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Bayern will es wissen

Veröffentlicht: Freitag, 30. November 2012, 16.48MEZ
Angesichts des großen Vorsprungs des FC Bayern München vor dem Spitzenduell gegen Borussia Dortmund geht es am Samstagabend nicht so sehr um die Punkte, als um die Bestätigung, dass die Bayern aktuell besser als der Double-Sieger sind.
Bayern will es wissen
Bayern will wie hier im Supercup einen Sieg gegen den BVB bejubeln ©Getty Images
Veröffentlicht: Freitag, 30. November 2012, 16.48MEZ

Bayern will es wissen

Angesichts des großen Vorsprungs des FC Bayern München vor dem Spitzenduell gegen Borussia Dortmund geht es am Samstagabend nicht so sehr um die Punkte, als um die Bestätigung, dass die Bayern aktuell besser als der Double-Sieger sind.

In den letzten vier Ligaspielen konnte sich der aktuell elf Zähler zurückliegende der BVB durchsetzen, im DFB-Pokal-Finale 2012 setzte es für die Bayern gar eine 2:5-Klatsche. Dass man diese Saison den Spieß umdrehen will, war schon vor dem ersten Spieltag zu sehen, findet Jürgen Klopp: "Im Supercup haben wir selbst erlebt, wie anders die Bayern in diesem Jahr drauf sind: gierig und gallig. Die Bayern sind Favorit, sie spielen ihre eigene Saison. Sie sind der schwerste Gegner, den man in der Bundesliga haben kann." Die beiden letzten Spielzeiten durften sich die Schwarz-Gelben als Meister feiern lassen und das ist in München bitter aufgestoßen. Auch Bayerns Verteidiger Holger Badstuber weiß: "Es ist kein normales Bundesliga-Spiel, es geht ums Prestige. Dortmund hat eine tolle Mannschaft, aber wir sind gut drauf. Es wird ein heißes und sehr enges Spiel. Kleinigkeiten werden entscheiden. Ich bin guter Dinge, dass wir die Mannschaft sein werden, die keine oder weniger entscheidende Fehler macht."

"Dortmund gegen Bayern, das ist ein Spiel wie in der Champions League", fand auch Franck Ribéry, der in dieser Saison mal wieder in bestechender Form ist und entscheidend zum bisherigen Erfolg der Münchner beigetragen hat. Eine Live-Übertragung dieses Spiels in 203 Länder der Erde ist neuer Rekord für die Bundesliga (bisher: 200). "Meine Mannschaft weiß, dass wir eine überdurchschnittliche Leistung bringen müssen. Auf der anderen Seite steht ein Gegner, der über eine große Klasse verfügt", so Jupp Heynckes.

Verfolger Nummer eins - wenn man das bei zehn Punkten Rückstand so nennen darf - ist Bayer 04 Leverkusen, das die letzten drei Bundesligapartien gewinnen konnte und nun zu Hause auf den 1. FC Nürnberg trifft. "Wir wollten mit einem Sieg in Bremen die Vorlagen der Konkurrenz nutzen. Das hat funktioniert. Aber jetzt müssen wir gegen Nürnberg unbedingt nachlegen, was gewiss nicht einfach wird", sagte Leverkusens Kapitän Simon Rolfes. Trotz der guten Form der Werkself hat Club-Coach Dieter Hecking Schwächen ausgemacht: "Sie besitzen eine hohe Qualität und sind sehr effizient in ihrer Chancenauswertung. Aber man hat in all ihren letzten Spielen gesehen, dass die Gegner zu Möglichkeiten kommen, da die Räume da sind."

Nicht wirklich rund läuft es dagegen beim FC Schalke 04, der die drei letzten Ligaspiele nicht gewinnen konnte und nun einen Dreier im eigenen Stadion gegen den VfL Borussia Mönchengladbach landen will. "Wir haben zuletzt nicht so viele Punkte geholt, wie wir uns das vorher gewünscht hatten. Deshalb ist es doch klar, dass wir mit der momentanen Situation nicht zufrieden sind", räumte Huub Stevens ein. "Wir haben uns viele Gedanken gemacht. Uns allen ist klar, dass wir defensiv wieder besser stehen und im Angriffsspiel mehr Chancen herausspielen müssen." Lucien Favre hat trotzdem Respekt vor den Königsblauen: "Auch wenn die Ergebnisse zuletzt nicht immer stimmen, bleibt Schalke dennoch eine Top-Mannschaft. Für mich gehören sie zu den drei besten Teams in Deutschland. Nicht umsonst sind sie in der Champions League schon nach dem fünften Spieltag für das Achtelfinale qualifiziert, das sagt viel über die Qualität dieser Mannschaft aus."

