
Durch ein 2:2 im Relegationsrückspiel gegen Hertha BSC Berlin ist Fortuna Düsseldorf nach dem 2:1 im Hinspiel nach 15 Jahren in die Bundesliga zurückgekehrt. Maximilian Beister (1.) und Ranisav Jovanović (59.) trafen für die Fortuna, während die Herthaner durch Änis Ben-Hatira (22.) und Raffael (85.) jeweils egalisierten.
Der Abend, der legendär enden sollte, begann auch gleich mit einem Paukenschlag: Beister setzte direkt nach Anstoß zu einem beherzten Sololauf an, zog aus gut 25 Metern einfach einmal ab und der halbhohe Ball fand nach rund 24 Sekunden den Ball ins Berliner Tor. Der Zweitligist lauerte danach auf Konter und überließ den Hauptstädtern Ball und Raum, doch mehr als ein Außennetz-Treffer von Nikita Rukavytsya sprang dabei zuerst nicht heraus.
Als es so aussah, als sollten die Fortunen das Geschehen weitestgehend im Griff haben, schlug die Hertha nach 22 Minuten aus einer Standardsituation heraus zu: Ronny brachte einen Freistoß vor das Tor, dort wurde Ben-Hatira zu viel Raum gestattet und der 23-Jährige, der am letzten Spieltag mit zwei Toren gegen die TSG 1899 Hoffenheim überhaupt erst dafür gesorgt hatte, dass seine Mannschaft an dieser Relegation teilnehmen darf, köpfte aus kurzer Distanz zum 1:1 ein.
Beflügelt durch dieses Tor drängte die Hertha auf den Ausgleich in der Gesamtwertung und wenige Minuten vor der Pause fehlte nach einem tollen Querpass von Adrian Ramos im Fünfmeterraum der Düsseldorfer nur noch ein einschussbereiter Berliner, und die Gäste hätten 2:1 geführt. Fast im Gegenzug hätte dann die Heimelf getroffen, erst scheiterte Beister aus elf Metern an Thomas Kraft, dann setzte Ken Ilsö den Nachschuss aus der zweiten Reihe am verwaisten Kasten vorbei.
In einem Spiel, das am Ende neun Gelbe Karten aufweisen sollte, war es die zweite Verwarnung für Ben-Hatira, die dafür sorgte, dass der Bundesliga-Sechzehnte nach 54 Minuten nur noch zu zehnt auf dem Feld stand. Fünf Minuten später bereits konnte der Zweitligist seine numerische Überzahl zum 2:1 ausnutzen: Thomas Bröker setzte sich außen durch und brachte eine genaue Flanke vor das Tor, die Jovanović zur Entzückung der meisten der 51 000 Zuschauer in der ausverkauften Arena mit dem Schädel ins Gehäuse beförderte.
Nun benötigten die Berliner zwei Tore, um die Klasse zu halten und lange Zeit sah es nicht einmal annähernd danach aus, als sollte dies noch gelingen können. Der eingewechselte Adam Matuschyk hätte nach 81 Minuten für die Rheinländer alles klar machen müssen, entschied sich aber statt für einen Pass auf den mitgelaufenen Jovanović, der nur noch hätte einschieben müssen, für einen eigenen Abschluss, den Kraft parieren konnte.
Vier Minuten später stand es auf einmal 2:2 - Raffael und Ramos spielten sich unwiderstehlich durch die Gäste-Defensive und der Letztgenannte zimmerte den Ball ins Netz. Da das Spiel schon zuvor unterbrochen worden war, wurden insgesamt sieben Minuten nachgespielt. Kurz vor Ende der Nachspielzeit stürmten die Düsseldorfer Fans verfrüht das Feld, so dass die Partie rund 20 Minuten lang unterbrochen wurde, bevor die letzten 90 Sekunden gespielt werden konnten und Düsseldorfs Aufstieg feststand.
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