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"Kein Klassenunterschied" zu Bayern

Veröffentlicht: Freitag, 16. November 2012, 16.30MEZ
Dieter Hecking macht sich vor dem Heimspiel gegen den FC Bayern München öffentlich Mut, während das Topspiel am Samstagabend zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem FC Schalke 04 steigt. Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund haben auf dem Papier lösbare Heimaufgaben vor sich.
"Kein Klassenunterschied" zu Bayern
Der 1. FC Nürnberg - auf einem Level mit den Bayern? ©Getty Images
Veröffentlicht: Freitag, 16. November 2012, 16.30MEZ

"Kein Klassenunterschied" zu Bayern

Dieter Hecking macht sich vor dem Heimspiel gegen den FC Bayern München öffentlich Mut, während das Topspiel am Samstagabend zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem FC Schalke 04 steigt. Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund haben auf dem Papier lösbare Heimaufgaben vor sich.

Wenn man Dieter Hecking, dem Trainer des 1. FC Nürnberg, vor dem Heimspiel gegen Primus Bayern München so lauscht, klingt das doch ein wenig wie das Pfeifen im Walde. "Es gibt keinen Klassenunterschied, beide Mannschaften spielen in der selben Liga. Wir brauchen uns nicht klein machen, man hat immer seine Chancen. So ein Spiel kann auch mal anders laufen, als gedacht", verkündete Hecking, um dann doch einzuräumen: "Die Bayern machen zurzeit einen guten Eindruck. Sie sind eine homogene, spielstarke Einheit. Es ist fantastisch, mit einer solchen Mannschaft in einer Liga zu spielen." Die Bayern haben natürlich nur ein einziges Ziel: Weitersiegen. "Wir müssen versuchen, unser Niveau zu halten. Damit der Respekt bestehen bleibt", so Jupp Heynckes. Vom Derby spricht fast keiner, räumt der Bayern-Coach entwaffnend ehrlich ein. "Viele Spieler haben keinen Bezug dazu."

Richtig krachen könnte es am Samstagabend, wenn Leverkusen Gastgeber für Schalke ist. Nachdem das 1:3 beim VfL Wolfsburg in der Vorwoche die tolle Aufholjagd der Werkself beendete, soll es nun gegen Königsblau von vorne losgehen, wie Sami Hyypiä findet: "Wir hatten bis zum Wolfsburg-Spiel eine positive Serie, wir wollen gegen Schalke nun wieder mit einer neuen guten Serie beginnen. Natürlich wird das ein schweres Spiel gegen eine sehr gute Mannschaft. Aber für uns ist es gegen ein solches Spitzenteam auch eine gute Möglichkeit zu sehen, auf welchem Niveau wir selber schon stehen." Huub Stevens, der Trainer des Tabellenzweiten, hat den Gegner jedenfalls eingehend studiert:  "Mit ihren klasse Einzelspielern können sie unheimlich schnell von Defensive auf Offensive umschalten. Da wird jeder einzelne Spieler gefordert sein."

Gegen den Vorletzten SpVgg Greuther Fürth will sich Double-Sieger Borussia Dortmund in der Tabelle ein wenig nach vorne arbeiten, vielleicht gelingt ja sogar der Sprung auf Rang drei. "Richtig guten Fußball" spiele Abstiegskandidat Greuther Fürth und das, zumindest stellte Jürgen Klopp es so fest, sei ja ein "Qualitätsmerkmal der Bundesliga". In der letzten Saison trat der BVB im Halbfinale des DBF-Pokals in Fürth an und siegte nach einem Treffer erst in der letzten Minute der Verlängerung mit 1:0. Doch im eigenen Stadion soll es bitte schön ein wenig entspannender zugehen, findet Klopp: "Wir sind dazu aufgerufen, ein außergewöhnliches Borussia-Dortmund-Spiel daraus zu machen und die Aufgabe für Greuther Fürth unmöglich werden zu lassen. Das wird alles andere als ein Spaziergang." Fürth ist seit neun Spielen ohne Sieg und nach einem Zwischenhoch mit drei Unentschieden verlor man letzte Woche 2:4 gegen den VfL Borussia Mönchengladbach.

