Sportverbände treffen sich in Wien

Die europäischen Teamsportverbände haben sich in Wien getroffen, um gemeinsame Anliegen zu diskutieren. zum Beispiel rechtliche Belange.

UEFA-Präsident Michel Platini beim Treffen in Wien
UEFA-Präsident Michel Platini beim Treffen in Wien ©UEFA.com

Dachorganisationen
Wichtige Repräsentanten der folgenden internationalen Dachverbände waren anwesend: Basketball (FIBA Europe), Fußball (UEFA), Handball (EHF), Eishockey (IIHF), Rugby (FIRA-AER) und Volleyball (CEV).

EU und Sportbelange
Zu den wichtigsten Themen auf der Agenda gehörte die Beziehung zwischen der EU und den Sportverbänden. Sport und seine Rolle in Europa sollen ein wichtiges Anliegen der französischen EU-Ratspräsidentschaft sein, die am 1. Juli beginnt. Ein Weißbuch der EU zum Sport war von den Mannschaftssportverbänden als richtiger Schritt anerkannt worden, den Status des Sports zu verankern und verbindliche rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Nun geht es darum, diese Themen zu konkretisieren.

Training und Erziehung für Jugendliche
Konkrete Vorschläge wurden erarbeitet, die sich vor allem auf die Ausbildung und Erziehung Jugendlicher konzentrieren sowie auf die Werte des Sports für die Jugend. Die Agenda der französischen Präsidentschaft wurde - was den Sport anbelangt - ebenfalls von den Delegierten unter die Lupe genommen, im Zentrum dabei die UEFA-Regel der Eigengewächse. Dieser Pionier-Ansatz, um die Förderung junger Talente sicherzustellen, betrifft jeden Mannschaftssport gleichermaßen. Diese Regel, sowie seine Kompatibilität innerhalb der EU-Gesetzgebung, war für alle Teilnehmer von großem Interesse und wurde ausführlich diskutiert.

Künftige Kooperation
Diskutiert wurde auch die Struktur einer künftigen Kooperation der Mannschaftssportverbände. In der letzten Dekade haben sich die großen Dachverbände Europas regelmäßig getroffen, um gemeinsame Themenbereiche zu diskutieren und um das gegenseitige Verständnis zu fördern. Obwohl jede Sportart eine eigene Struktur hat, basieren doch alle auf dem europäischen Sportmodell. Die Verbände nutzten die Gelegenheit, um hinsichtlich sportpolitischer und technischer Fragen eine engere Zusammenarbeit und bessere Arbeitsstrukturen anzuregen.