UEFA gibt Einzelheiten zum Ausschüttungssystem bekannt

016 - Höhere Solidaritätszahlungen für Klubs und Ligen

Klubs und Ligen erhalten zukünftig höhere Solidaritätszahlungen
Klubs und Ligen erhalten zukünftig höhere Solidaritätszahlungen ©UEFA.com

016 - Höhere Solidaritätszahlungen für Klubs und Ligen

Die UEFA hat ein in enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Klubvereinigung (ECA) erarbeitetes Ausschüttungssystem beschlossen. Erstmals werden sämtliche Einnahmen aus den beiden Klubwettbewerben in einem einzigen Topf vereint, wobei die Ausschüttung an die Teilnehmer in einem festen Verhältnis von 3,3 zu1 zwischen der UEFA Champions League und der UEFA Europa League erfolgt. Im laufenden Zyklus 2012-15, in dem zwei separate Einnahmen- und Verteiltöpfe zur Anwendung kommen und kein fixes Verhältnis zwischen den beiden Wettbewerben besteht, erhalten die Vereine in der UEFA Europa League rund EUR 1 Mio. pro EUR 4,3 Mio. für die Klubs in der UEFA Champions League.

„Die UEFA freut sich sehr über dieses neue Ausschüttungssystem, das nicht nur die Einnahmen der an UEFA Champions League und UEFA Europa League teilnehmenden Klubs wesentlich erhöht, sondern auch das Solidaritätsprinzip der UEFA stärkt, indem es einen noch größeren Anstieg der Solidaritätszahlungen an Klubs gewährleistet“, so UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino. „So profitieren alle vom neuen System, insbesondere jene Vereine, die sich nicht für die Gruppenphase eines UEFA-Klubwettbewerbs qualifizieren können. Dies ist ein perfektes Beispiel für die Umsetzung des Solidaritätsprinzips, das ein wesentlicher Bestandteil der Schlüsselwerte der UEFA ist.“


UEFA Champions League
Der voraussichtlich für die Ausschüttung an die Klubs der UEFA Champions League pro Saison verfügbare Gesamttopf beläuft sich auf EUR 1,257 Mrd.

An den Playoffs teilnehmende Klubs erhalten insgesamt EUR 50 Mio.: EUR 2 Mio. für jeden Playoff-Sieger und EUR 3 Mio. für die ausgeschiedenen Vereine.

Der Betrag von EUR 1,207 Mrd. für die Vereine, welche die Gruppenphase erreichen, wird wie üblich zwischen festen Beträgen und Marktpool aufgeteilt. Der Marktpool-Anteil wird jedoch von 45 % auf 40 % des Totals gekürzt und die festen Beträge entsprechend auf 60 % erhöht.

Feste Beträge (EUR 724,4 Mio.)
Jeder der 32 an der Gruppenphase beteiligten Vereine erhält eine Startprämie für die Gruppenphase in Höhe von EUR 12 Mio.
Zudem werden Leistungsprämien ausbezahlt: EUR 1,5 Mio. pro Sieg und EUR 500 000 pro Unentschieden in der Gruppenphase.
Die Achtelfinalisten erhalten je EUR 5,5 Mio., die Viertelfinalisten je EUR 6 Mio. und die Halbfinalisten je EUR 7 Mio. Der Sieger der UEFA Champions League erhält EUR 15 Mio. und der unterlegene Finalist EUR 10,5 Mio., einschließlich ihres Anteils an den Eintrittskarteneinnahmen aus dem Endspiel.

Die Höchstsumme, die ein Verein ohne Berücksichtigung der Playoffs und des Anteils am Marktpool erreichen kann, beträgt EUR 54,5 Mio.

UEFA Champions League

Prämie für die Gruppenphase EUR 12 Mio.
Leistungsprämie in der Gruppenphase EUR 1,5 Mio. pro Sieg / EUR 500 000 pro Unentschieden
Achtelfinale EUR 5,5 Mio.
Viertelfinale EUR 6 Mio.
Halbfinale EUR 7 Mio.
Endspiel EUR 15 Mio. Sieger / EUR 10,5 Mio. unterlegener Finalist

Zusätzlich erhält der Gewinner des UEFA-Superpokals ab 2015 EUR 4 Mio., während dem Verlierer dieser Partie EUR 3 Mio. zustehen.

