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Die Eintracht wird mutiger

Veröffentlicht: Freitag, 23. November 2012, 16.47MEZ
Wochenlang hat Eintracht Frankfurt nur vom Abstiegskampf geredet, nun scheut man sich nicht, für die Begegnung beim FC Schalke 04 vom "Spitzenspiel" zu reden. Dem FC Bayern München steht derweil mit Hannover 96 kein einfacher Gegner gegenüber.
Die Eintracht wird mutiger
Eintracht Frankfurt ist punktgleich mit Schalke ©AFP/Getty Images
Veröffentlicht: Freitag, 23. November 2012, 16.47MEZ

Die Eintracht wird mutiger

Wochenlang hat Eintracht Frankfurt nur vom Abstiegskampf geredet, nun scheut man sich nicht, für die Begegnung beim FC Schalke 04 vom "Spitzenspiel" zu reden. Dem FC Bayern München steht derweil mit Hannover 96 kein einfacher Gegner gegenüber.

Natürlich will man als Aufsteiger erst mal Punkte gegen den Abstieg sammeln, aber nachdem Eintracht Frankfurt seit Saisonbeginn überzeugenden Fußball darbietet, scheut sich Trainer Armin Veh nun nicht, vor dem Spiel beim FC Schalke 04 von einem "Spitzenspiel" zu sprechen: "Schließlich sind wir nicht mehr am 2. Spieltag, wo so etwas vielleicht noch Zufall wäre." Auch Torwart Kevin Trapp bekennt: "Schalke ist eine absolute Spitzenmannschaft. Die Chancen in München waren nicht schlechter, als sie es auf Schalke sind. Wir wollten bei den Bayern gewinnen. Mit derselben Einstellung fahren wir nach Gelsenkirchen. Wir wollen dort siegen." Für den Sportvorstand der Königsblauen, Horst Heldt, ist aber klar: "Frankfurt ist eine Mannschaft, die am Ende der Saison hinter uns stehen soll. Daher sollten wir sie schlagen."

Wie Schalke so steht auch Bayern München sicher im Achtelfinale der UEFA Champions League, doch die Darbietung beim 1:1 bei Valencia CF überzeugte nicht wirklich. Das haben vor dem Heimspiel gegen Hannover 96 auch die Spieler erkannt. "Wir müssen den Hebel finden, dass wir wieder besser Fußball spielen. Es stehen entscheidende Wochen an, bis zum Winter kann noch einiges passieren. In der Bundesliga und der Champions League geht es um Platz eins, im DFB-Pokal um die nächste Runde. Wir müssen aufpassen, wir müssen hellwach sein und wir müssen wieder in die Spur finden. So schnell wie möglich", meinte Philipp Lahm, während Thomas Müller ergänzte: "Wenn wir unsere Spiele weiter so medium bestreiten, wird es wieder spannend da vorne. Das wollen wir vermeiden." In der Liga ist der Rekordmeister aber nach wie vor das Maß der Dinge, das sieht auch Hannovers Jan Schlaudraff so:  "Unsere Spiele in den vergangenen Wochen waren in der Tat sehr interessant, aber wir werden versuchen, in München das Spektakel so gering wie möglich zu halten. Wir sind krasser Außenseiter und müssen gerade in der Defensive einen absoluten Sahnetag erwischen, um die herausragende Offensive der Bayern in Schach zu halten."

Ein attraktives Spiel könnte beim 1. FSV Mainz 05 bevorstehen, der Meister Borussia Dortmund empfängt. Der BVB komplettiert das Achtelfinaltrio der Bundesliga in der Königsklasse und Jürgen Klopp hat Gefallen am Europapokalrhythmus gefunden:  "Die Umstellung von Champions League auf Bundesliga ist nicht schwer. Können wir uns in der ersten Halbzeit erfolgreich wehren, können wir in der zweiten Halbzeit was holen. Unsere körperliche Verfassung ist top. Wir können richtig marschieren." So ähnlich erwartet man das auch in Mainz, möchte aber trotzdem am eigenen Spielstil festhalten. "Dortmund steht für einen ähnlich Spielansatz – auf einem höheren Niveau. Mit Dingen wie Laufleistung und Gegenpressing werden wir ihnen nicht elementar wehtun. Ich bin überzeugt, dass wir in allen Bereichen des Spiels eine Topleistung benötigen, um Teilbereiche des Spiels für uns zu entscheiden", meinte Thomas Tuchel.

Pikant ist die Begegnung zwischen dem VfL Wolfsburg und dem SV Werder Bremen, haben die Niedersachsen doch gerade erst vor einer Woche Bremens Manager Klaus Allofs zu sich gelotst. "Eine verrückte Konstellation, es ist schwierig. Aber bei aller Liebe zur alten Aufgabe, jetzt zählt der VfL. Ich wünsche Werder alles Gute, aber nicht gegen uns", so Allofs, während Thomas Schaaf gewohnt nüchtern kommentierte: "Wir sind total auf unsere Aufgaben ausgerichtet, die Mannschaft ist konzentriert. In erster Linie trifft da Wolfsburg auf Werder Bremen. Dass man sich freut, wenn man sich wiedersieht, ist doch selbstverständlich."

Keine Partie wie jede andere ist natürlich auch das Derby zwischen der SpVgg Greuther Fürth - mittlerweile zehn Ligaspiele ohne Sieg und Vorletzter - und dem 1. FC Nürnberg. "Natürlich sind wir die Nummer eins in Franken und die werden wir auch bleiben", sagte Club-Coach Dieter Hecking. "Aber wir sind nicht der klare Favorit, denn auch der Gegner hat Bundesliga-Niveau und sie wollen endlich ihren ersten Heimsieg holen. In den letzten Spielen hat sich Fürth positiv gezeigt. Es wird ein enges Spiel."

Am Sonntag kommt es erneut zu drei Partien. Am Abend hofft die TSG 1899 Hoffenheim zuhause auf den ersten Bundesligasieg (acht Spiele, sieben Niederlagen bisher) gegen Bayer 04 Leverkusen. "Auf die Statistik werden wir uns bestimmt nicht verlassen. Das wird am Sonntag eine schwere Aufgabe für uns und hat nichts mit den Erfolgen in der Vergangenheit zu tun. Hoffenheim hat eine richtig starke Mannschaft", sagt André Schürrle.

In deinem Spiel mit Derbycharakter ist der SC Freiburg (10.) zuvor Gastgeber für den VfB Stuttgart (12.). "Wir lassen uns nicht blenden, weil uns allen klar ist, dass schon ein bisschen weniger nicht mehr genügt", sagte SC-Coach Christian Streich. Schlusslicht FC Augsburg empfängt nach vier Niederlagen in Folge den VfL Borussia Mönchengladbach.

 
Letzte Aktualisierung: 24.11.12 14.20MEZ

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