UEFA stärkt Dialog mit europäischen Institutionen

Der erste UEFA-Vizepräsident Karl-Erik Nilsson war diese Woche zu Gesprächen mit Vertretern der europäischen Behörden und Institutionen in Brüssel, um den Dialog und die Beziehungen zu stärken.

Der erste UEFA-Vizepräsident Karl-Erik Nilsson unterzeichnet in Anwesenheit von Karl-Heinz Lambertz, Präsident des europäischen Ausschusses der Regionen, die Erklärung der #CohesionAlliance.
Der erste UEFA-Vizepräsident Karl-Erik Nilsson unterzeichnet in Anwesenheit von Karl-Heinz Lambertz, Präsident des europäischen Ausschusses der Regionen, die Erklärung der #CohesionAlliance. ©European Union

Die Beziehung zwischen der UEFA und den europäischen Behörden und Institutionen – ein wichtiges Element im Rahmen der Mission der UEFA zur Förderung und zum Schutz des Fußballs – entwickelt sich zielstrebig in die richtige Richtung.

Durch seinen Besuch in Brüssel diese Woche unterstrich der erste UEFA-Vizepräsident Karl-Erik Nilsson die Bedeutung dieser Beziehung, die auf Dialog, Kooperation und Unterstützung beruht.

Nachbereitung der Kooperationsvereinbarung

Themis Christophidou und Karl-Erik Nilsson.
Themis Christophidou und Karl-Erik Nilsson.©UEFA

Karl-Erik Nilsson hat sich mit der Generaldirektorin für Bildung, Jugend, Kultur und Sport der Europäischen Kommission, Themis Christophidou, zu Gesprächen getroffen, in denen es vor allem um die von der UEFA und der Europäischen Kommission im Februar unterzeichnete neue, erweiterte Kooperationsvereinbarung ging. 

Die neue Vereinbarung umfasst eine enge Zusammenarbeit zwischen der UEFA und der Europäischen Kommission in unterschiedlichen Bereichen, darunter die UEFA EURO 2020, die in zwei Jahren in zwölf Städten Europas ausgetragen wird. Im Rahmen dieser Vereinbarung wurden die Beziehungen zwischen der UEFA und der Kommission gestärkt, die beide ihr Engagement zur Förderung der sozialen Werte des Sports im Besonderen betonten.

Die Kommission anerkennt die UEFA-Politik auch in anderen Bereichen, darunter finanzielles Fairplay, Good Governance im Sport und der Erhalt des Gleichgewichts in den Wettbewerben.

Das Treffen zwischen Karl-Erik Nilsson und Themis Christophidou bot der UEFA die Gelegenheit, ihr Interesse an den Finanzierungsprogrammen der Europäischen Union wie Erasmus+, dem Unterstützungsprogramm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport in Europa, auszudrücken.

„Die UEFA und die Institutionen der Europäischen Union teilen einen gemeinsamen Wunsch nach der Förderung europäischer Werte durch den Sport“, so Karl-Erik Nilsson. „Wir müssen die Kraft des Fußballs nutzen, um verschiedene gesellschaftliche Herausforderungen anzusprechen, und freuen uns auf die enge Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission im Sinne der im letzten Monat abgeschlossenen Kooperationsvereinbarung.“

Erklärung im Rahmen der #CohesionAlliance

Die UEFA hat ihre Beziehung zum Europäischen Ausschuss der Regionen (AdR) – eine beratende Einrichtung aus lokal und regional gewählten Vertretern der Regionen, Kommunen, Provinzen, Gemeinden und Städte – intensiviert. In Brüssel ist Karl-Erik Nilsson mit dem AdR-Präsidenten Karl-Heinz Lambertz zusammengetroffen.

Der AdR spielt vor allem auf lokaler Ebene eine wichtige Rolle bei der zukünftigen Stärkung der EU-Kohäsionspolitik, in deren Rahmen eine wirtschaftliche, soziale und territoriale Kohäsion zwischen den EU-Mitgliedsstaaten erreicht werden soll. Er unterstützt die Weiterentwicklung und wirksame Verbesserung dieser Kohäsion in der EU über das Jahr 2020 hinaus und hat eine Allianz für die Kohäsionspolitik, die #CohesionAlliance, auf den Weg gebracht, in deren Rahmen die Förderer dieser Kampagne zusammenkommen und ermuntert werden, durch die Unterzeichnung einer Erklärung ihre Unterstützung zum Ausdruck zu bringen. 