Der SC Freiburg reist zum Schlusslicht FC Augsburg, doch Christian Streich hat gesehen, dass es "bisher für keine Mannschaft einfach war, die gegen Augsburg gespielt hat. Da waren sehr viele enge Spiel dabei und für das, was sie gespielt haben, müssten sie eigentlich fünf oder sechs Punkte mehr haben." Trotzdem rückt das rettende Ufer immer weiter in Ferne für den FCA - bis dorthin sind es mittlerweile acht Punkte und deren fünf auf den Relegationsplatz.

Immer prekärer wird die Lage auch für die seit zwölf Spielen sieglose SpVgg Greuther Fürth (17.), was vor dem Spiel gegen den VfB Stuttgart auch Fürths Verteidiger Bernd Nehrig erkannt hat: "Wir haben schließlich erst wenige Punkte auf dem Konto und sind schon ein Stück weit gezwungen zu punkten. Es wird aber nicht einfach, weil der VfB eine gute Mannschaft ist. Wir haben jedoch auch gesehen, dass der VfB noch nicht so konstant spielt, darin sehen wir unsere Chance." Das will Bruno Labbadia natürlich verhindern, der von einer Fürther Mannschaft spricht, "die nie aufgibt und bedingungslos arbeitet, aber auch kicken kann. Wir sind gefordert dagegenzuhalten, das wird ein hartes Stück Arbeit, denn Fürth wird alles auspacken."

Rückenwind genießen dagegen der 1. FSV Mainz 05 (nach dem Derbysieg bei Eintracht Frankfurt) und Hannover 96 (Heimerfolg gegen Fürth), die im Duell Siebter gegen Sechster um den Anschluss an die Ligaspitze spielen. "Mainz ist ein guter Gegner, der taktisch sehr flexibel agieren kann und dazu in der Lage ist, während eines Spiels das System umzustellen. Die Mannschaft ist sehr gut geschult und die Spieler gut ausgebildet. Es wartet sicherlich eines der laufintensivsten Auswärtsspiele überhaupt auf uns. Wir genießen auch in diesem Jahr den europäische Wettbewerb und wollen ihn auch in der kommende Spielzeit wieder erleben", sagte 96-Coach Mirko Slomka.

Drei Niederlagen in Serie haben die TSG 1899 Hoffenheim auf den Relegationsplatz abrutschen lassen. Mit dem SV Werder Bremen kommt am Sonntag zwar ein Gegner, der ebenfalls nicht sonderlich konstant spielt, doch Hoffenheim ist vor allem mit sich selbst beschäftigt.  "Jungs, ihr könnt mehr und seid besser. Jetzt wird es aber auch Zeit, das auf dem Platz zu zeigen" - so lautet die klare Forderung von Markus Babbel an seine Elf. Bremens Thomas Schaaf meinte:  "Die TSG ist eine Mannschaft, die wesentlich besser Fußball spielen kann, als der Tabellenplatz aussagt. Wir dürfen uns davon nicht blenden lassen. Die Spieler, die dort auflaufen, stehen für Qualität."

Am Sonntagabend ist der Hamburger SV beim VfL Wolfsburg gefragt. HSV-Schlussmann René Adler fordert mehr von seinen Mitspielern: "Der Sieg gegen Schalke bringt uns nichts, wenn wir gegen Wolfsburg nicht nachlegen. Ich denke, dass die Wolfburger momentan eine schlagbare Mannschaft sind. Wir müssen nur aufpassen, denn sie sind nach der jüngsten Niederlage in Gladbach wie ein angeschlagener Boxer. Die letzten drei Spiele der Hinrunde werden im Kopf entschieden. Das sollte uns klar sein. Wir müssen am Wochenende voll da sein, denn es hat keiner Lust, eine Fahrstuhl-Mannschaft zu sein."

Letzte Aktualisierung: 30.11.12 20.34MEZ

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