Marktpool (EUR 482,9 Mio.)
Der Betrag von EUR 482,9 Mio. wird gemäß dem jeweiligen Wert des Fernsehmarktes, den die UEFA-Champions-League-Teilnehmer (ab der Gruppenphase) vertreten, ausgeschüttet und unter den Teilnehmern des entsprechenden Nationalverbands aufgeteilt.

Wie bisher wird die Hälfte des Betrags, der dem jeweiligen Verband gemäß Marktwert zusteht, unter den Klubs entsprechend deren Leistung in der vergangenen nationalen Meisterschaft aufgeteilt und die andere Hälfte wird proportional zur Anzahl von jeder Mannschaft in der UEFA Champions League 2015/16 bestrittener Partien ausbezahlt.

Scheidet ein Klub eines Verbands, der durch einen oder mehrere Klubs in der Gruppenphase der UEFA Champions League vertreten ist, in den Playoffs aus, erhält der ausgeschiedene Klub 10 % des Marktpool-Anteils seines Verbands. Dies ist ein neues Element, das im bisherigen Ausschüttungsmodell nicht existierte.

UEFA Europa League
Der jede Saison für die ab der Gruppenphase an der UEFA Europa League teilnehmenden Klubs verfügbare Gesamtbetrag wird für den Zyklus 2015-18 auf EUR 381 Mio. geschätzt. Im Zyklus 2012-15 waren es EUR 233 Mio., was einem erheblichen Anstieg um rund 65 % entspricht.

Dieser Betrag wird wie bereits im Zyklus 2012-15 im Verhältnis 60:40 zwischen festen Beträgen und Marktpool an die teilnehmenden Klubs verteilt.

Feste Beträge (EUR 228,6 Mio.)
Jeder der 48 an der Gruppenphase beteiligten Vereine erhält eine Startprämie für die Gruppenphase in Höhe von EUR 2,4 Mio.
Zudem werden Leistungsprämien ausbezahlt: EUR 360 000 pro Sieg und EUR 120 000 pro Unentschieden in der Gruppenphase. Die Gruppensieger erhalten eine Qualifikationsprämie in Höhe von EUR 500 000 und die Zweitplatzierten von EUR 250 000.
Die im Sechzehntelfinale spielenden Mannschaften erhalten je EUR 500 000, die Achtelfinalteilnehmer je EUR 750 000, die Viertelfinalisten je EUR 1 Mio. und die Halbfinalisten je EUR 1,5 Mio. Der Sieger der UEFA Europa League erhält EUR 6,5 Mio. und der unterlegene Finalist EUR 3,5 Mio., einschließlich ihres Anteils an den Eintrittskarteneinnahmen aus dem Endspiel.

Die Höchstsumme, die ein Verein erreichen kann, beträgt EUR 15,31 Mio., ohne Berücksichtigung des Anteils am Marktpool.

UEFA Europa League
Prämie für die Gruppenphase EUR 2,4 Mio.
Leistungsprämie in der Gruppenphase EUR 360 000 pro Sieg / EUR 120 000 pro Unentschieden
Bonus für K.-o.-Phasen-Qualifikation EUR 500 000 Sieger / EUR 250 000 Zweitplatzierte
Sechzehntelfinale EUR 500 000
Achtelfinale EUR 750 000
Viertelfinale EUR 1 Mio.
Halbfinale EUR 1,5 Mio.
Endspiel EUR 6,5 Mio. Sieger / EUR 3,5 Mio. unterlegener Finalist

Marktpool (EUR 152,4 Mio.)
Der Betrag von EUR 152,4 Mio. wird gemäß dem jeweiligen Wert des Fernsehmarktes, den die UEFA-Europa-League-Teilnehmer (ab der Gruppenphase) vertreten, ausgeschüttet und unter den Teilnehmern des entsprechenden Nationalverbands aufgeteilt.

