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"Phänomenales Comeback verwandelt Demütigung in Ruhm"

Veröffentlicht: Mittwoch, 31. Oktober 2012, 10.20MEZ
Während Arsène Wenger darüber nachdachte, ob das 7:5 bei Reading FC am Dienstag vielleicht der größte Sieg seiner Karriere sei, ist Europas Presse von der Partie begeistert.
"Phänomenales Comeback verwandelt Demütigung in Ruhm"
Theo Walcott feiert eines seiner Tore ©Getty Images
Veröffentlicht: Mittwoch, 31. Oktober 2012, 10.20MEZ

"Phänomenales Comeback verwandelt Demütigung in Ruhm"

Während Arsène Wenger darüber nachdachte, ob das 7:5 bei Reading FC am Dienstag vielleicht der größte Sieg seiner Karriere sei, ist Europas Presse von der Partie begeistert.

Nicht nur Schweden kann einen 0:4-Rückstand aufholen, Arsenal FC hat es im Ligapokal-Spiel bei Reading FC noch besser gemacht und siegte nach 0:4 noch 7:5 nach Verlängerung.

"Vielleicht, ja", antwortete Wenger auf die Frage, ob dieser Sieg der größte seiner Karriere gewesen sei. "Wir sind von Desaster zu einer Art von Stolz gekommen - denn zumindest sind wir in der zweiten Halbzeit mit einer anständigen Leistung zurückgekommen. Wir haben unsere desaströse erste Hälfte abgehakt. Als es 4:4 stand dachte ich, dass es so aussah, als sollten wir gewinnen."

Nach 37 Minuten sah das aber nicht so aus, denn die Gunners lagen beim Abstiegskandidaten der Premier League mit 0:4 zurück. Auch nach 88 Minuten, beim Stande von 2:4, glaube kaum einer noch an Arsenal. Doch ein Kopfballtor von Laurent Koscielny, der zuvor ein Eigentor fabriziert hatte, ließ die Londoner noch mal hoffen und mit dem letzten Angriff schoss Theo Walcott sie mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend noch in die Verlängerung.

"Reading hatte viel investiert und war mental am Boden, in der Verlängerung war für sie maximal noch das Elfmeterschießen drin", sagte Wenger. "Ich weiß, wie es ist, wenn man nach 4:0 noch den Sieg aus den Händen gibt. Das ist mir auch schon passiert [letzte Saison gegen Newcastle United FC. Sie sollten stolz auf ihre Leistung und nicht zu enttäuscht sein."

Doch natürlich werden diese Worte nicht viel helfen, denn erst erhöhte Marouane Chamakh auf 5:4 für Arsenal, ehe es so aussah, als hätte der eingewechselte Ex-Stuttgarter Pavel Pogrebnyak mit dem 5:5 in Minute 116 zumindest für das Elfmeterschießen gesorgt. Doch Reading sollte die erste Mannschaft in der Geschichte des Ligapokals und FA Cups werden, die mit fünf eigenen Toren noch ausschied, denn zuerst komplettierte Walcott seinen Hattrick, bevor Chamakh den Schlusspunkt unter ein unglaubliches Spiel setzte.

Pressereaktionen
The Guardian, UK

Der Ligapokal mag für Arsenal zwar keine Priorität haben, aber die eigene Würde offensichtlich schon. Nach demütigenden 37 Anfangsminuten, in denen sie Reading erlaubten, scheinbar uneinholbar davon zu ziehen, schafften Arsène Wengers Männer ein phänomenales Comeback und verwandelten eine Nacht der Schmach in einen glorreichen Abend. Inmitten der Absurdität.

Telegraph, UK
Das war eines der epischen Pokalspiele, eine emotionale Achterbahn, die da im Mad Stad [Madejski Stadium] geboten wurde, das seinem Spitznamen gerecht wurde, als Arsenal erstaunlicherweise nach einem 0:4 zurückkam und das Viertelfinale des Ligapokals erreichte. Verlängerung und ein außergewöhnliches Spiel.

Marca, Spain
Die Gunners legten eine jener Fußballgeschichten hin, die für immer in den Gedächtnissen jener bleiben wird, die im Stadion waren oder vor dem Fernsehbildschirm zuschauten. In diesen 120 epischen Minuten schienen Realität und Fiktion miteinander zu verschmelzen und die Fußballwelt blickte ins Madejski-Stadion. Diejenigen, die abschalteten und früh ins Bett gingen, leiden heute in der Schule oder am Arbeitsplatz fürchterlich.

France Football
Sogar nachdem Theo Walcott in der Verlängerung das 5:4 erzielt hatte, war das noch nicht die Entscheidung: Pavel Pogrebnyaks Ausgleichstreffer versetzte diese Partie endgültig in die vierte Dimension. Reading, das jedes Mal wenn Arsenal angriff Probleme hatte, brach in der verdammten Nachspielzeit endgültig zusammen und erlaubte es Walcott und Marouane Chamakh, die Gunners-Fans in den siebten Himmel zu schicken. Arsenal mag seit 2005 keinen Titel gewonnen haben, aber sie sind zu absolut allem in der Lage.

Frankfurter Rundschau
Der FC Arsenal ist mit einem irrwitzigen 7:5 (4:4, 1:4) in das Viertelfinale des englischen Liga-Pokals eingezogen. Ohne die geschonten deutschen Fußball-Nationalspieler Lukas Podolski und Per Mertesacker gelang den Gunners dabei am Dienstagabend beim FC Reading das „Schweden-Kunststück“, einen 0:4-Rückstand noch aufzuholen. Nach einem desaströsen Start hatten die Nord-Londoner nach 37. Minuten bereits vier Gegentore kassiert. Ausgemachter Grund war das Rotationsprinzip von Teammanager Arsene Wenger: Der Franzose hatte neben den Nationalspielern Lukas Podolski und Per Mertesacker auf zahlreiche weitere Stammkräfte verzichtet, dafür durfte unter anderem der deutsche U17-Nationalspieler Serge Gnabry von Beginn an spielen.

Letzte Aktualisierung: 31.10.12 11.56MEZ

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