Ein wichtiger Schritt nach vorne

Die Beziehung zwischen der UEFA und dem Verband der Spielergewerkschaften FIFPro Division Europe wurde durch die Unterzeichnung einer neuen Grundsatzvereinbarung in Istanbul bekräftigt.

UEFA-Präsident Michel Platini und Philippe Piat, Präsident von FIFPro Division Europe, unterzeichnen die Grundsatzvereinbarung
UEFA-Präsident Michel Platini und Philippe Piat, Präsident von FIFPro Division Europe, unterzeichnen die Grundsatzvereinbarung ©UEFA.com

Die Beziehung zwischen der UEFA und dem Verband der Spielergewerkschaft FIFPro Division Europe wurde durch die Unterzeichnung einer neuen Grundsatzvereinbarung im Rahmen des XXXVI. Ordentlichen UEFA-Kongresses in Istanbul erneut verstärkt.

Die Vereinbarung, die von UEFA-Präsident Michel Platini und FIFPro Division Europe-Präsident Philippe Piat unterzeichnet wurde, war eine von drei erneuerten Vereinbarungen mit dem Ziel, die Stabilität und Harmonie in der europäischen Fußballfamilie zu fördern. Außerdem wurden in Istanbul neue Grundsatzvereinbarungen zwischen der UEFA und der Europäischen Klubvereinigung (ECA) sowie zwischen der UEFA und dem Verein der Europäischen Berufsfußballligen (EPFL) beschlossen.

In dieser Vereinbarung erkennt FIFPro die UEFA als Dachverband des europäischen Fußballs auf allen Ebenen an, während die UEFA FIFPro Division Europe als einzigen Dachverband für Gewerkschaften für Profifußballer sowie als einzigen Interessenvertreter von Profifußballern in Europa anerkennt.

FIFPro ist eine weltweit operierende Organisation für alle Profispieler und vertritt mehr als 50 000 Fußballer. Sie besteht aus insgesamt 24 Mitgliedsverbänden. FIFPro Division Europe repräsentiert außerdem die Spieler im Strategischen Beirat für Berufsfußball (SBBF), in dem Angelegenheiten für die Bedeutung des Profifußballs in Europa zusammen mit der UEFA, der ECA, welche die Klubs repräsentiert und dem EPFL, welcher die Ligen repräsentiert, diskutiert werden.

Die Kooperation zwischen UEFA und FIFPro Division Europe basiert auf grundsätzlichen Werten wie Solidarität, Respekt und Gleichheit, die die Entwicklung des Profifußballs in Europa untermauert haben. Die Vereinbarung unterstreicht die Notwendigkeit, die sportlichen Werte und die Einhaltung der Spielerrechte zu bewahren. Darüber hinaus wurde festgelegt, dass eine ausgewogene Balance zwischen den Interessen der Nationalmannschaften und des Klubfußballs gewährleistet wird und dass die Regeln für die Freigaben von Spielern respektiert werden sollen.

Das finanzielle Fairplay ist ein weiterer Eckpfeiler dieser Vereinbarung und es wird von beiden Organisationen als notwendig angesehen, um die finanzielle Situation im europäischen Fußball zu verbessern. Die Integrität des Spiels ist für beide Organisationen unerlässlich und daher verpflichten sie sich, Fairplay und den Kampf gegen Rassismus, Doping, Gewalt, Spielabsprachen und Korruption im Fußball zu fördern.

Darüber hinaus erkennen FIFPro und die UEFA die Autonomie der Fußballdachverbände an sowie die Notwendigkeit, Streitigkeiten im Fußball im Rahmen geeigneter Konfliktlösungsmöglichkeiten aus der Welt zu schaffen.

Eine andere wichtige Entscheidung, die während des UEFA-Kongresses in Istanbul getroffen wurde, bezieht sich auf die Mindestanforderungen für Standardspielerverträge im Profifußball (die sogenannte autonome Vereinbarung) im Rahmen des sozialen Dialogs zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Solche Vereinbarungen sollten in allen UEFA-Mitgliedsverbänden spätestens drei Jahre nach Unterzeichnung in Kraft treten.

Diese Vereinbarung wurde von der ECA, dem EPFL und der FIFPro Division Europe bei einer offiziellen Zeremonie im April in Brüssel unterzeichnet. In der Vereinbarung zwischen FIFPro und der UEFA wird außerdem unterstrichen, dass der soziale Dialog gefördert, unterstützt und weiterentwickelt werden soll.

Ohne Spieler gibt es keinen Fußball und die neue Vereinbarung mit FIFPro Division Europe ist im Bezug auf die Stabilität und Problemlösung im europäischen Profifußball ein wichtiger Schritt nach vorne.