Wie bisher wird die Hälfte des Betrags, der dem jeweiligen Verband gemäß Marktwert zusteht, unter den Klubs entsprechend deren Leistung in der vergangenen nationalen Meisterschaft aufgeteilt und die andere Hälfte wird durch die Anzahl Runden des Wettbewerbs geteilt und an die in den verschiedenen Runden der UEFA Europa League teilnehmenden Klubs ausgeschüttet.

Solidaritätszahlungen an nicht für die Gruppenphasen qualifizierte Vereine
Zudem genehmigte das UEFA-Exekutivkomitee für den Zyklus 2015-18 einen verbesserten Verteilungsschlüssel für die Solidaritätszahlungen an Klubs, die nicht an der Gruppenphase der UEFA Champions League und der UEFA Europa League teilnehmen. Die Ausschüttung an in den Qualifikationsphasen der beiden Wettbewerbe teilnehmende Klubs (mit Ausnahme jener, die sich für die Gruppenphase der UEFA Champions League qualifizieren und somit keinen Anspruch auf Solidaritätszahlungen haben), umfassen 3,5 % der Gesamteinnahmen. Ein Betrag von mindestens EUR 78,6 Mio. wird ausgeschüttet im Vergleich zu EUR 47,5 Mio. im Zyklus 2012-15, was einen Anstieg um rund 60 % bedeutet.
Vereine, die vor der UEFA Champions League Gruppenphase ausscheiden, erhalten pro Runde folgende Beträge: EUR 200 000 in der ersten Qualifikationsrunde, EUR 300 000 in der zweiten Qualifikationsrunde und EUR 400 000 in der dritten Qualifikationsrunde (letzterer Betrag nur, wenn der Verein nicht die UEFA-Champions-League-Playoffs bestreitet). Zudem erhält jeder Landesmeister, der nicht bis in die Gruppenphase der UEFA Champions League vorstößt, EUR 250 000.
In der UEFA Europa League belaufen sich die Solidaritätszahlungen auf EUR 200 000 in der ersten Qualifikationsrunde, EUR 210 000 in der zweiten Qualifikationsrunde, EUR 220 000 in der dritten Qualifikationsrunde und EUR 230 000 in den Playoffs (letzterer Betrag nur, wenn der Verein nicht für die Gruppenphase der UEFA Europa League qualifiziert ist).

Solidaritätszahlungen an nicht für UEFA-Klubwettbewerbe qualifizierte Vereine
Die Solidaritätszahlungen an nicht teilnehmende Klubs, die über ihre Nationalverbände und/oder Ligen ausbezahlt werden und sich bisher auf 6,5 % des UEFA-Champions-League-Klubanteils beliefen, betragen nun 5 % der gesamten Bruttoeinnahmen aus beiden Wettbewerben. Ein Total von EUR 112 Mio. wird an Nationalverbände und/oder Ligen zugunsten ihrer Vereine ausgeschüttet. Im Zyklus 2012-15 waren es EUR 82,4 Mio., was einen Anstieg um über 35 % ausmacht. 80 % dieses Betrags wird an Nationalverbände und/oder Ligen mit mindestens einem an der Gruppenphase der UEFA Champions League teilnehmenden Klub verteilt und 20 % an Nationalverbände und/oder Ligen ohne Teilnehmer. Nur Vereine, die an keiner der beiden Gruppenphasen teilnehmen, haben Anspruch auf einen Anteil dieser Solidaritätszahlungen.
Zudem richtet sich diese Ausschüttung an die Nationalverbände und/oder Ligen nicht mehr exklusiv nach dem Marktwert, denn 60 % des verfügbaren Betrags werden künftig zu gleichen Teilen unter allen Nationalverbänden und/oder Ligen aufgeteilt und nur 40 % entsprechend dem Marktwert. Somit wird eine fairere Verteilung der Solidaritätsbeiträge an die europäischen Vereine sichergestellt.