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Greift Gladbach noch mal an?

Veröffentlicht: Dienstag, 10. April 2012, 14.35MEZ
Wenn Gladbach noch mal um Platz drei kämpfen will, muss heute ein Sieg bei Werder her. Ansonsten geht es am Dienstag vor allem gegen den Abstieg.
Greift Gladbach noch mal an?
Kann Gladbach den FC Schalke 04 noch mal unter Druck setzen? ©Getty Images
Veröffentlicht: Dienstag, 10. April 2012, 14.35MEZ

Greift Gladbach noch mal an?

Wenn Gladbach noch mal um Platz drei kämpfen will, muss heute ein Sieg bei Werder her. Ansonsten geht es am Dienstag vor allem gegen den Abstieg.

Wenn der VfL Borussia Mönchengladbach noch mal um Platz drei kämpfen will, muss heute ein Sieg beim SV Werder Bremen her. Ansonsten geht es am Dienstag vor allem gegen den Abstieg.

Fünf Punkte trennen den Tabellenvierten VfL Borussia Mönchengladbach momentan vom Dritten FC Schalke 04 und nur Rang drei berechtigt bekanntlich zur direkten Qualifikation zur UEFA Champions League. In der Öffentlichkeit wurde vielfach spekuliert, dass den Gladbachern nach ihrer phantastischen Saison bisher nun im Endspurt ein wenig die Luft ausgehe und um tatsächlich die Königsblauen noch mal unter Druck zu setzen, müsste nun wohl ein Sieg beim SV Werder Bremen her. "Wir haben 52 Punkte und wir sind ehrgeizig. Das heißt natürlich auch, dass wir in Bremen unbedingt punkten wollen. Um das zu erreichen, müssen wir weiter gut verteidigen und nach vorne effektiver werden", sagte Lucien Favre. Gelingt das nicht, geht es für die Fohlen wohl vor allem darum, Rang vier dann nach unten hin zu verteidigen, neun Punkte hintendran liegt zurzeit der VfB Stuttgart. Solche Sorgen hätte man bei Werder gerne, denn dort will man sich natürlich noch für die UEFA Europa League qualifizieren. "Wir haben sehr viel Boden verloren und uns in eine schlechte Position gebracht. Mit dem schweren Restprogramm wäre es ein Erfolg, wenn wir uns für die Europa League qualifizieren würden", findet Bremens Manager Klaus Allofs.

Mit dem 1. FSV Mainz 05 und dem 1. FC Köln treffen zwei Vereine in Rheinhessen aufeinander, für die der Abstieg ein absolutes Thema ist. Mainz ist zwar Elfter, liegt aber nur vier Punkte vor dem Relegationsrang, den momentan Köln innehat. "Mainz ist schwer auszurechen, weil sie in der Lage ist, verschiedene Spielsysteme zu spielen. Ich erwarte eine sehr interessante Partie. Wir brauchen die Punkte gegen Mainz. Es ist für uns ein wichtiges Spiel im Abstiegskampf", so Kölns Ståle Solbakken, der mit seiner Elf am Wochenende beim 1:1 gegen Werder wenigstens ein kleines Erfolgserlebnis feierte. Sein Gegenüber Thomas Tuchel ist derweil bemüht, dem Spiel etwas von seiner Brisanz zu nehmen: "Ich bin kein Freund davon, eine ganze Saison auf den Ausgang eines einzigen Spiels zu reduzieren, und so wird das auch mit dem Spiel gegen den 1. FC Köln sein, schon gar nicht am 30. Spieltag."

Zwei Mannschaften, die noch zittern müssen, treffen auch in der Hauptstadt aufeinander, wo Hertha BSC Berlin Gastgeber für den SC Freiburg ist. Beide Teams landeten am Wochenende Unentschieden, Berlin 0:0 in Gladbach und Freiburg 2:2 nach 0:2-Rückstand gegen den 1. FC Nürnberg, die zwar moralische Bonuspunkte waren, aber tabellarisch nicht wirklich weiterhalfen. "Wir haben gegen Nürnberg gezeigt, dass wir eine Mannschaft sind, die nie aufgibt. Das spricht für uns", sagte Freiburgs Johannes Flum, dessen Mannschaft mittlerweile sechs Ligaspiele lang ungeschlagen ist. Otto Rehhagel gab sich martialisch: "Das wird dann natürlich eine Entscheidungsschlacht gegen Freiburg."

In der vierten Freitagspartie ist mit dem FC Augsburg eine weitere Mannschaft tätig, die wohl bis zum Schluss um den Klassenerhalt kämpfen müssen wird. Durch das enge 1:2 beim FC Bayern sieht sich Augsburg-Coach Jos Luhukay vor dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart auf seinem Weg bestätigt: "Es geht Schlag auf Schlag weiter. Auch wenn wir natürlich unglücklich über die Niederlage gegen die Bayern sind, dennoch können wir mit Selbstvertrauen auf das Spiel gegen Stuttgart schauen, weil wir dennoch ein gutes Spiel gemacht haben. Es gibt keinen Grund zur Verunsicherung. Im Gegenteil: Mit unserer Heimstärke und unseren Fans im Rücken können wir mit einem Heimsieg einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt machen." Auch Stuttgarts Manager Fredi Bobic hat von der Leistung des FCA beim Rekordmeister gehört: "Für mich ist der FCA das heimliche Team der Rückrunde und eine harte Nuss, die wir zu knacken haben. Sie arbeiten gut gegen den Ball. Wir müssen dran bleiben, dürfen keinen Deut nachlassen, müssen alles aus uns rausholen und die Fehler der anderen auf dem Platz ausmerzen. Wenn die Mannschaft weiter so arbeitet wie zuletzt, können wir einiges erreichen."

 

Letzte Aktualisierung: 10.04.12 14.38MEZ

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