Insbesondere können die Finanzmittel aus der Kohäsionspolitik auch für den Bau von Sporteinrichtungen und -infrastruktur sowie für die Förderung sozialer Inklusion durch den Sport genutzt werden. Die UEFA zeigte ihre Unterstützung für die #CohesionAlliance mit der Unterzeichnung der entsprechenden Erklärung durch Karl-Erik Nilsson bei seinem Treffen mit Karl-Heinz Lambertz.

„Fußball kann einen enormen Beitrag zur lokalen und regionalen Entwicklung leisten“, sagte der erste UEFA-Vizepräsident. „Eine starke Kohäsionspolitik und eine bessere Berücksichtigung des Sports sowie kleinerer Sportinfrastrukturen in der künftigen europäischen Struktur- und Investitionsfinanzierung kann eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung des territorialen Wachstums der europäischen Regionen spielen.“

Karl-Heinz Lambertz begrüßte die Unterstützung der UEFA. „Im Fußball und in Europa geht es vor allem um Freundschaft und Teamwork“, so der AdR-Präsident. „Durch die UEFA werden die EU-Finanzmittel wieder in unseren Gemeinden investiert und durch die Unterstützung des Breitenfußballs können wir die europäischen Werte von Toleranz, Fairplay und sozialer Inklusion gemeinsam fördern.“

Treffen von „Sport and Citizenship“

Karl-Erik Nilsson nahm an einer Fragestunde – der „Sport Corner“ – im Europäischen Parlament teil, die von „Sport and Citizenship“, einer europäischen Denkfabrik im Bereich Sport, durchgeführt wurde. Die Organisation analysiert und beteiligt sich am Aufbau einer Sportpolitik und untersucht die Auswirkungen von Sport auf die Gesellschaft.

Karl-Erik Nilsson, Laurent Thieule und Bogdan Wenta.
Karl-Erik Nilsson, Laurent Thieule und Bogdan Wenta.©UEFA

Zusammen mit Bogdan Wenta, Abgeordneter des Europäischen Parlaments, stellte sich der erste UEFA-Vizepräsident den Fragen von Laurent Thieule, Präsident von „Sport and Citizenship“. Dabei standen vor allem die Kernbereiche der UEFA-Mission zur Förderung und Entwicklung des Fußballs in ganz Europa im Mittelpunkt.

Zu den Themen gehörten das UEFA-HatTrick-Programm, in dessen Rahmen die 55 UEFA-Mitgliedsverbände Unterstützung in den Bereichen Sport und Infrastruktur erhalten, sowie die Förderung des Frauenfußballs in Europa, insbesondere anhand des UEFA-Frauenfußball-Entwicklungsprogramms und der Initiativen zur Erhöhung der Teilnehmerzahlen wie die Kampagne „Together #WePlayStrong“.

Treffen der „Friends of Football“

Das Treffen der UEFA mit den Freunden des Fußballs im Europäischen Parlament in Brüssel.
Das Treffen der UEFA mit den Freunden des Fußballs im Europäischen Parlament in Brüssel.©UEFA

Der Tag endete mit einem Treffen von Karl-Erik Nilsson und UEFA-Generalsekretär Theodore Theodoridis mit Vertretern der Gruppe „Friends of Football“ (Freunde des Fußballs) im Europäischen Parlament. Es handelte sich um das jüngste Treffen in einer Reihe von regelmäßigen informellen Zusammenkünften, die seit 2003 mit fußballinteressierten Abgeordneten des Europäischen Parlaments stattfinden. Dabei wurden unter anderem Meinungen zu den Kernaufgabenbereichen der UEFA und der Zukunft des Fußballs in Europa ausgetauscht. 

„Die UEFA ist ein wichtiger Partner des Europäischen Parlaments“, so Bogdan Wenta. „Für mich und meine Kollegen im Parlament ist es entscheidend, die Zukunft des europäischen Fußballs mit hochrangigen UEFA-Vertretern zu diskutieren. Die Freunde des Fußballs sind fest entschlossen, ihre Kooperation mit der UEFA zum Wohle des europäischen Sports und Europas im Allgemeinen zu stärken.“

Karl-Erik Nilsson sagte über seinen Besuch in Brüssel, dass die UEFA sich darum bemühe, die Kontakte weiter zu verbessern und noch enger mit den Vertretern der Europäischen Union zusammenzuarbeiten: „Fußball bedeutet vielen Europäern sehr viel. Wir wollen noch engere Beziehungen und eine intensivere Zusammenarbeit mit der EU entwickeln. Die Eröffnung einer ständigen Vertretung in Brüssel ist ein weiterer Beweis für dieses Engagement.“

 

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