
Borussia Dortmund steht als erster Endspielteilnehmer im DFB-Pokal fest. Im Halbfinale besiegte der Bundesligaspitzenreiter den Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth durch ein Eigentor des Fürther Ersatzkeepers Jasmin Fejzic in der 120. Minute mit 1:0.
Vor 15 500 Zuschauern in der restlos ausverkauften Fürther Arena begegneten sich beide Teams in der ersten Hälfte auf Augenhöhe, von allzu großem Respekt der Gastgeber vor dem seit 20 Pflichtspielen ungeschlagenen BVB war nichts zu sehen. Dennoch hatten die Gäste die erste Möglichkeit, doch Sebastian Kehl köpfte in der 17. Minute eine Freistoßflanke von Marcel Schmelzer genau in die Arme von Fürths Schlussmann Max Grün. Nach 31 Minuten hatte Shinji Kagawa dann die große Möglichkeit zum 0:1, doch der Japaner setzte einen Kopfball aus fünf Metern unbedrängt weit über das Tor. Dortmund übernahm die Spielkontrolle, doch Fürth hielt mit viel Herz dagegen.
Im zweiten Durchgang dauerte es zehn Minuten, ehe der Bundesligist die nächste Chance hatte, wieder nach einem Kopfball. Doch beim Versuch von Kevin Großkreutz aus sieben Metern zeigte Grün einen Klasse-Reflex. Keine 60 Sekunden danach verzog Kagawa aus elf Metern freistehend. Zwei Minuten später war es dann Fürths Torjäger Olivier Occean, der einen Kopfball über das Tor von Roman Weidenfeller setzte. Die Partie wogte nun hin und her und Großkreutz hatte die nächste Chance nach 72 Minuten, doch auch er hatte sein Visier aus 15 Metern nicht richtig eingestellt.
In der 78. Minute setzte sich Occean im Luftduell gegen Neven Subotic durch, verfehlte das BVB-Tor aber erneut um einen halben Meter. In einer spannenden und erstaunlich ausgeglichenen Begegnung musste schließlich die Verlängerung die Entscheidung bringen.
In der 96.Minute verfehlte Occean per Flugkopfball eine Freistoßflanke von Heinrich Schmidtgal zwei Meter vor dem leeren Tor um geschätzte drei Zentimeter, anschließend zwang Schmidtgal Weidenfeller mit einem 24-Meter-Freisoß zu einer Flugeinlage. Von Dortmund war praktisch nichts mehr zu sehen, der Zweitligist bestimmte die Partie.
In der 118. Minute brachte Fürths Trainer Mike Büskens Ersatztorhüter Jasmin Fejzic, der als Elfmetertöter gilt, doch genau dieser Wechsel sollte sich als verhängnisvoll erweisen. In der 120. Minute zog İlkay Gündoğan aus 16 Metern ab, traf den Pfosten und vom Rücken des bedauernswerten Fejzic sprang der Ball ins Netz, Sekunden später pfiff der Schiedsrichter ab.
Am Mittwoch empfängt der VfL Borussia Mönchengladbach im zweiten Halbfinale den FC Bayern München.
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