Trainers war die Eintracht in der Hinrunde der Saison 2012/13 das Überraschungsteam schlechthin.
von Felix Steuber
Frankfurts gute "Veh"
Armin Veh hat Frankfurt zu einem Spitzenteam geformt ©AFP/Getty Images
Veröffentlicht: Dienstag, 15. Januar 2013, 12.22MEZ

Frankfurts gute "Veh"

Armin Veh hat in den letzten Monaten in Frankfurt Großartiges geleistet. Nicht zuletzt dank der glücklichen Hand ihres Trainers war die Eintracht in der Hinrunde der Saison 2012/13 das Überraschungsteam schlechthin.

"Als ich dann kam, war das keine Mannschaft, sondern ein Haufen." Genau das dachte Fußballlehrer Armin Veh, als er vor gut eineinhalb Jahren Eintracht Frankfurt übernahm. Die SGE war gerade aus der Bundesliga abgestiegen und stand vor einem Neuanfang. Zusammen mit Vorstandschef Heribert Bruchhagen und Sportdirektor Bruno Hübner formte Veh ein neues Team. Ein Team, das mit der Zeit reifte und nun nach 17 Spieltagen mit satten 30 Punkten auf Platz 4 der Bundesliga steht!

"Du musst eben für etwas stehen. Wir wollen immer auf Sieg spielen", so Veh. "Grundsätzlich ist die Personalpolitik entscheidend für den Erfolg einer Mannschaft." Klingt logisch. Und so wurde die Aufstiegsmannschaft im Sommer klug verstärkt. Spieler wie Bastian Oczipka, Takashi Inui und Stefan Aigner haben neben arrivierten Kräften wie Sebastian Jung und Alex Meier voll eingeschlagen. Letzterer traf bereits dreimal doppelt. Für Armin Veh kein Grund, ihn nicht zu kritisieren. "Er könnte ruhig auch mal drei Treffer machen", sagte er mit einem Augenzwinkern.

Sieben Spieltage hat es gedauert, bis jemand herausfand, wie man die Eintracht bezwingt. Vielleicht waren es aber auch Meier und Co., die sich aus Angst vor der eigenen Courage selbst geschlagen haben. Aber wer dachte, dass nun der tiefe Fall der Veh’schen Rasselbande folgt, der hatte sich getäuscht. Zwar folgte im November eine erste kleine Krise, diese fingen die Adlerträger aber ab und beendeten die Hinrunde mit zwei Siegen – und, punktgleich mit Meister Borussia Dortmund, auf Platz 4.

Auf der Suche nach dem Geheimnis des Erfolges muss man schnell feststellen, dass es gar kein Geheimnis gibt. So ergab eine Umfrage, an der über 200 Spieler der Bundesliga teilnahmen, dass die Eintracht mit Sebastian Rode den "Aufsteiger der Hinrunde" in ihren Reihen hat. Doch damit nicht genug - mit Alex Meier, Sebastian Jung und Kevin Trapp folgen gleich drei weitere Eintracht-Kicker auf den Plätzen. Eintracht verpflichtet!

Doch bei aller Euphorie weiß wohl kein Verein besser als die Eintracht, wie schnell es wieder bergab gehen kann. Vor zwei Jahren überwinterte die SGE mit 26 Punkten, stieg dann aber sang- und klanglos als 17. ab. Eine Erfahrung, die schmerzhaft und lehrreich war. "Es ist ein anderes Spiel als vor eineinhalb Jahren", weiß Kapitän Pirmin Schwegler. Unter Armin Veh wird ein anderer Fußball gespielt. Es gibt keine Angst, es wird immer mutig nach vorne gespielt, direkter, schneller und "auch offensiver", so Winterneuzugang Marco Russ. Der Trainer sieht das ganz banal: "Wir wollen nun mal Fußball spielen."

Und mit diesem Motto steht für die Eintracht weiterhin der Klassenerhalt an oberster Stelle. "Wenn wir in dieser Saison die 40 Punkte geschafft haben, wird es sicher neue Ziele geben." Lange kann das nicht mehr dauern. Und so träumt am Ende dann doch wenigstens einer von Größerem. "Es wäre ein Traum, wenn wir Sechster werden", so Bruchhagen. Mal schauen, ob "die gute Veh" da etwas zaubern kann.

Letzte Aktualisierung: 15.01.13 12.37MEZ

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