Zehn Jahre Kampf gegen Rassismus

Die UEFA und das Netzwerk Football against Racism in Europe (FARE) arbeiten seit zehn Jahren gemeinsam Hand in Hand gegen Rassismus und Diskriminierung im Fußball.

Rassismus, Intoleranz, Diskriminierung - das sind drei negative Phänomene, die man im Fußball weiterhin antreffen muss, auf und neben dem Platz. Für nunmehr zehn Jahre hat die UEFA Hand in Hand mit dem Netzwerk Football against Racism in Europe (FARE) daran gearbeitet, solche Einflüsse aus diesem Sport zu verbannen.

Die UEFA hat immer wieder ihre Haltung gegen Rassismus betont und zusammen mit FARE und der Spielervereinigung FIFPro aktiv Initiativen unterstützt, die versuchen, dieses Übel aus dem Fußball und der Gesellschaft zu verbannen.

Das FARE-Netzwerk besteht aus Gruppen und Körperschaften, die gegen Intoleranz und Diskriminierung auf dem ganzen Kontinent arbeiten. Im letzten Jahrzehnt, seitdem 2001 eine formelle Vereinbarung unterzeichnet wurde, hat die UEFA mit beträchtlichen finanziellen Mitteln zur Unterstützung von FARE beigetragen und die beiden Verbände haben gemeinsam Veranstaltungen ausgerichtet, Publikationen veröffentlicht und die massive öffentliche und kommerzielle Plattform von Europas größten Fußballspielen dazu genutzt, eine "Null-Toleranz-Haltung" für jedwede Form des Rassismus und der Diskriminierung sowie den Respekt für Unterschiede zu vermitteln.

In dieser Woche sind die beiden großen Wettbewerbe - die UEFA Champions League und die UEFA Europa League - die Bühne für die UEFA, um die Aufmerksamkeit auf die Kampagne Unite Against Racism zu lenken und ihre Null-Toleranz-Politik gegen jene, die sich so benehmen, zu unterstreichen. Die Aktivitäten sind Teil der 12. FARE-Aktionswoche, die bis zum 25. Oktober läuft und Veranstaltungen mit Fans, Vereinen, Verbänden und den Sportmedien beinhaltet.

Bei allen 16 Spielen der UEFA Champions League wird ein 30-sekündiger Spot "Nein zu Rassismus" gezeigt werden. Dazu gibt es entsprechende Ansagen vor jedem Spiel. Jede Mannschaft wird von Kindern auf den Platz begleitete werden, die "Unite-Against-Racism-T-Shirts" tragen, während die Kapitäne eine Spielführerbinde mit dem selben Motto umgebunden haben. Tausende Fans in den Stadien und Millionen an den Fernsehern werden dies verfolgen.

Es gab viele Siege im Kampf gegen Rassismus im Fußball - aber dieser Kampf geht weiter. Der Geschäftsführer von FARE, Piara Powar, verleiht seiner Zufriedenheit mit dem bisher Erreichten Ausdruck, unterstreicht aber auch, dass es weitere Schlachten zu schlagen gilt. "Ich denke, dass dies aus zwei Gründen ein sehr produktives Jahrzehnt für uns in unserer Zusammenarbeit mit dem europäischen Dachverband war", sagte er UEFA.com.

"Zuerst können wir unsere Botschaft so effizienter und gezielter verbreiten, wir arbeiten gemeinsam mit der Fußballfamilie um zu sagen 'Das ist ein Thema, das wir haben und das sind die Dinge, die wir dagegen tun'. Zweitens, weil es leider immer noch die Probleme des Rassismus und der Diskriminierung im Fußball gibt. Aus praktischer Sicht ist es einfach ein Problem, um das man sich kümmern muss. Ich denke, dass wir dabei gute Fortschritte gemacht haben und einige starke Botschaften aussenden konnten, die wir mit positiven Lösungen gemischt und dabei eine geeinte Front präsentiert haben."

Diese Einheit wird auch auf dem höchsten Niveau des Klubfußballs in dieser Woche als Teil der Aktionswoche wieder sichtbar werden, die bereits ihren Wert dabei bewiesen hat, der Öffentlichkeit zu zeigen, dass Rassismus und seine Ableger weder im Fußball noch sonst ihren Platz finden. Die Vereine auf dem ganzen Kontinent werden ermutigt, Diskriminierungen zu bekämpfen und Initiativen zu ermutigen, die sich dieses Problems annehmen.

"Ich denke, dass die Aktionswoche für [FARE] ein gutes Beispiel dafür ist, wie wir arbeiten wollen; es muss eine Grundströmung an Aktionen im Breitenfußball geben", sagte Powar. "Wir haben ganz normale gesellschaftliche Gruppierungen und kleine Vereine, die daran teilnehmen, vom Breitenfußball bis ganz nach oben hin. Und von ganz oben kommt die Botschaft der UEFA, die Nutzung ihrer Wettbewerbe - insbesondere der Champions League - und der Fernsehzuschauer, die wir dort kriegen, um diese sehr starke und entscheidende Nachricht auszusenden. Daher denke ich, dass das ein tolles Beispiel dieser Partnerschaft ist."