Die Tendenz beim Tabellendritten Eintracht Frankfurt zeigt ein wenig abwärts, was aber bei dem bisherigen Höheflug für einen Aufsteiger wirklich kein Beinbruch ist. Doch nach nur vier Zählern aus den letzten vier Partien will Armin Veh einen Dreier.  "Es ist ja nicht der Sinn des Spiels, nur gut auszusehen. Nur gute Kritiken bringen uns nicht weiter. Es ist an der Zeit, dass wir anfangen, wieder zu punkten." Da ist ein Heimspiel gegen den Tabellenletzten FC Augsburg, der die letzten drei Partien in Folge verlor, keine schlechte Ausgangslage, doch schon vor zwei Wochen trennten sich die Hessen zuhause nur 1:1 vom damaligen Schlusslicht Greuther Fürth.

Im Mittelfeldduell warnt Gladbachs Lucien Favre vor seinen Gästen vom VfB Stuttgart: "Mit Ausnahme der Partie beim FC Bayern München hat der VfB auswärts noch nicht verloren. Sie haben eine sehr gefährliche Mannschaft, die entweder im 4-3-3 oder 4-5-1-System agiert. Es ist extrem schwer, Lücken gegen sie zu finden." Ungewohnt harsche Worte findet Bruno Labbadia für den kommenden Gegner, der "gegenüber der Vorsaison zwei Schritte zurück" gemacht habe und sich "mehr auf die Defensive konzentriert".

Wenn es so etwas wie einen Lieblingsgegner gibt, dürfte das für Hannover 96 wohl der SC Freiburg sein: Seit acht Spielen (vier Siege, vier Remis) haben die Niedersachsen gegen die Breisgauer nicht mehr verloren, nur im Mai 2004 gab es ein 1:4. Zudem hat 96 die letzten vier Pflichtspiele gewonnen, Freiburg ist seit drei Ligaspielen sieglos. Wie Christian Streich in Hannover trotzdem punkten will? "Wir werden versuchen, gegen Hannover zu agieren, damit sie nicht wie gewohnt ins Spiel kommen."

"Aktuell sind wir in einer sehr guten Phase. Unsere Mannschaft macht besser, was sie besser machen kann und füllt mehr aus, was sie wissen. Die Abläufe sind eingespielter als im letzten Jahr. Das Team musste erst zusammenwachsen und lebt jetzt mit einem Mannschaftsgeist, wie man es sich nur wünschen kann", sagte Thomas Tuchel vor der Auswärtspartie des 1. FSV Mainz 05 beim Hamburger SV. Die Hanseaten, derzeit Zehnter, "müssen aufpassen, aber zu Hause können wir auf jeden Fall gewinnen" (Thorsten Fink).

Komplettiert wird der Spieltag am Sonntag durch zwei Partien, in denen vor allem der Wechsel von Manager Klaus Allofs vom SV Werder Bremen zum VfL Wolfsburg im Mittelpunkt stehen wird. Ex-Verein Werder trifft zuhause auf Fortuna Düsseldorf 1895, das nach sechs sieglosen Spielen von Rang 6 auf 14 abgestürzt ist. "Ich habe eine Situation anzunehmen, die nicht so erfreulich ist. Klaus wollte einen neuen Weg gehen und das ist okay. Im Fußball gibt es immer wieder Veränderungen", erklärte Werder-Coach Thomas Schaaf. "Wir hatten schon Gedanken zur Weiterentwicklung des Kaders im Winter. Das hört nicht mit diesem Wechsel auf. Der Neuaufbau ist voll im Gange. Das ist keine Entwicklung die auf Kurfzristigkeit basiert."

Allofs' neuer Verein Wolfsburg muss bei der TSG 1899 Hoffenheim ran und Wolfsburg-Interimstrainer Lorenz-Günther Köstner erklärt seine aktuellen Prioritäten so: "Wir haben versucht, wieder mehr Stabilität und Struktur in unser Spiel zu bringen. Das geht nur über Einsatz, Willen und Geschlossenheit. Es ist vergleichbar mit dem Hausbau: Eine geordnete Defensive ist quasi das Fundament, auf das alles Weitere aufbaut. Das habe ich den Spielern auch von Anfang an gesagt und sie setzen dies bisher auch ordentlich um."

 
Letzte Aktualisierung: 16.11.12 16.33MEZ

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