
Auch wenn die meiste Aufmerksamkeit im Sommer der personellen Aufrüstung von Paris Saint-Germain FC galt, bietet der erste Spieltag in der Ligue 1 am Wochenende auch andere interessante Geschichten. So feiert der zweimalige Europokalfinalist Stade de Reims Champagne sein Comeback nach langer Abwesenheit.
Reims, letztmals 1979 in der höchsten französischen Spielklasse vertreten, darf endlich wieder regelmäßig gegen die großen Teams antreten. "Es scheint so, als wäre der große Bruder wieder zurück", so Jean-Michel Aulas, Präsident von Olympique Lyonnais. "Mit Lyon, St-Étienne, Marseille und Paris ist der Kreis der legendären französischen Mannschaften jetzt fast komplett", fügte er hinzu. Von den Teams, die jemals ein Europapokal-Halbfinale erreicht haben, fehlen jetzt nur noch AS Monaco FC und FC Nantes.
Reims darf sich der lautstarken Unterstützung der eigenen Fans sicher sein und schon am letzten Spieltag der vergangenen Saison wurde klar, welches Flair der Verein mitbringt. Die Jubelszenen sind noch unvergessen, auch wenn die Mannschaft mit voller Konzentration einem neuen Ziel entgegenblickt.
"Die neue Saison wird sehr schwer und wir tun alles, damit es klappt", so Trainer Hubert Fournier im Hinblick auf das Ziel Klassenerhalt. Fournier muss dabei ohne seinen letztjährigen Top-Torjäger Cédric Fauré auskommen, der seinen Vertrag nicht verlängert hat. Dafür wurde Stürmer Kamel Ghilas fest verpflichtet, der als Leihgabe von Hull City AFC 14 Treffer zum Aufstieg beitrug.
"Es darf kein Missverständnis aufkommen, wir sind der Außenseiter", so Ghilas vor der großen Herausforderung. "In der Ligue 1 braucht man Effizienz, Disziplin und Zusammenhalt. Für uns Stürmer gibt es pro Spiel vielleicht nur drei Chancen. Aber ich denke schon, dass wir Platz bekommen und Reims wird jedem Gegner das Leben schwer machen."
Die erste Bewährungsprobe gibt es gleich am Sonntag, wenn der neunmalige Meister Olympique de Marseille ins Stade Auguste Delaune reist.
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