UEFA-Präsident lobt gute Beziehungen mit der ECA

UEFA-Präsident Aleksander Čeferin hat die positiven Beziehungen zwischen der UEFA und der Europäischen Klubvereinigung gelobt sowie eine enge Kooperation zugesagt, um den europäischen Vereinsfußball voranzubringen.

UEFA-Präsident Aleksander Čeferin bei seiner Rede in Genf
UEFA-Präsident Aleksander Čeferin bei seiner Rede in Genf ©Fabio Bozzani

UEFA-Präsident Aleksander Čeferin hat die positiven Beziehungen zwischen der UEFA und der Europäischen Klubvereinigung (ECA) gelobt.

In seiner Grundsatzrede bei der ECA-Generalversammlung in Genf versprach der UEFA-Präsident, dass die UEFA mit der Klub-Organisation weiterhin eng zusammen arbeiten werde, um den europäischen Vereinsfußball weiterzuentwickeln. Das Wohl des Spiels müsse dabei an oberster Stelle stehen.

"Die UEFA arbeitet mit Ihnen auch weiterhin vertrauensvoll und transparent zusammen", sagte der UEFA-Präsident zu den Delegierten. "Unsere Kooperation ist so eng wie noch nie. Dafür können wir uns gratulieren."

Aleksander Čeferin hat den Erfolg des Financial Fairplays der UEFA seit dessen Einführung im Jahr 2009 betont. "Die Klubs konnten damit ihre Verluste drastisch senken und ein ökonomisches Model einführen, das langfristig funktionsfähig ist", sagte er.

"Dennoch müssen wir im Sinne der Glaubwürdigkeit der UEFA und des Fußballs allgemein sicherstellen, dass die Regeln auch respektiert werden. Keiner darf sich über das Gesetz stellen."

Der UEFA-Präsident zählte eine ganze Reihe von Herausforderungen auf, die beide Organisationen in den kommenden Jahren meistern müssen. Dazu gehören die Ausgewogenheit des Wettbewerbs, die Einhaltung und Weiterentwicklung der Maßnahmen zum Financial Fairplay sowie die Garantie der Stabilität der UEFA-Klubwettbewerbe.

"Die größte Herausforderung der kommenden Jahre wird die Balance des Wettbewerbs sein", erklärte der UEFA-Präsident. "Wie können wir den Fußball weiterentwickeln und dabei vermeiden, dass der Unterschied zwischen den mächtigsten Klubs und dem Rest noch größer wird? Das ist die Eine-Million-Dollar-Frage."

Der UEFA-Präsident beschrieb die ECA als "eine dynamische, glaubwürdige und respektierte Organisation. Dank [ihrer] neuen Statuten wird sie auch beispielhaft für eine gute Organisationsführung stehen. Die UEFA steht an Ihrer Seite und unterstützt Sie dabei, weiter zu wachsen."

Der UEFA-Präsident zollte dem scheidenden ECA-Vorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge seine Anerkennung. "Sie haben eine fantastische Arbeit geleistet, seit die ECA ins Leben gerufen wurde", erklärte er gegenüber dem früheren deutschen Nationalstürmer von Bayern München. "Sie können stolz auf sich sein."

"Sie haben es geschafft, alle europäischen Klubs zusammenzubringen und dass deren Stimmen gehört werden, um deren Interessen bestmöglich zu verteidigen", führte Aleksander Čeferin fort. "Die Geschlossenheit des europäischen Klubfußballs zu wahren, kann kaum als einfachste Partie, die Sie je gespielt haben, angesehen werden, aber dies stellt einen der größten Siege ihrer glorreichen Karriere dar."

In seiner letzten Rede als ECA-Vorsitzender lobte Rummenigge die Partnerschaft mit der UEFA: "Ich möchte mich besonders bei der UEFA und vor allem Präsident Aleksander Čeferin für deren Kooperation zum Wohle des europäischen Fußballs bedanken."

Die ECA repräsentiert 220 Vereine aus Ländern in ganz Europa und wird von der UEFA als wichtiger Partner sowie Fußball-Interessensvertreter angesehen. Beim Ordentlichen UEFA-Kongress im April in Helsinki segneten die europäischen Nationalverbände einen Antrag des UEFA-Präsidenten ab, ECA-Vertretern zwei Vollmitgliedsposten im UEFA-Exekutivkomitee zu gewähren.

Die beiden ECA-Mitglieder werden am 20. September beim Außerordentlichen UEFA-Kongress in Genf bestätigt werden. "Dies demonstriert meine Entschlossenheit, dass Sie wie Vollmitglieder der UEFA behandelt werden", sagte der UEFA-Präsident vor der ECA-Versammlung.

Die ECA ist auch im Strategischen Beirat für Berufsfußball (SBBF) vertreten, der die UEFA, Vereine, europäischen Profiligen sowie die Spielervereinigungen zusammenbringt, und ernennt die Hälfte der Vorstandsmitglieder eines weiteren Unternehmens, UEFA Club Competitions SA, das sich um die geschäftlichen Belange rund um die europäischen Vereinswettbewerbe kümmert.