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Szene aus der englischen Premier League ©Getty Images

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In vielen Ländern Europas existieren Profiligen, die vom jeweiligen Nationalverband anerkannt und für bestimmte Aspekte des Profifußballs zuständig sind. In den meisten Fällen organisieren diese Ligen die nationalen Meisterschaften.

Auf institutioneller Ebene arbeiten UEFA und die Ligen über die Vertreter-Organisation der Ligen, den Verein europäischer Berufsfußballligen (EPFL), zusammen. Die EPFL ist ein Verein nach Schweizer Recht, wurde 2005 gegründet und hat ihren Sitz im schweizerischen Nyon. Ihre Ursprünge gehen zurück auf die 1997 gegründete EUPPFL (Verband der professionellen Fußballligen in der Europäischen Union).

Die Anzahl der EPFL-Mitglieder ist von 14 auf 32 Ligen aus ganz Europa gestiegen. Zusammen bilden sie die Generalversammlung, die einen Vorstand wählt.

Im März 2009 haben die EPFL und die UEFA eine Grundsatzvereinbarung abgeschlossen, in deren Rahmen die EPFL die UEFA als Führungsinstanz des europäischen Fußballs anerkennt. Die UEFA erkennt ihrerseits die EPFL als die Vereinigung an, welche die Interessen der nationalen Profifußballligen in Europa vertritt. Beim XXXVI. Ordentlichen UEFA-Kongress am 22. März 2012 in Istanbul erneuerten UEFA und EPFL ihre Grundsatzvereinbarung.

Die EPFL stellt vier Mitglieder im 16 Personen umfassenden Strategischen Beirat für Berufsfußball der UEFA (SBBF), welche die europäischen Profiligen vertreten. Der SBBF vereint die wichtigsten Akteure des europäischen Fußballs – UEFA, Vereine, Profiligen und Spieler –, um gemeinsame Lösungen in wichtigen Fragen zu finden. Er erstattet direkt dem UEFA-Exekutivkomitee Bericht und hat wesentlichen Einfluss auf dessen Entscheidungen.

Im September 2017 genehmigte der außerordentliche UEFA-Kongress Änderungen in den UEFA-Statuten, die das Inkrafttreten einer neuen Grundsatzvereinbarung zwischen der UEFA und der EPFL ermöglichen. Unter Voraussetzung der Genehmigung durch das UEFA-Exekutivkomitee wird die EPFL künftig mit einem Sitz im UEFA-Exekutivkomitee vertreten sein.